Puls der Zeit - Play

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Kratos
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Puls der Zeit - Play

#1

Beitrag von Kratos » Mi 25. Okt 2017, 18:46

Hallöchen!
Das hier ist das Play zu "Puls der Zeit".
Generelle Infos zum Play findet man in der Planung.

Dieser Post hier ist ein reiner Übersichtspost, es ist also durchaus sinnvoll, ihn sich regelmäßig anzusehen. Alle Infos wie Wetter, Tageszeit, Handlung etc findet ihr hier.

Postregeln:
  • Nur mit angenommenen Charakteren posten
  • In der Überschrift Charakter und Aufenthaltsort angeben; bei mehren Charakteren in einem Post bitte die Postüberschrift nicht verändern, sondern es im Beitrag selbst als gesonderte Überschrift setzen
  • Keine unabgesprochene Gewalt
  • Kein Powerposting
Viel Spaß!

Playinfos

Datum: 5.01.2017
Uhrzeit: gegen 19:00 Uhr
Wetter: Der Winter zeigt sich von seiner kältesten Seite: dicke Schneeflocken fallen zu Tausenden auf die Erde und bedecken die Straßen, sodass die Räumdienste kaum mehr hinterherkommen. Es ist längst stockduster und nicht ein Funken Licht ist am Himmel zu erkennen. Es herrscht eine trockene, beißende Kälte. Die Temperatur liegt bei -6°.
Ausblick: Das Jahr hat endgültig begonnen. Die Schule geht bald wieder los, der Urlaub ist für die meisten Menschen vorüber, das wahre Leben geht weiter. Es ist wie in jedem jungen Jahr fraglich, ob die guten Vorsätze halten und ob die Welt wirklich eine Bessere werden kann.

+++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++
Die TageszeitungAnzeigen
Zwei deutsche Hubschrauber in Afghanistan beschossenAnzeigen
Im Norden Afghanistans sind zwei Hubschrauber der Bundeswehr beschossen worden.

Die zwei Hubschrauber vom Typ CH-54 seien am Mittwoch auf dem Rückflug von Kundus nach Masar-i-Scharif mit Handfeuerwaffen attackiert worden, teilte die Bundeswehr mit. Es sei niemand verletzt worden. Beide Hubschrauber konnten ihren Flug zum Bundeswehrcamp Marmal fortsetzen. Eine der beiden Maschinen sei getroffen worden, der Hubschrauber sei aber einsatzbereit.

In Masar-i-Scharif hatten islamistische Taliban-Kämpfer im vergangenen November das deutsche Konsulat angegriffen und das Gebäude so schwer beschädigt, dass es nicht mehr genutzt werden kann. Bei dem Angriff wurden mindestens sechs Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt. Deutsche kamen nicht zu Schaden.
Obama trägt Trump Hausaufgaben aufAnzeigen
Machtwechsel in Amerika

Obama bedauerte, bei der Verschärfung der Waffengesetze nicht mehr Fortschritte gemacht zu haben. Waffengewalt sei eine „Epidemie, die täglich unser ganzes Land erfasst“, schrieb er. So seien allein in den vergangenen zehn Jahren mehr als 100.000 Menschen in den Vereinigten Staaten durch Waffengewalt getötet worden, Millionen weitere Menschen seien Opfer von Angriffen, Raubüberfällen und anderen Straftaten geworden, bei denen eine Waffe im Spiel war. In derselben Zeit hätten „fast 200.000 unserer Nachbarn, Freunde und Familienmitglieder mit einer Waffe Suizid begangen“.
Obama sprach sich zudem für alternative Strafen für kleinere Vergehen aus. In den vergangenen Monaten hatte er die Haftstrafen hunderter Gefangener umgewandelt, die meisten von ihnen hatten Drogendelikte begangen. Als Präsident gewährte Obama in mehr Fällen Strafnachlässe als alle elf Präsidenten vor ihm zusammen.
Der scheidende Präsident regte außerdem an, denjenigen Kriminellen, die ihre „Schuld an die Gesellschaft bezahlt“ hätten, das Wahlrecht zurückzugeben. Sein Amtsnachfolger Trump wird am 20. Januar vereidigt.
Maskierte überfallen JuweliergeschäftAnzeigen
Zwei Unbekannte haben in Berlin-Pankow ein Juweliergeschäft überfallen. Die beiden maskierten Täter seien am frühen Donnerstagabend in das Geschäft gekommen und hätten die 48 Jahre alte Verkäuferin mit einem Schlagstock bedroht, teilte die Polizei am Freitag mit. Sie forderten demnach Schmuck und Bargeld. Nachdem die Verkäuferin ihnen das ausgehändigt hatte, nahmen die Räuber der Frau auch noch ihr Portemonnaie ab. Verletzt wurde die 48-Jährige nicht. Die Täter entkamen mit der Beute. Von ihnen fehlte zunächst jede Spur.
Brandenburg: Keine sichtbare Tattoos bei PolizistenAnzeigen
Während in Berlin Polizisten künftig ihre Tätowierungen auch offen tragen dürfen, soll es in Brandenburg hier keine Lockerung geben. „Tätowierungen, Piercings und andere künstliche (...) Hautveränderungen dürfen im Dienst nicht sichtbar sein”, heißt es in der entsprechenden Vorschrift. Sie sind in geeigneter Weise abzudecken - „etwa durch Dienstkleidung oder Pflaster”. Die Vorschrift sei erst vor rund drei Jahren angepasst worden, teilte das Innenministerium auf Nachfrage mit. „Die Regelung hat sich bislang auch bewährt”, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker am Freitag.
FotoAnzeigen
Winter in Berlin: Das ist der erste Schnee 2017Anzeigen
Die BSR ist im Dauer-Streu-Einsatz, die Unfälle im Berliner Umland häufen sich

