Eden - Ringe 4,5,6,7

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Eden - Ringe 4,5,6,7

#1

Beitrag von Kratos » Do 11. Jan 2018, 21:23

Datum: Donnerstag der 13. Juni 2222
Tageszeit: Ab 17:00
Wetter: 20°C, angenehmer Wind
Handlung: Die unteren Ringe sind, durchs Filmfestival, ebenfalls etwas besser besucht als sonst, vor allem durch die Polizei. Illegale Aktivitäten scheinen in dieser Woche einen völlig neuen Grad von unmöglich zu erreichen, weshalb sich sowohl die Hatter, als auch die Orphans zurückhalten. Die Einwohner profitieren natürlich auch von mehr Besuchern.
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Raynara Azikiwe [Hatterin|Neutral] noch Rang 4; im Auto mit Luke

#11

Beitrag von Denarya » Do 15. Feb 2018, 20:36

Natürlich bekam sie prompt die Gegenfrage – und auch wenn es Ray freute, dass ihre beiden Kollegen – und vor allem: Freunde – glücklich miteinander waren, verspürte sie doch einen leichten Stich der Eifersucht. Okay, eigentlich einen ziemlich deutlichen – wenn sie genauer überlegte, war sie schon viel zu lange Single. This queen doesn’t need a king. Or another queen. Folglich hatte sie in letzter Zeit gar nichts gehabt – weder romantisch, noch sexuell, irgendwie war momentan Flaute. „Nee, du hast nichts verpasst.“ Leider. Aber Ray musste zugeben, ihr Lieblingsthema war die Wüste in ihrem Liebesleben nicht gerade – also wurde es definitiv Zeit für einen Themenwechsel.
Also begann sie stattdessen, in der Musiksammlung zu scrollen. „Sag mal, hast du eigentlich irgendwas Vernünftiges hier?!“
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Tatjana Lebedew [Wory|Neutral] In einer Bar in Ring 4

#12

Beitrag von Denarya » Mi 28. Mär 2018, 17:36

17 Uhr. Die perfekte Tageszeit für den ersten Drink, wenn man Tatjana fragte. Und sie wollte gefragt werden – nach Drinks zwar nicht, aber sie war auf der Suche nach einer Gesellschaft, der sie ausnahmsweise nicht nach zehn Minuten eine Knarre an den Hinterkopf halten musste, nur um dann „Das passiert wenn man das Geld nicht zahlt“ in einer grimmigen Tonlage zu knurren. Manchmal wollte sie auch einfach nur auf einem Barhocker sitzen, die Beine überschlagen, und gedankenverloren in ihrem Wodka rühren. Ja, Wodka – ein bisschen Authentik musste sein, auch wenn sie gerade nicht im Dienst war. Aber dann, war sie jemals wirklich außer Dienst? Sie war sich nicht sicher. Aber jetzt gerade hatte sie ihr Arbeitshandy ausgeschaltet, und hielt die Augen nach nichts offen außer nach einer Person, die einer Unterhaltung wert war. Sie wollte nicht zu den Festlichkeiten, sie wollte nicht mit anderen Wory sprechen, sie wollte für ein paar Stunden einfach nur normal sein.
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Alycia Kaldwin [Orphan| Neutral] Bar in Ring 4

