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Puls der Zeit - Play

Verfasst: Mi 25. Okt 2017, 18:46
von Kratos
Hallöchen!
Das hier ist das Play zu "Puls der Zeit".
Generelle Infos zum Play findet man in der Planung.

Dieser Post hier ist ein reiner Übersichtspost, es ist also durchaus sinnvoll, ihn sich regelmäßig anzusehen. Alle Infos wie Wetter, Tageszeit, Handlung etc findet ihr hier.

Postregeln:
  • Nur mit angenommenen Charakteren posten
  • In der Überschrift Charakter und Aufenthaltsort angeben; bei mehren Charakteren in einem Post bitte die Postüberschrift nicht verändern, sondern es im Beitrag selbst als gesonderte Überschrift setzen
  • Keine unabgesprochene Gewalt
  • Kein Powerposting
Viel Spaß!

Playinfos

Datum: 1.1.2017
Uhrzeit: 12:00 vormittags
Wetter: Der Neujahrsmittag ist immer noch ein wenig vernebelt, ab und an schauert es ein wenig, auch, wenn es eher Sprühregen ist, der in die Kleidung kriecht und alles klamm und feucht macht. Theoretisch sind es jedoch 9°C, also relativ warm für diese Jahreszeit. Nur die Sonne kann sich nicht durch die Wolkendecke durchsetzen.
Ausblick: Der erste Tag des neuen Jahres ist für viele Leute ein neuer Anfang, aber manche schleppen auch immer noch Altlasten mit sich herum. Das letzte Jahr war geprägt von Unsicherheit, Terror, prominenten Todesfällen, Unwetter und vielem anderen. Die Gesellschaft hat sich verändert, das Leben hat sich verändert. Zeit für einen neuen Anfang, Zeit dafür, Vorsätze zu fassen und umzusetzen, und sich neuen Herausforderungen entgegen zu stellen.

+++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++
Die TageszeitungAnzeigen
Die Flüchtlingskrise und die CDUAnzeigen
Die Menschen haben das Vertrauen in die Regierung verloren – und die Regierung ein Glücksspiel.

Man sollte meinen, Frau Doktor Merkel habe in und mit der Flüchtlingskrise einen guten Job gemacht. Zumindest weisen Vertreter ihrer Partei ab und an darauf hin, wenn es um die Neuwahlen im September geht. Die Wahrheit ist aber, dass das Unsinn ist. Frau Merkel hat eine richtige Entscheidung getroffen: Die Grenzen offen zu lassen, und damit das Bild der „Festung Europa“ eindeutig zu schwächen. Aber: nur die Grenzen aufmachen bedeutet noch lange nicht, man habe etwas „gut gemeistert“, und es bedeutet auch noch lange nicht, dass es vorbei ist, nur, weil jetzt weniger Flüchtlinge kommen.
Wenn man sich die Umfragezahlen der Union ansieht, dann weiß man auch, dass die Bürger nicht mehr bereit sind, sich so an der Nase herumführen zu lassen. Immerhin sind die Probleme mittlerweile allgegenwärtig – zumindest wirkt es so. Dass es in Wirklichkeit ein wenig anders aussieht, und es eher um altbekannte Problematiken geht, die aktuell mehr hochkochen, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Egal, was man macht, man kann nicht leugnen, dass diese Position der Untätigkeit und der Merkelschen Raute eben den Bewegungen, die aktuell die größte Gefahr für unsere freiheitlich-demokratische Verfassung darstellen, Auftrieb geben. Und man kann nur hoffen, dass die Bundesregierung daraus lernt: Die Auffanglager der Geflüchteten in Libyen brauchen einfach nur mehr Unterstützung; in der Vergangenheit waren Finanzspritzen für Flüchtlingslager in Afrika nicht unüblich, wirklich unüblich ist es auch heute noch nicht, nur, dass wir das Geld, statt es an die zu schicken, die es brauchen, jetzt lieber einer wachsenden Diktatur unter einem Despoten in den Rachen werfen. Kann man natürlich auch so machen, aber vielleicht kehrt man ja lieber zum alten System zurück, nachdem der Versuch mit den Sparmaßnahmen uns nun sicherlich dreimal so viel gekostet hat, wie es gewesen wäre, wenn wir alles beim Alten gelassen hätten. Vielleicht lernt man ja dazu, denn so lange der Nahe Osten nicht wirklich befriedet ist – und zwar aus sich selbst heraus – wird die „Festung Europa“ immer wieder mit solchen Strömen zu kämpfen haben.
Wohnungsnot - NotwohnungAnzeigen

Jeder vierte Deutsche lebt in einer Wohnung, in der er nicht immer bleiben will: Jeder siebte zieht seit Jahren planlos durch die Gegend.