Schnee und Eisglätte haben den Straßenverkehr in Brandenburg am Donnerstagmorgen teilweise erheblich beeinträchtigt. Im Berliner Stadtgebiet blieb ein Verkehrschaos aus. Die Berliner Stadtreinigung schickte zahlreiche Streuwagen zum Einsatz. Vor allem im Landkreis Dahme-Spreewald war die Polizei in den Morgenstunden wegen zahlreicher Unfälle nahezu im Dauereinsatz. "Fast alle Unfälle gingen auf Glätte zurück" sagte ein Sprecher.

Der erste Schnee im neuen Jahr beschert aber auch Positives - bei Twitter zeigen Nutzer ihre Schnee-Bilder aus Berlin.
Fail beim Dschungelcamp: Der einzige Star ist jetzt schon rausAnzeigen
Das Abenteuer endete, bevor es überhaupt losging: Nastassja Kinski hat offenbar ihre Teilnahme am Dschungelcamp abgesagt.


Das berichtet die „Foto“-Zeitung. Die Schauspielerin wäre damit die erste Kandidatin, die vor Beginn der RTL-Show "Ich bin ein Star – holt mich hier raus" einen Rückzieher gemacht hat.
Über den Hintergrund der Entscheidung von Klaus Kinskis Tochter ist laut „Foto“-Zeitung nichts bekannt. Fest stehe dagegen, wer ihren Platz einnimmt: Trash-Sternchen Kader Loth soll spontan in den Dschungel ziehen. Für Kinski wird die Absage teuer.
Denn RTL hat sich abgesichert und sieht bei Vertragsverletzungen Strafen vor. Bis zu 50.000 Euro Schadensersatz müssen Kandidaten, die freiwillig aussteigen zahlen.
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― Philip Pullman
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Parsifal
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Re: Puls der Zeit - Play

#41

Beitrag von Parsifal » Sa 27. Jan 2018, 16:26

Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

Irgendwo aus der Küche röhrte eine Kaffeemaschine los. Colin spürte ein Brennen in seinem Hals - normalerweise trank er nach dem Laufen einen halben Liter Wasser. Den er nun noch nicht bekommen hatte. Aber seine müden Glieder und sein träger Geist freuten sich durchaus auf den frischen Kaffee. Solange er denn gut war. Seine eigene kleine Kaffeemaschine im Zimmer produzierte nur eine atomare Brühe, die man kaum trinken konnte. Colin trank sie zwar trotzdem, weil er das Koffein brauchte, um morgens aus dem Bett zu kommen, aber Genuss war etwas anderes. René kam aus dem Raum und drängte ihn in Richtung des Bades. Schon auf dem Weg zog Colin sich das Top über den Kopf, die Jacke hatte er längst zu den Schuhen in den Flur geworfen. Er beäugte das flauschig aussehende Handtuch. Selbst besaß er nur zwei Mikrofaserhandtücher, die er sich mal zugelegt hatte, da sie weniger Platz in der Tasche wegnahmen und schneller trockneten. In staatlichen Heimen und bei vielen Umzügen ein Muss. Aber auch kein Genuss. Colins Arm schoss hoch, die Seife klatschte in seine Handfläche. Er blinzelte für einen Moment und beäugte das Ding zwischen seinen Fingern, dann sah er auf zu René. Tja, hatte der Typ wohl die Rechnung ohne die Boxerreflexe seines Gastes gemacht. Colins Grinsen sagte 'netter Versuch' aus. Er musste ja schon zugeben, dass René ein witziger Kerl war. Er war nicht so ätzend und nervig wie viele andere Menschen und er nahm Provokationen vor allem nicht so unnötig ernst. Colin konnte seine Späße machen und René konnte gut kontern. Ja, das war echt angenehm. Colin grinste bei den Worten seines Gegenübers noch breiter und packte sich selbst in den Schritt. "Ich sage ja, du hast keinen Geschmack. Und jetzt raus." Als René weg war, stellte Colin sich unter die Dusche, trank erst einmal literweise aus dem Duschkopf, schrubbte sich kurz und heftig ab und dehnte ein wenig die verkrampften Schultern unter dem heißen Wasser. Danach fühlte er sich pudelwohl. Und das Handtuch war wirklich weich. Er warf sich wieder in Jogginghose und Top und trat aus dem Bad in die Küche. "Mein Schwanz ist noch dran", ließ er René wissen, als er sich selbstverständlich auf den nächsten Stuhl fallen ließ.
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René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