#13

Beitrag von Kasper » Mi 28. Mär 2018, 21:55

Al nippte abwesend an ihrem Bier und starrte seit einer kleinen Weile ein einziges, großes Loch in die Luft, während sie die Musik, die in der Kneipe lief, nur nebenbei wahrnahm. Sie hatte sich aus Ring 5 in eine Bar in Ring 4 verzogen, um etwas von der ganzen Orphan-Sache weg zu kommen. Manchmal tat es ihr ganz gut, so zu tun, als würde sie noch heute ein ganz normales Leben führen und wäre immer noch das Mädchen von früher. Vielleicht sogar eine ganz normale Studentin.
Nicht, dass sie das Leben als Orphan nicht genoss, nur manchmal wollte sie sich vorstellen, sie würde ein weniger gefährliches, schlauchendes Leben führen. Das Leben, was sie damals eigentlich hatte führen wollen. Ein Leben ohne die Frage, was in 20 oder 30 Jahren sein würde, wenn sie überhaupt so lange überleben würde. Ein Leben ohne jeden Tag irgendeine Platz- oder Stichwunde nähen zu müssen. Ohne die tägliche Gefahr, abends nicht nach Hause zu kommen. Aber auch ein Leben ohne ihren Bruder und all die anderen. Genau das würde sie nicht vermissen wollen. Die Orphans waren für sie wie eine Familie geworden, auch wenn ihr die Rolle als Mama der Familie nicht immer unbedingt gefiel.
Sie schüttelte den Kopf und stieß genervt einen Luftzug aus. Eigentlich war sie hierhergekommen, um nicht über solche Sachen nachzudenken und sich einfach nur volllaufen zu lassen. Die Bar war angenehm leer, was man von den Straßen draußen nicht behaupten konnte. Das Filmfestival trieb die Leute sogar in die unteren Ringe. Auch wenn man in Ring 5 eher davon ausgehen konnte, dass die Leute eher dorthin fuhren, um sich zu beweisen was für harte Hunde sie doch waren, nachdem sie da unten waren. Im gefährlichen Ring 5 mit all der Bandenkriminalität und Gewalt.
Sie lächelte leise. Momentan ging eh nichts. Nichts mit Gefahr in Ring 5. Mit all den Touristen kamen auch mehr Gesetzeshüter und Speichellecker der Regierung. Jetzt etwas zu starten wäre, wie die „Sie kommen ins Gefängnis“-Karte im Monopoly ziehen, nur ohne die Freikommen-Karte. Keiner, sei es nun Orphan oder Hatter, hatte wirklich Lust so einfach in den Knast zu wandern. Also hieß es warten. Und sich langweilen. Die einzig richtige Lösung hieß also, die Zeit im Delirium zu verbringen. Und daran arbeitete sie schon seit fast einer Stunde. Blöd nur, dass sie das Zeug mittlerweile gewohnt war und noch lange nicht betrunken genug um sich nicht über die Situation aufzuregen. Zum Glück war der Abend noch jung und sie hatte gerade erst mit ein paar Bier angefangen. Sie seufzte einmal und hob ihren Hintern vom Barhocker, nachdem sie den letzten Zug aus ihrem Bier getrunken hatte. Sie brauchte eine Zigarette.
Die Zigarette schon im Mund klopfte sie auf dem Weg nach draußen die Taschen ihrer Lederjacke, dieses Mal eine ohne Zeichen der Orphans, ab; auf der Suche nach ihrem Feuerzeug. Sie schnaubte genervt an ihrer, verdammt noch mal immer noch nicht brennenden, Zigarette vorbei und sprach die junge Frau, die ihr gerade durch die Tür entgegen kam, an. „Geile Frisur.“, grinste sie und zuckte mit den Augenbrauen Richtung rote Löwenmähne, die auf dem Kopf der größeren Frau explodiert war. „Du hast nicht zufällig Feuer? Im Austausch für einen Drink?“ Alleine trinken war langweilig und allein schon wie das Mädchen vor ihr rumlief, machte sie interessant. Alycia war schon immer interessiert an ausgefallenen Menschen.
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Tatjana Lebedew [Wory|Neutral] Bar in Ring 4; bei Alycia

#14

Beitrag von Denarya » Do 29. Mär 2018, 13:58

Tatjana war nicht einmal ganz durch die Tür, als sie angesprochen wurde. Das musste ein neuer Rekord sein – normalerweise schaffte sie das nur mit einem weiten Ausschnitt. Umso interessanter machte das die Person, der sie nun gegenüber stand und die gerade mit den Augenbrauen in Richtung ihrer Haare zuckte. Achja, richtig, der Gesprächsaufhänger. Bevor sie allerdings antwortete, nahm sich die Wory einen Moment Zeit, die Fremde zu mustern. Sie war selbst nicht gerade unauffällig – ihre kurzen Haare und die dicke Brille waren nur kleine Details, der Blick lag auf etwas anderem. „Schicke Narbe“, grinste sie schließlich zurück und hoffte, dass ihre Augen sagten, dass sie es nicht böse meinte. Sie wollte diese potentielle Gesprächspartnerin nicht gleich vertreiben. Schließlich war sie – das konnte sie nur immer wieder betonen – heute nicht im Dienst.
Umso verlockender war das Angebot der Fremden. Sie hatte ohnehin nicht geplant, alleine zu trinken, und außerdem konnte sie selbst auch gut eine Zigarette brauchen. Also drehte sie sich wieder um und begleitete die Frau zum Ausgang. „Klingt nach einem vernünftigen Deal“, erwiderte sie, während sie im Laufen durch die Taschen ihrer Lederjacke kramte. Schließlich blieb sie neben der Tür zur Bar stehen und förderte sowohl ein Feuerzeug, als auch eine Packung Zigaretten zutage. Triumphierend steckte sie sich selbst eine zwischen die Lippen, aber – ganz die Gentlewoman, die sie nicht war – zündete die Zigarette der anderen Frau zuerst an. Anschließend verstaute sie das Feuerzeug wieder und lehnte sich an die Wand. Von dort aus konnte sie bequem einen zweiten prüfenden Blick auf die Frau werfen – sie war attraktiv, das konnte man nicht leugnen, und die Narbe tat dem nichts, ganz im Gegenteil.
„Übrigens, ich heiße Jana“, stellte sie sich schließlich vor und verwendete dabei ihren Spitz- beziehungsweise Decknamen. Sie brauchte diesen nicht oft, die meisten, mit denen sie verkehrte, hatten guten Grund zu wissen wer sie war. Aber man konnte nie vorsichtig genug sein, und auch wenn das hier kein Job war, hieß das doch nicht, dass diese Frau nicht irgendwelche Risiken unter ihrer Kleidung versteckte. Also, zum Beispiel eine Pistole. In dieser Stadt, an diesem Tag – es glich einem Pulverfass. Umso seltsamer war es, hier jemanden um diese Tageszeit anzutreffen, abseits der Feierlichkeiten. Tajana hatte einen Blick in die Bar hineingeworfen – bis auf ihre Gesprächspartnerin war diese quasi leer. Umso interessanter machte das die Fremde.
„Und, auch keinen Bock auf die Feierlichkeiten?“
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Zeitsprung