In Deutschland herrscht Wohnungsmangel. In Berlin Wilmersdorf werden aktuell sogenannte „Mikroappartments“ gebaut: 23m² inklusive Küche und Bad, und das ganze soll 450€ kosten. Kalt. Die Bezirksregierung reagiert damit auf die wachsende Wohnungsnot, auf immer mehr WBS-Anfragen, die sie einfach nicht stemmen kann, und auf die Fragen der Anwohner, auch, wenn diese von dem Manöver eher wenig beeindruckt sind. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass diese Mikroappartments kaum jemandem zugemutet werden können, und wieder nur Menschen zu gute kommen, die wirklich nur kurz irgendwo bleiben – für die lange Sicht ändert sich nichts.
Mieterbünde und auch Demographieforscher fordern seit Jahren, dass man im Wohnungsbau etwas ändern muss, denn auf der einen Seite campen jährlich neue Studenten vor der FU, TU und der Humboldt-Universität, wenn sie in den Zulaufmonaten nirgendwo einen Wohnplatz bekommen, auf der anderen Seite gibt es Wohnung, die leer stehen, weil sie zu teuer, zu schlecht sarniert oder vielleicht ganz und gar verödet sind.
Der Berliner Senat will dagegen vorgehen, aber offensichtlich sind Gelder und Platz nicht da; vielleicht wäre es doch eine Idee, das staatliche Wohneigentum zu erhöhen?
Ein friedliches neues JahrAnzeigen
Nach den Übergriffen im vergangenen Jahr, wird 2017 unproblematischer eingeleitet

2016 gingen Schreckensbilder und -nachrichten durch ganz Deutschland: Die organisierte Vergewaltigung von Frauen am Silvesterabend sorgte noch Monate lang für Debatten und Rücktritte. Dieses Jahr ist das Neujahrsfest ruhiger von Statten gegangen. Natürlich gab es wieder Überfälle, und einige Fälle von Bränden. Die Berliner Feuerwehr rückte insgesamt 276 Mal aus, was ein Rückgang um 10 Einsätze im Vergleich zum letzten Jahr ausmacht. Die Berliner Polizei meldete einen Rückgang von angezündeten Autos und Diebstählen um zehn Prozent.
Generell hatten die Einsatzkräfte auf ein wesentlich turbulenteres Silvester vorbereitet, als es letzten Endes dann war.
11 Tote in BagdadAnzeigen
Bei einem Anschlag kamen in der iranischen Hauptstadt Bagdad 11 Menschen ums Leben

In der Nacht auf den 31.12 kam es in Bagdad zu einem Selbstmordattentat: Der Täter, der bisher noch nicht identifiziert werden konnte, sprengte sich auf dem Campus der University of Bagdad in die Luft. Der Daesh bekannte sich wenige Stunden später zu dem Anschlag, und ließ verlauten, dass weitere Anschläge folgen würden, wenn die Hochschule für Frauen weiterhin an die Universität angeschlossen sein würde. In der Vergangenheit versuchten viele Radikale, die Hochschule für Frauen zu boykottieren und zu schließen – doch die Regierung setzt sich nach wie vor dafür ein, dass Frauen im Iran zu Bildung kommen.
Die zehn Opfer des Attentäters waren allesamt männlich, und Studenten der Universität. Die europäischen Staatschefs drückten ihr Mitgefühl aus.
FotoAnzeigen
Einbrüche, Übergriffe und geklaute AutosAnzeigen
Auch in diesem Jahr hielt Silvester uns wieder in Atem.

Die Kölner Polizei informierte darüber, dass in diesem Jahr wieder über 4000 Autos in der Rheinstadt gestohlen oder demoliert wurden. Sie verwiesen auf die Aktivitäten der lokalen Antifa.
In Berlin brannten wieder mehrere hundert Autos ab, und ein geschätzter Schaden von 400.000 Euro kam durch Ladeneinbrüche zustande. Die Polizei am Kölner Hauptbahnhof kontrollierte vornehmlich Asylanten und Immigranten, bevor sie sie weiterziehen ließen. Das erklärt auch den Erfolg der Domstadt, die Übergriffe des letzten Jahres nicht wieder aufkommen zu lassen.
Liebesaus im Jahreswechsel?Anzeigen
Das Supermodel Heidi Klum hat angeblich mit ihrem Freund Schluss gemacht.