#42

Beitrag von Locksley » Sa 27. Jan 2018, 19:15

Kopfschütteln ließ René seinen Gast alleine im Bad und verzog sich zurück ins Wohnzimmer. Er räumte tatsächlich noch ein kleines bisschen auf, bedeutete, er verbannte einfach alles, was so auf dem Boden rumlag, zusammen mit seiner Schminktasche ins Schlafzimmer, schloss die Türe wieder und steuerte als nächstes die Küche an. Seine Kaffeemaschine war ziemlich teuer gewesen, aber dafür konnte das Schätzchen auch einiges, René füllte Milch nach und sah dann zufrieden zu, wie sein Milchkaffee zusammengemischt wurde. Dann blickte er seine Schränke durch und kam zu dem Schluss, dass er tatsächlich ziemlich wenig frühstückstaugliches Essen da hatte. Meistens ging er eben zum Bäcker und holte sich frische Sachen. Also entschloss er sich spontan dazu, Crêpes zu machen. Nach dem Rezept seiner Mutter, aber ganz so gut wie ihr wollte ihm das natürlich nie gelingen. Doch die paar Zutaten waren schnell zusammengerührt und die dünnen Teigkreise in der Pfanne noch schneller fertig. René summte leise vor sich hin, während er am Herd stand. Er nahm Erdbeermarmelade aus dem Kühlschrank, bestrich die fertig gebackenen Crêpes damit, rollte sie dann sorgfältig auf und rieselte zum Abschluss noch ein wenig Puderzucker drüber. Eigentlich gehörten ja noch frische Erdbeeren zu, aber die bekam man im Januar leider nicht so gut.
René nippte an seinem Milchkaffee und platzierte gerade das letzte Röllchen auf dem Teller, als sein Gast sich wieder zu ihm gesellte.
„Hast im Bad ja auch bestimmt nichts angefasst, was ihn verschrecken könnte“, stellte René fest und platzierte dann nacheinander die Crêpes, den Korb mit den Croissants und seine Tasse auf der Theke. Einen richtigen Esstisch hatte er nicht, es war ja auch nur eine kleine Küchenecke, aber die lange Holztheke mit den Hockern dran gefiel ihm sowieso viel besser.
„Ein Bildbeweis muss ich aber nicht unbedingt haben“, informierte er seinen Gast dann noch vorsorglich. Wäre dem zuzutrauen. Aber dann würde René ihn wirklich wieder rausschmeißen.
"Was willst du zu den Croissants?"
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Parsifal
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Re: Puls der Zeit - Play

#43

Beitrag von Parsifal » Mo 29. Jan 2018, 13:38

Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

Colin war ja nicht lange duschen gewesen, aber was René in der Zeit gezaubert hatte sah wunderbar aus. Pfannkuchen mit Marmelade und Croissants und dazu Kaffee - genau so musste ein gutes Frühstück aussehen. Und sowas machte dann tatsächlich auch Hunger, ob man nun ein Frühstücksmensch war, oder nicht. Colin war keiner, eigentlich. Er lachte über Renés Worte. "Ach, keine Sorge. Ich hab' eh kein Handy, und mir deins zu leihen wäre wohl zu viel des Guten", gab er noch immer grinsend zurück und wippte auf dem Hocker vor und zurück. Das hatte er nun davon, wenn er seine Runde nicht zu Ende lief. Überschüssige Energie und am Ende des Tages furchtbar schlechte Laune - schlechter noch als gewöhnlich, natürlich. Doch noch war davon nicht viel zu sehen, Colin amüsierte sich erstaunlich gut. Und das mit einem fremden, schwulen Typen der tanzte. Wenn das mal keine seltsame Begegnung war. "Hast du Nutella? Geschmolzene Schokolade tut's auch. Oder einfach nicht geschmolzen." Schokolade ging immer. Und wenn da irgendwo Manieren in seinem Hirn schlummerten, dann schliefen sie wirklich fest. Colin griff sich einen der zusammengerollten Pfannküchlein - die irgendwie keine waren, aber egal. Hauptsache sie schmeckten, und sie waren wirklich mehr als köstlich. Ein Stöhnen kam Colin über die Lippen, und das erste Röllchen überlebte keine zehn Sekunden mehr. "Mann, du solltest aufhören zu tanzen und für mich kochen, Prinzessin."
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René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

