Buch No'Gos

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Parsifal
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Bücherchallenge

Buch No'Gos

#1

Beitrag von Parsifal » Mo 10. Dez 2018, 18:55

Hallo~

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Vielleser unter euch werden das sicherlich kennen - ihr geht in eine Buchhandlung auf der Suche nach einem tollen neuen Buch, nehmt hier und da eines in die Hand und legt es schon nach ein paar Sekunden zurück. Ein paar Sekunden, viel zu wenig Zeit, um sich alles, was ein Buch auf den ersten Blick zu bieten hat, anzusehen. Jeder hat so seine Abneigungen, weswegen ein Buch gleich wieder im Regal landet.

Sei es die Aufmachung, der Schreibstil, eine Besonderheit im Klappentext - etwas, was ihr bemerkt und was euch gleich die Lust am Lesen dieses Buches vergrault.

Was sind also eure absoluten No'Gos?

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Ich bin selbst ein extrem wählerischer Mensch, was den Kauf eines Buches angeht. Für mich müssen zunächst das Cover und der Titel aussagefähig und ansprechend sein, damit ich es überhaupt beachte. Ausschließen tue ich meistens schon englische Buchtitel bei deutschen Büchern. So etwas wie "Fight for me" - und vor allem schließe ich Titel aus, die Deutsch und Englisch im Titel vereinen.
Und was mich auch oftmals stört, sind begabte Protagonisten, so stumpf es nun klingen mag. Aber wenn im Klappentext schon die Rede ist von Protagonist XY, der als einziger unglaubliche Kräfte hat und natürlich der Auserwählte ist und die Welt retten soll, ist es bei mir auch schön zu Ende. Ich brauche was Neues. Was Spannendes. Was ich ebenfalls absolut nicht leiden kann, sind nichts aussagende Klappentexte.Nur ein Zitat oder eine kurze Leseprobe reichen einfach nicht, um mich zu überzeugen und führen schlichtweg dazu, dass ich das Buch wieder weglege. Und Fehler. Wenn direkt auf den ersten Seiten offensichtliche Fehler sind, hat das Buch eigentlich gar keine Chance.

Und ich bin mir sicher, dass es da noch einige andere No'Gos gibt, aber ich will ja nicht bis morgen hier sitzen.

-Parsifal
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Doch wenn's euch nicht gefällt
Dann werdet bessere Menschen
Und ihr kriegt 'ne bessere Welt.«
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Re: Buch No'Gos

#2

Beitrag von Sprenkel » Do 13. Dez 2018, 15:17

Hey cool, dass du mal darüber schreibst. Bei mir ist das eigentlich sehr unterschiedlich. Es kommt nämlich darauf an, wo ich auf das Buch aufmerksam werde. Bekomme ich es von einem Freund empfohlen, kann sowohl der Titel, wie auch das Cover und der Klappentext von mir aus nicht sehr aussagekräftig sein - ich würde trotzdem mal hineinschauen. Ähnlich ist es auch bei den Bestsellern. Denn da habe ich die Gewissheit, dass sehr viele Menschen begeistert sind von dem Buch und daher würde ich es mir sowieso mal etwas genauer anschauen.

Bei allen anderen Büchern ist es aber ähnlich, wie du es beschrieben hast. Zuerst schaue ich immer auf den Titel. Sobald ich einen Titel lese, formt sich in meinen Gedanken eine Vorstellung davon. Finde ich die Vorstellung schön oder interessant, nehme ich das Buch aus dem Regal und schaue es mir genauer an. Zum Beispiel "Das Haus der gefrorenen Träume" von Seré Prince Halverson. Ich habe bisher noch nie einen Traum mit einem Aggregatzustand verglichen. Natürlich war mir klar, dass es auch bildlich gemeint sein kann. Dennoch hat dieser Titel mein Interesse geweckt.

Teilweise ist es aber nicht der Titel, sondern das Cover, welches mich besonders anspricht. So war es zum Beispiel, als ich 11 Jahre alt war und begonnen habe, die Warrior Cats Bücher vom Autoren-Team Erin Hunter zu lesen.

Da wir Menschen aber total unterschiedlich sind und jeder sich für unterschiedliche Themen interessiert, kann man nicht sagen, dass ein Cover oder ein Titel besonders ansprechend ist, wiederum ein anderes aber nicht. Denn jeder Titel und jedes Cover wirkt auf jeden Menschen anders. Es ist daher echt cool, dass es eine so breite Auswahl an Büchern gibt.

Wenn ein deutsches Buch einen englischen Titel hat, dann wäre das für mich noch kein Grund, um ein Buch wegzulegen. Schließ­lich sind wir heute in der Gesellschaft so weit, dass wir im Deutschen dauernd englische Begriffe verwenden. Aber wie gesagt, dies wirkt auf jeden unterschiedlich. Auch ein ganz besonderer oder gar auserwählter Protagonist würde mich nicht davon abhalten, ein Buch zu lesen. Ansonsten hätte ich wahrscheinlich die Finger von Harry Potter gelassen.

Fehler in einem Buchtitel oder in einem Klappentext habe ich bisher noch nie gesehen. Und wenn es mitten im Buch mal einen Fehler hat, ist mir das auch egal, da der Inhalt trotzdem verständlich ist und Fehler nun mal passieren können. Und schließ­lich stecke ich dann jeweils schon so in der Geschichte drin, dass mich sowieso nichts mehr davon abhalten kann, das Buch fertig zu lesen.

Um ehrlich zu sein habe ich erst jetzt gemerkt, dass ich das Thema eigentlich ein wenig verdreht habe. Ich habe eher darüber geschrieben, was mich ansprechen würde, statt, was mich nicht ansprechen würde. Hier noch eine Ergänzung dazu: Das Thema des Buches ist für mich sehr entscheidend. Wenn es zum Beispiel um Sport geht, sinkt mein Interesse gleich wieder, da ich Bücher über Sportthemen einfach nicht interessant finde. Genauso ist es auch bei Kriegsbüchern und Horrorbüchern. Das wäre einfach nicht mein Ding und so lasse ich das Buch jeweils gleich im Regal. Wenn es ein Buch dann vom Regal in meine Hände schafft, wird natürlich bald der Klappentext gelesen. Ist dieser für mich zu wenig ansprechend, wird natürlich auch nichts daraus. Bei mir ist es jedoch so, dass ich sehr oft Bücher von Freunden empfohlen bekomme und daher muss ich mich nur selten auf die Suche nach einem Buch machen. Meine Freunde kennen mich nämlich grundsätzlich genug gut, um zu wissen, welche Bücher mir gefallen könnten und wenn ich im Internet dann genauere Informationen über das Buch lese, entscheide ich mich oft dafür, es zu kaufen oder von meinen Freunden auszuleihen.

So, das war es von meiner Seite her.

Freundliche Grüß­e Sprenkel
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