Schon seit einer Weile krisselt es mehr, als dass es kribbelt, und laut einer Bekannten soll das Topmodel am 30.12. mit ihrem 13 Jahre jüngeren Freund Schluss gemacht haben. Ein Grund könnte Heidis Ex-Mann Seal sein, oder Probleme mit den Kindern aus erster Ehe. Das Topmodel schweigt bisher eisern.
+++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: Mo 5. Feb 2018, 21:31
von Parsifal
Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

Bei Renés Worten musste Colin tatsächlich losprusten. "Nein, eigentlich nicht", gab er zurück und nippte an seinem Kaffee, um gar nicht erst in unkontrolliertes Lachen auszubrechen. Er konnte sich nun wirklich nicht daran erinnern, mal anders gewesen zu sein. In der Grundschule schon hatte er anderen Kindern ihre Buntstifte weggenommen und sie zerbrochen, oder hatte ihre Etuis angemalt oder ihnen den Stuhl unterm Hintern weggezogen, wenn sie sich hinsetzen wollten. Und das nur, weil ihm langweilig gewesen war. Und natürlich, weil ausrastende Lehrer wirklich lustig anzusehen waren. In der Grundschule hatte Colin ein paar Freunde in der vierten Klasse gehabt, aber dann war er geflogen. Und auf der neuen Schule hatte es Cliquen gegeben, in die er nicht hereingepasst hatte. Das, und ein noch langweiligerer Untericht, hatten wohl ihren Teil dazu beigetragen, dass Colin heute so war, wie er war. Das Trinken, Rauchen, Klauen und Leuten das Leben schwer machen kam erst sehr viel später. Er hatte nie wirklich gute und enge Freunde gehabt - oder anders gesagt, Menschen, die ihm wichtig waren. Und eigentlich war das ja schon traurig. Andererseits brauchte man auch keine Idioten in seinem Leben, und das traf auf 99% der Menschen auf dieser Erde zu. "Aber ich gebe mir Mühe, ein sozialerer nicht ganz so großer Scheißkerl zu sein", meinte Colin weiter und grinste René an. "Ich habe dir immerhin nicht auf die Schnauze gehauen." Und er benahm sich sogar halbwegs. Ein weiteres Pfannkuchenröllchen verschwand, und er sprach mit vollem Mund weiter. "Ich bin 17. Und tatsächlich arbeite ich für meine Kohle. Teilweise zumindest." Das bisschen Taschengeld aus dem Heim ging für Kippen, Feiern und Alkohol drauf, und das meist sehr schnell. "Das bedeutet nicht, dass ich klaue", fügte Colin gespielt ernst hinzu. Aber er musste ja nicht direkt mit der Tür ins Haus fallen und verraten, dass er in einem beschissenen Heim lebte.

René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

Verfasst: Mi 7. Feb 2018, 15:39
von Locksley
Der Typ war also tatsächlich noch ein bisschen jünger, als René geschätzt hätte. Was eine ganz andere Frage aufwarf: war René schon alt genug, um sich über die Jugend von heute beschweren zu dürfen? Geistig bestimmt und das zählte doch.
„Also ein nicht ganz so großer Scheißkerl, mit einem Hang zu Aggressionen, der sein Gehalt auf alternativen Wegen aufstockt aber ganz bestimmt nicht klaut?“, fasste René zusammen, tat sich aber wohlgemerkt ein bisschen schwer damit, Colin den ‚ich klaue nicht‘-Teil auch tatsächlich zu glauben.
„Ein wahrer Traumschwiegersohn also.“
René wären noch ganz andere Erwiderungen eingefallen, aber er wollte jetzt wirklich nicht mit Colin über dessen Lebenseinstellung diskutieren. Wenn der tatsächlich so stolz darauf war, wie es sich anhörte, würde das ja sowieso nichts bringen.
„Naja, solltest du wirklich mal in Geldnot kommen, kannst du immer noch versuchen, deinen Lebensunterhalt als Staubsauger zu verdienen“, ergänzte René, wieder amüsierter, um von dem anderen Gesprächsthema wegzukommen. Er deutete übertrieben auf den Teller, der schon fast leer war und rettet sich sein zweites Crêpe, bevor Colin dies auch in sich reinstopfen konnte.