#44

Beitrag von Locksley » Di 30. Jan 2018, 09:35

Wer hatte denn heutzutage bitte kein Handy? Der Typ wurde auch immer komischer.
René betrachtete ein bisschen skeptisch, wie Colin da auf dem Hocker rumwackelte. Wenn der runter fiel würde René lachen.
Colins andere Antwort ließ ihn dann kurz nachdenken, denn René war sich tatsächlich nicht sicher, ob er irgendwo Schokolade hatte. Nutella auf keinen Fall, so süßes Zeugs aß er nicht oft, erst Recht nicht zum Frühstück. Wenn er Schokolade aß, dann definitiv Zartbitter. Die ganz dunkle, aber das würde Colin ja bestimmt nicht meinen.
Schließlich ging René einen Schokoweihnachtsmann holen, den einfach weiter zu verschenken er leider versäumt hatte. Noch unangebrochen und so hatte der wenigstens noch einen Lebenssinn, bevor René ihn irgendwann, so um Ostern rum wahrscheinlich, dann schließlich doch weggeschmissen hätte.
„Was anderes hab ich nicht“, erklärte er. Wenn Colin den Weihnachtsmann erst noch einschmelzen wollte, musste er jetzt aber selbst aufstehen. René hüpfte ebenfalls auf einen Hocker, überschlug die Beine und nahm sich dann seinen Kaffee und rettete sich eins der Crêpes, bevor Colin die alle stehlen konnte.
„Und das sagst du nur, weil du mich noch nie tanzen gesehen hast“, antwortete René mit einem selbstbewussten Grinsen. Den Spitznamen ignorierte er geflissentlich. An sowas war er ja gewöhnt, da war Colin wirklich nicht halb so originell, wie er dachte.
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Re: Puls der Zeit - Play

#45

Beitrag von Parsifal » Di 30. Jan 2018, 14:27

Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

René stand doch tatsächlich auf und verschwand für einen Moment. Der Kerl steckte voller Überraschungen - oder vielleicht mochte er es auch nur, herumgescheucht zu werden. Colin verschwendete keinen Gedanken daran, viel mehr stopfte er sich ein weiteres der Röllchen in den Mund und verschang es fast zu schnell, um es wirklich genießen zu können. Aber die waren auch einfach zu gut! René kam alsbald wieder und stellte einen eingepackten Schokoweihnachtsmann auf den Tisch. Colin hielt für einen Moment im Kauen inne und betrachtete das Ding, ehe er zu René aufsah. War das sein Ernst? "Also, wenn du den nicht willst...", meinte er und hatte sich die Schokolade da auch schon gegriffen. Er hatte zu Weihnachten keinen bekommen, und selbst wenn, so hätte dieser keine zwei Sekunden lang überlebt. Colin schnappte sich noch ein Croissant dazu, riss das Papier von der Schokolade und... naja. Stopfte beides einfach in sich hinein. Das war der schönste Morgen seit langem. "Dein 'Tanzen' kann ich nicht essen, also kann das gar nicht so gut sein", gab er nur zurück und pflückte eilig die kleinen Schokoladenschnipsel von seiner Hose, ehe sie darauf schmolzen und er dann endgültig aussah wie in ein Frühstücksbuffet gefallen. "Ich komme ab jetzt jeden Morgen, würde ich sagen." Nach einer schönen - vollständigen - Joggingrunde wäre das sicherlich große Klasse. Colin grinste vor sich hin.
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René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