#15

Beitrag von Kratos » Di 22. Mai 2018, 11:24

Datum: Freitag, 29. August 2222
Tageszeit: Ab 16:00
Wetter:
Eden: Starker Wind, Regenfälle, 4°C (Sturmwarnung wurde ausgegeben)

Eden Ring 4,5,6,7
Handlung: Die heftigen Regenfälle der letzten Wochen haben in den unteren Ringen bereits gewissen Schaden angerichtet: Relativ viele Keller sind bereits ausgepumpt worden, und es gibt immer mal wieder Straßenecken, an denen die Gullis weggeschwemmt wurden. Die meisten Bewohner der Ringe gehen, wenn sie nicht müssen, nicht mehr aus dem Haus. Die Schulen in den unteren Ringen öffnen zur Zeit nicht. Die Feuerwehr schiebt dafür Überstunden.

Mad Hatter: Die Hatter treffen sich im Hauptquartier, wo Luke allen freie Unterkunft gewehrt, solange das Unwetter anhält, und besprechen Maßnahmen.

Orphans: Die Orphans treffen sich in ihrem Hauptquartier.
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Re: Eden - Ringe 4,5,6,7

#16

Beitrag von Alain » Sa 2. Jun 2018, 22:44

Prince [Orphan] - Hauptquartier d. Orphans | Bei der Vollversammlung

Das Stimmengewirr wurde lauter und lauter, je mehr Orphans in den Raum kamen, viele klitschnass vom Regen. Prince zog besorgt die Augenbrauen zusammen und warf einen Blick zum Fenster. "Okay, haltet mal alle kurz die Schnauze!", rief er in die Menge. Charmant, wie immer.
"'n paar von euch," er nickte den klatschnassen Leuten zu, die gerade erst reingekommen waren, "haben sicher bemerkt, dass es 'n bisschen regnet. Ich will, dass ihr alle in euren Wohnungen bleibt, bis diese Unwetter vorbei sind. Keine Patrouillen, nichts. Bringt euch nicht in Gefahr. Und wenn ihr keinen Platz zum Bleiben habt, dann bleibt ihr eben hier, wir haben noch Wohnungen frei. Könnte etwas kuschelig werden, aber besser als draußen absaufen."
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Re: Eden - Ringe 4,5,6,7