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: Do 8. Feb 2018, 14:13
von Parsifal
Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

Schade, dass das Frühstück schon fast zu Ende war. Immerhin gab es genug Nachschub an Kaffee, weswegen Colin kurzerhand noch einmal aufstand und seine Tasse zum dritten Mal füllte. Immerhin fühlte er sich halbwegs gesättigt und bereit für den kommenden Tag, auch wenn dieser nicht sehr viel versprach. Vielleicht Training in der heimeigenen Halle oder im Studio - sofern er denn nicht hatte arbeiten müssen, dann würde es dort nur Ärger geben. Colin schnaubte bei Renés Worten nur und nahm sich einige Momente, um zu antworten. "Hast du nicht gehört, was ich gesagt habe? Ich habe einen Job." René wollte ihm wohl wirklich nicht glauben, dass er nicht unbedingt kriminell war. Nun ja, schon, aber in einem annehmbaren Rahmen. Er stahl ja nicht, weil er Geld brauchte, sondern weil es ihm Spaß machte. "Ich verdiene meine Kohle ganz vernünfig und legal in einem Kampfsportverein, Prinzessin." Okay, er machte überwiegend Papierkram, aber er trainierte auch oft und durfte Hilfstrainer spielen. "Und auch der Rest ist ganz legales Geld." Zu spät erkannte Colin, dass es sich bei Renés Worten um einen Scherz gehandelt hatte, und als die Erkenntnis kam, schaute er ein wenig perplex drein. Und schnappte sich den letzten Pfannkuchen. "Aber Staubsauger find ich auch super."

René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

Verfasst: Fr 9. Feb 2018, 14:11
von Locksley
„Genug Übung scheinst du ja zu haben“, blieb René noch kurz beim Staubsaugerthema und bedachte Colin mit einem gespielt zweifelnden Blick, während dieser auch den letzten Crêpe für sich beanspruchte.
„Wenn du Nachschub willst musst du deinen Hintern aber dieses Mal selbst an den Herd schwingen“, ergänzte er dann noch und trank den letzten Schluck von seinem Milchkaffee. Normalerweise reichte eine Portion auch länger, aber für Staubsauger zählten diese banalen, weltlichen Regeln scheinbar nicht. Doch René war für diesen Morgen genügend produktiv gewesen. Die Nacht war doch sehr kurz gewesen. Obwohl René ja schon hoffte, dass wer auch immer dieses Jahr mit Fotos zusammenstellen beauftragt worden war, das bald erledigt haben und den Dropbox Link rumschicken würde, die Fotos wollte René sich nämlich ansehen. Der ganze Aufwand in der Garderobe gestern musste sich ja gelohnt haben.
René lehnte sich ein bisschen auf seinem Hocker zurück und betrachtete Colin. In einem Kampfsportverein also? Irgendwie überraschte diese Info René nun so gar nicht. Passte irgendwie. Wobei er sich Colin ja schlecht als Trainer vorstellen konnte. Zu wenig Geduld und zu viele Beleidigungen. Vielleicht durfte er ja hinterher fegen oder so.
„Guckst du in deinem Verein freundlicher, oder ist deinem Boss nur noch nicht aufgefallen, dass du es bist, der die Mitglieder vergrault?“, meinte René dann noch mit leicht spöttischem Tonfall. Doch wenn sich Colin mit seinen Kommentaren unbedingt weiter über Renés Sexualität lustig machen wollte, sollte er sich auch nicht wundern, wenn René den Spott zurückgab.

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: So 11. Feb 2018, 11:24
von Parsifal
Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

"Glaub mir, mich willst du nicht in deiner Küche haben", meinte Colin und leckte sich etwas Marmelade von der Lippe. In einem staatlichen Jugendheim in Braunschweig hatte es keine Kantine, sondern eine eigene Küche für die Bewohner gegeben. Und nach seinen Kochversuchen war da nun ein bräunlicher Fleck an der Decke. Diese Erinnerung brachte Colin zum Grinsen - sie hatten ihm damals tatsächlich Kochverbot aussprechen wollen, doch war es natürlich nicht durchgegangen, denn wie sonst hätte er sich ernähren sollen? Colin schob den nun leeren Teller von sich und sah, noch immer grinsend, zu René hinüber. "Ach, in diesem Milieu ist meine Art gerne gesehen", erklärte er übertrieben freundlich. "Die mögen es doch, wenn man sie anschreit. Das nennt man Motivation." Sein Trainer war ein genauso großer Arsch. Okay, nicht ganz, eher ein Arsch von etwas anderer Art. "Mein Boss mag mich." Auch das entsprach nicht ganz der Wahrheit, denn er war nur angestellt worden, weil... Ja, warum eigentlich? Colin hatte das Bewerbungsgespräch absichtlich verkackt und war trotzdem angenommen worden. Aber immerhin bekam er Geld.

