Hjaalmarsch

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Hjaalmarsch

#1

Beitrag von Kratos » Fr 10. Aug 2018, 21:39

Wetter: Bewölkt, aber trocken und windstill
Tageszeit: Mittags
Handlung: Freeplay
“After nourishment, shelter and companionship, stories are the thing we need most in the world.”
― Philip Pullman
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Roric - Morthal, Tor zu seinem Hof

#2

Beitrag von Kratos » Fr 10. Aug 2018, 22:18

Die Karawane hatte er am Morgen verlassen, die Händler waren nach Einsamkeit gezogen. Nicht, dass er es verwunderlich fand. Drachen suchten Himmelsrand heim. Drachen! Wenn er keine Heimat hier hätte, würde er wahrscheinlich auch eher in eine befestigte Stadt ziehen. Bei den Neun, wahrscheinlich hätte er sich längst in der Cidhna-Mine in Markarth verkrochen, und würde sich tiefer in die Erde buddeln.
Aber er hatte eine Heimat. Eine Frau, einen Hof - ein Leben. Und so hatte er sich von der Handelskarawane getrennt, und war den Weg nach Morthal allein weiter gegangen. Es war ohnehin nicht mehr weit gewesen, nur sein Zustand hatte ihn gezwungen, einige, längere Pausen einzulegen, sodass er erst gegen Mittag in der Stadt eintraf. Wenn man Morthal denn eine Stadt nennen wollte.
Morthal war klein, und hatte kaum Häuser aus Stein. Die Stadt war an und um einen flachen See herum gebaut, einige Häuser standen auf Stelzen in ihm. Rorics Füße schmerzten, und sein Tornister, obgleich erschreckend leer, drückte auf seine Schultern.
Er wollte nachhause. Die Zeit in Weißlauf war für seinen Körper eine dringend nötige Erholung gewesen, aber sein Inneres hungerte nach seiner Heimat - und nach seiner Frau.
Etwas außerhalb der eigentlichen Stadt, war ihr Hof. Er war nicht besonders groß, aber einige Reihen Winterweizen und Kohl, sowie Kürbisse und die Nachtschattengewächse, die in der sumpfigen Umgebung Morthals gut gediehen, wuchsen dort. Einige Hühner pickten den kargen Boden ab. Roric suchte mit den Augen nach Lorielle, und sah ihre Gestalt ein Stück vorraus, mit dem Rücken zu ihm.
Seine wunden Füße schienen Flügel zu bekommen, und er schritt kräftig, und federnd aus, eilte ihr entgegen und fasste sie an den Hüften. Langsam drehte er sie zu sich um, und lächelte endlich wieder in das vertraute Gesicht seiner Frau.
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― Philip Pullman
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