#17

Beitrag von Kratos » Mo 18. Jun 2018, 15:22

Luke (Anführer der Hatter); Hauptquartier der Hatter in Ring 4
Heute morgen hatten sie den Keller auspumpen müssen. Es war einfach nur Glück gewesen, dass nichts von Wert in diesem Keller gewesen war, aber Luke hatte trotzdem seine Vorsichtsmaßnahmen verstärkt. Alles, was beschädigt werden konnte, war ins obere Stockwerk verlegt worden, sodass er nun in einem mehr oder weniger kahlen Raum stand, und auf die anderen Hatter wartete.
Er hoffte, dass es alle schaffen würden. Das Wetter war ein Albtraum, und er machte sich Sorgen. In solchen Zeiten war es wichtig, dass er sich auf seine Familie besann. Und seine Familie - nun, das waren die Hatter. Sein Vater, dessen Stellvertreter und andere, sie alle hatten ihm die Verantwortung für diesen Haufen überlassen. Sonst hatte er niemanden. Und gerade hatte er Angst.
Den ganzen Tag schon hörte er Krankenwagen und die Feuerwehr hin und her fahren, und hoffte inständig, dass es niemand von seinen Leuten war, der in Schwierigkeiten steckte.
Er warf einen nervösen Blick auf die Uhr, und versuchte, sich selbst zu beruhigen. Wer jetzt noch nicht da war, würde nachkommen, da war er sich sicher.
Er straffte sich, und schob all seine Nervosität und Sorge beiseite. Er wurde der Boss.
"Hey Leute", begann er. "Gut, dass ihr alle so kurzfristig kommen konntet - erstmal hoffe ich, dass es euch allen gut geht. Wer keine Wohnung in drei oder den höheren Ringen hat, sollte erstmal hier bleiben." Das waren so ziemlich alle. "Hier können wir uns immerhin immer noch gegenseitig helfen. Das heißt: Sollte jemand von euch von den Bullen gesucht werden, wäre jetzt ein geeigneter Zeitpunkt, um damit zu mir zu kommen, damit ich Bescheid weiß. Keine Sorge, ich setze deshalb niemanden vor die Tür. So weit, so gut. Noch Fragen?"

Mike Hawkings - Orphan - Hauptquartier der Orphans
Mike tropfte. Aber, da alle anderen um ihn herum auch tropften, war das gar nicht so schlimm. Nur, dass ihm kalt war. Das war schlimm. Und das wurde auch nicht besser dadurch, dass allen anderen auch kalt war.
Missmutig lauschte er Prince' Worten. Dieses verdammte Unwetter könnte sie Revier kosten. Auf der einen Seite glaubte Mike nicht, dass irgendjemand bescheuert genug wäre, seine Leute bei diesem Dreckswetter rauszuschicken, auf der anderen Seite konnte man eben nie wissen. Er biss die Zähne zusammen, und schluckte eine heftige Erwiderung, die die Worte "feige Säue", "verkriechen" und "den Schwanz einziehen" beinhaltete, und niemandem weiterhelfen würde.
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Raynara Azikiwe [Hatterin|Neutral] Hauptquartier der Hatter [Ring 4]

#18

Beitrag von Denarya » Mi 20. Jun 2018, 12:35

Regen. Nichts als Regen. Unermüdliche Tropfen, die mal stärker, mal schwächer vom Himmel fielen – und allmählich ging Ray das ganz schön auf den Keks. Eigentlich mochte sie solches Wetter, liebte sie Gewitter, die dicke Luft davor, die Blitze dazwischen und schließlich den frischen Duft danach. Aber das hier hatte nichts mit Donnern und Lichtern am Himmel zu tun, das hier war einfach nur Regen, und es ging ihr auf die Nerven. Seit Tagen saß sie mittlerweile fest – und sie war nicht dafür bekannt, lange stillsitzen zu können. Mehr als einmal war sie von ihren Kollegen, besonders von Luke, schon mit einem ungeduldigen Hund verglichen worden, der manchmal eben Auslauf brauchte – und so fühlte sie sich jetzt grade auch. Die letzten Tage hatte sie wirklich nur auf dem Sofa ihrer WG gesessen, Videospiele gespielt und sich dabei zu Tode gelangweilt. Dabei wäre es so schön, einfach mal wieder einen Fuß auf die Straße zu setzen, und selbst wenn sie dann knöcheltief im Wasser stünde…. Aber ihre Mitbewohnerin hatte sie davon wohlweislich abgehalten.
Mit einem kleinen, ungeduldigen Seufzer wandte sie sich Luke zu, der hoffentlich irgendwelche interessanten Neuigkeiten hatte. Aber das war unwahrscheinlich, und solange er nicht sprach, würde sie das wohl anders kompensieren müssen. Zum Beispiel damit, dass sie unaufhörlich mit dem Knie auf und ab wippte – das kam davon, wenn man auf einer Sofalehne saß. Sie machte das nicht einmal absichtlich, aber es war wieder ihre Natur, so lange still zu sitzen. Feuer in den Adern, hatte sie mal gelesen. Oder Hummeln im Hintern.
In diesem Moment fing Luke – endlich! – mit seiner Ansprache an. Nicht, dass diese ihre Laune verbessern würde – nun sollte sie also hierhin umziehen. Na, dafür musste sie aber noch einmal zurück in die Wohnung, schließlich brauchte sie mindestens das Ladekabel ihres Handys, um es hier auszuhalten ohne einzugehen. Immerhin wurde sie nicht von den Cops gesucht, auch wenn das das ganze vielleicht etwas spannender gemacht hätte. „Also – die Devise ist abwarten und Tee trinken?“ Diesen Kommentar konnte sie sich trotz allem nicht verkneifen. Sie wollte nicht Lukes Autorität anzweifeln, das wäre dumm, und es war auch nicht böse gemeint, immerhin war er ihr Freund, aber – sie brauchte Auslauf. Das waren die Hummeln im Hintern, oder das Feuer in den Adern. Eins von beidem bestimmt.
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Cedric Atwood | Hatter, Neutral | Ring 4, Hauptquartier der Hatter