René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

Verfasst: So 11. Feb 2018, 13:51
von Locksley
„Keine Sorge, ich bin als Feuerwehrmann qualifiziert“, erwiderte René und musste Grinsen, als er an diesen einen Auftritt zurückdachte. Zumindest sah er in der Uniform heiß aus und seine Künste mit dem Feuerlöscher waren ja wohl unübertroffen. Musste er eigentlich nochmal machen.
Wie auch immer, das konnte er auch später noch planen. René stellte seinen leeren Teller auf Colins, streckte sich dann nach einer Schublade und schaffte es sogar, sich einen langen Löffel zu angeln, ohne von seinem Hocker zu fallen. Der Vorteil einer kleinen Küche. Der Kaffee war alle, aber da war noch Milchschaum in seinem Glas und den würde René sicher nicht verkommen lassen.
„Ah ja“, meinte René auf Colins Erklärung und begann, den restlichen Schaum aus dem Glas zu Kratzen. ‚Das erklärt so einiges‘ hätte er dann fast gesagt, verkniff es sich aber doch, als ihm eine bessere Erwiderung einfiel.
„Stehst du auf sowas?“, fragte er mit gespielter Ernsthaftigkeit, die spätestens von seinem Grinsen verraten wurde.
„Den mächtigen Alpha raushängen zu lassen und andere Leute fertigzumachen? Oder…“, er legte eine dramatische Pause ein und nutze diese, um den Milchschaum deutlich suggestiver von seinem Löffel zu lecken, als es notwendig gewesen wäre.
„Oder lässt du dich vielleicht lieber anschreien? Hat sicher auch was“, schloss er und zwinkerte Colin zu.
Irgendwie machte das ja auch Spaß. Die meisten hetero Kerle, die er kannte, wären schon längst an die Decke gegangen, aber Colin machte den Spott bisher mit und irgendwie interessierte es René, wo da wohl die Grenze war.

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: Di 13. Feb 2018, 13:56
von Parsifal
Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

Colin blinzelte skeptisch zu René hinüber und schüttelte über die Aussage nur den Kopf. "Bringt aber auch nichts, mon ami, wenn dir die halbe Wohnung weggesprengt wird", meinte er und starrte auf den dunklen Rest Pulver in seiner Tasse. Er hatte die französischen Bücher in den Regalen sehr wohl bemerkt und sogar einige der Titel verstanden oder wiedererkannt. Colin hatte damals Französisch in der Schule gehabt - und, nun ja, eine fünf auf dem Zeugnis oder so - aber eigentlich war sein Sprachverständnis ganz in Ordnung. Sprachen waren so einfach zu lernen wie das kleine Einmaleins, aber es hatte keinen Sinn, irgendeine Sprache zu lernen, wenn man ohnehin nie aus Deutschland herauskam. Colin seufzte. Manchmal würde er schon gerne eine längere Reise unternehmen, Work and Travel machen oder so, aber er hatte keine Kohle und würde wohl auch nie genug haben. Er ließ sich von René aus seinen Gedanken ziehen und sah wieder zu ihm hin. "Klar", gab er zurück und hob eine Schulter. "Du wirst es nicht glauben, aber das Gebrüll bringt tatsächlich etwas, um diese faulen Fettärsche hochzukriegen. Und mein Arsch bewegt sich dann auch lieber." Und da er sich eben nicht selbst anbrüllen konnte, übernahm die Musik diesen Job. Zumindest beim Joggen. "Aber von richtigem Sport verstehst du ja natürlich nichts." Colin gab das Augenzwinkern zurück und schlürfte das nasse Pulverzeug aus seiner Tasse.

René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

Verfasst: Mi 14. Feb 2018, 11:30
von Locksley
„Oh ho, der feine Herr kann Französisch, beeindruckend“, kommentierte René und ignorierte den eigentlichen Inhalt des Satzes einfach völlig, „oder war das schon Alles?
Vielleicht hatte er Vorurteile, aber es würde ihn doch sehr überraschen, wenn Colin mehr als ein paar standardmäßige Sätze draufhatte, die geradezu „Französischunterricht“ schrien. Andererseits wäre es aber auch ganz cool. Seit er ausgezogen war und seine Eltern nicht mehr so oft sah sprach René im Alltag viel zu wenig Französisch.
Eigentlich verlief ihr Gespräch bisher ja ganz lustig. Locker. Doch dann entschloss Colin sich dazu, ernst zu machen. René hielt mitten in einem neuen Löffel Milchschaum inne, legte den Löffel stattdessen weg und schob das Glas von sich. ‚Richtiger‘ Sport?
„Warum kommst du nicht mal im Club vorbei und ich zeig dir, was richtiger Sport ist?“, gab René zurück. Man könnte es als Herausforderung verstehen und er hoffte fast, dass Colin zustimmte, einfach nur, weil das sau lustig werden würde. Kein richtiger Sport am Arsch, René trainierte fast jeden Tag. Heute war eine Ausnahme. Er würde wirklich sehr gerne sehen, wie Colin versuchte, da mitzuhalten und sich stattdessen auf die Schnauze legte. Wortwörtlich.

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: Fr 16. Feb 2018, 12:23
von Parsifal
Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

Und natürlich ging René direkt auf seine Worte ein und versuchte zu provozieren. "Bonjour, Je m'appelle Colin. Heureux de vous rencontrer", gab er also mit übertriebenem Akzent zurück. Sein Vokabular hatte sich in den Jahren nach den Unterrichtsstunden stark verkleinert, aber er war der Meinung, die Sprache immer noch ganz gut zu beherrschen. Natürlich nicht fließend, aber Essen bestellen oder Smalltalk führen waren noch drin. Mit ein bisschen Übung, so war sich Colin sicher, könnte er sein Französisch stark aufpolieren, aber warum sollte er das tun? Er stand auf und holte sich noch einen Kaffee. Wenn er schon Gastfreundschaft angeboten bekam, dann wollte er diese auch voll und ganz ausnutzen. Mit einem Grinsen kehrte Colin dann an den Tisch zurück und knallte die Tasse auf das Holz, streckte René währenddessen die andere Hand hin. "Okay, ich bin dabei. Ich komme mit dir tanzen und du kommst mit mir ins Gym. Deal?" Oh Mann, was tat er hier gerade? Sich mit einem Kumpel verabreden oder was? Aber andererseits wäre es auch zu witzig, René im Gym zu sehen. Er passte so gar nicht zu den Boxsäcken. Und Colin konnte immerhin ein wenig tanzen, zumindest standen die Mädels im Club darauf. Er hätte immerhin ganz gute Karten und würde sich bestimmt nicht blamieren.

René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

Verfasst: So 18. Feb 2018, 18:46
von Locksley
Also nur Schulfranzösisch. Doch etwas anderes hätte er wohl auch nicht erwarten dürfen.
„Für Förmlichkeiten ist es schon ein bisschen zu spät, meinst du nicht?“, meinte René belustigt und sparte sich die Antwort, die in einem mehr oder weniger einstudierten Gespräch in der Schule nun wohl angebracht gewesen wäre.
Doch immerhin in dem zweiten Punkt enttäuschte Colin ihn nicht. Colin ging auf Renés halb ernste Herausforderung ein und René zögerte nicht lange, Colins Hand zu nehmen und zuzustimmen.
„Deal“, bestätigte er und ein breites Grinsen zog sich über sein Gesicht. Kampfsport war sicher anspruchsvoll, das stellte René ja auch gar nicht in Frage und er hatte kein Problem damit, mal bei Colins Training vorbeizuschauen. Sportlich genug war er bestimmt. Doch Tanzen wurde als Sport sehr gerne unterschätzt und es würde sicher lustig werden, wenn Colin dies auffiel.
„Lieber früher als später, wann passts bei dir, Herr Trainier?“, ergänzte René dann noch. Er musste mal bei seinem Chef anfragen, ob sie nicht tatsächlich vormittags mal in den Club konnten, aber ansonsten würde es auch der Raum tun, den sie mit der Tanzgruppe nutzen durften.