#19

Beitrag von Palontras » Mi 20. Jun 2018, 17:31

Wie fast immer, wenn Cedric im Hauptquartier der Mad Hatter herumhing, fläzte er sich in einem in die Jahre gekommenen Ledersessel, den er quasi für sich auserkoren hatte. Er war oft hier, öfter als in seiner eigenen Wohnung, einfach weil er nicht gern allein war. Heute jedoch war der Grund ein anderer. Der Regen wollte einfach nicht aufhören, sodass sie heute Morgen schon den Keller auspumpen mussten. Zwar waren keine großartigen Schäden entstanden, doch das meiste, was diesen Raum ausgemacht hatte, war in das obere Stockwerk verfrachtet worden, sodass er nun ziemlich leer und kalt wirkte.
Endlich fing Luke schließlich an zu reden. Sah so aus, als würde Cedric für die nächste Zeit offiziell hier einziehen. Nicht, dass es einen allzu großen Unterschied machte, er lebte ja jetzt schon quasi hier. Er hoffte, dass momentan niemand allzu große Probleme mit der Polizei hatte, wenn sie alle auf einem Haufen waren, könnte das eventuell Ärger geben. Aber natürlich würde Luke niemanden deswegen wegschicken, wie er ja schon selbst gesagt hatte.
Eine Stimme ließ den jungen Mann seinen Kopf zu Raynara drehen. Er hatte sie bisher als etwas hyperaktive und sehr direkte Person kennengelernt, doch er selbst hätte den Kommentar Luke gegenüber vermutlich nicht losgelassen. Cedric war zwar ein überaus sarkastischer und regelrecht arroganter Mensch, doch bei dem Anführer der Hatter verhielt er sich schon sehr respektvoll, aus Angst, die Mad Hatter zu verlieren (auch wenn er das vermutlich nie zugeben würde). Das "Sir" zum Beispiel, hatte er sich nie abgewöhnen können.
"Falls du keinen mystischen Regentanz beherrschst", sagte er nun aber doch noch, zwar nicht unhöflich, doch mit einer fast schon gelangweilten, lässigen Stimme. Natürlich wusste er, dass Raynara Luke recht nahe stand, doch war sie eben nicht Luke und der Kommentar war jetzt nun wirklich kein richtiger Angriff gewesen. So war er nunmal einfach.
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Re: Eden - Ringe 4,5,6,7

#20

Beitrag von Alain » Fr 22. Jun 2018, 15:03

Fynn Finley [Hatter | Neutral] - Hauptquartier d. Hatter | Bei Luke


Luke war den ganzen Tag schon angespannt, und Fynn konnte ihn dabei sehr gut verstehen. Es waren schwierige Zeiten, diese Unwetter brachten sie alle in Gefahr und zwar mehr, als Fynn es dem Wetter je hatte zusprechen wollen. So ein bisschen Regen -- das hatte er zumindest immer gedacht. Aber solche Stürme hatte er auch noch nie erlebt und wenn, dann hatte er es kaum gemerkt, in einer Villa im ersten Ring von Eden. Er war immer sicher gewesen. Und jetzt...? Fynn fröstelte leicht und zog Lukes Jacke ein wenig enger um sich.
Unbewusst tastete Fynn nach Lukes Hand. Es war gut, dass er die Hatter hier bleiben ließ, niemand sollte bei diesem Wetter draußen sein. Er lehnte sich leicht gegen die Brust seines Freundes, warf Ray einen halbgenervten Blick zu, sagte allerdings nichts zu ihrem Kommentar. Cedric übernahm das ja schon.
"Alles wird gut, Luke," flüsterte Fynn stattdessen seinem Freund zu und drückte leicht seine Hand. "Wir schaffen das schon irgendwie."
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