#46

Beitrag von Locksley » Di 30. Jan 2018, 20:14

René zuckte nur mit den Schultern, als Colin sich dran machte, den Weihnachtsmann zu massakrieren. Er hätte das Schokoteil ja wohl kaum angeboten, wenn er das noch hätte haben wollen. So hatte es wenigstens ein würdiges Ende gefunden. René selbst blieb bei Erdbeermarmelade, mit der er sein Croissant fein säuberlich bestrich.
Bei Colins nächstem Kommentar musste er dann tatsächlich kurz lachen, machte den Mund auf, aber verkniff sich die Erwiderung dann doch. Im übertragenden Sinne gab es sicher so einige Menschen, die da nicht Colins Meinung waren. Menschen, die gerne mal von dem einen oder anderen Tänzer im Club… probieren würden. Doch Colin behauptete ja sehr überzeugt, hetero zu sein, also wäre die Vorstellung wohl tatsächlich nichts für ihn.
„Ich würde an deiner Stelle nicht davon ausgehen, dass du auch tatsächlich jeden Morgen rein kommst. Betrachte das hier eher als einmaliges Exklusive-Event“, erwiderte er also stattdessen belustigt. War aber auch tatsächlich so. Wenn René abends im Club arbeitete übersprang er das Frühstück am nächsten Morgen, beziehungsweise eher Mittag, meistens einfach und wenn er zur Uni ging hatte er es eilig. Und wenn er mal Zeit und Lust hatte, wochenends oder so, war er meistens schon ausgebucht.
„Es sei denn, du willst zum Brunchen mit der Tanzgruppe mitkommen“, ergänzte er also noch. Allein die Vorstellung ließ René breit grinsen.
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Re: Puls der Zeit - Play

#47

Beitrag von Parsifal » Do 1. Feb 2018, 15:20

Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

Colin kaute zufrieden auf seinem selbst gebastelten Schokocroissant und kippte ab und an einen Schluck Kaffee hinterher. Er war jemand, der gut und gerne Tonnen hinunterschlingen konnte, aber zum Glück auch so ein Mensch, der einfach nicht zunahm. Manche wurden dick, wenn sie Schokolade nur ansahen. Aber Colin war immer schon dünn gewesen und wenn es ums Essen ging, war es ihm auch lieb. Die Mädels mochten seinen Körper und sein Aussehen tatsächlich. Nicht, dass er sich übermäßig mit Mädchen beschäftigte. Nur manchmal. Wenn er nicht gerade Sport machte oder an Essen dachte. Die Kaffeetasse war leer und Colin schob sie auffordernd zu René hinüber. Der Gast war doch König. "Wenn es da ein so gutes Frühstück gibt, komme ich gerne mit", entschied er mit einem Grinsen und stopfte sich den winzigen Rest des Croissants in den Mund. Der Schokoladenweihnachtsmann war auch schon verschwunden. "Vielleicht haben die ja einen besseren Geschmack als du. Aber du musst zahlen." Colins Augenbrauen hoben sich schelmisch. "Dass ich nicht klaue heißt nämlich nicht, dass ich Kohle hätte."
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René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

#48

Beitrag von Locksley » Do 1. Feb 2018, 19:45

René betrachtete die leere Tasse, die ihm zugeschoben wurde und deutete dann unbeeindruckt mit einer Hand in Richtung Kaffeemaschine. So schwer war die nun wirklich nicht zu bedienen. Die Knöpfe waren ja immerhin alle beschriftet und lesen würde der Typ ja wohl können.
„Meine Kaffeemaschine beißt nicht, keine Sorge“, kommentierte er also nur und knabberte dann weiter an seinem Croissant rum.
Zu Colins nächsten Worten zuckte er zunächst nur mit den Schultern. Das hätte der wohl gerne, was?
„Na dann hast du wohl Pech gehabt, würde ich sagen“, antwortete René mit betont mitleidiger Stimme, „wenn du willst, dass ich mein hart verdientes Geld in dich investiere, muss du dich mehr anstrengen.“
Aber in der Tanzgruppe wäre Colin wohl wirklich Fehl am Platz. So ganz dezent. Einmal könnte das ja ganz lustig sein, aber öfter musste er Colin jetzt auch nicht so unbedingt dabei haben.
Wenn sie sich nach dem heutigen Tag denn überhaupt noch einmal wiedersahen. Colin mochte ja ein ganz interessanter, vielleicht sogar lustiger Typ sein, aber trotzdem waren sie in erster Linie noch Fremde und außerdem relativ verschieden, soweit René das beurteilen konnte.
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Re: Puls der Zeit - Play

#49

Beitrag von Parsifal » So 4. Feb 2018, 19:58

Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

"So viel zu der Gast ist König", murmelte Colin mehr zu sich selbst und rutschte vom Hocker, um seine Tasse unter die Kaffeemaschine zu schmettern. Er drückte ein paar Knöpfe und sah dann dem dampfenden Zeug zu, dass zischend in der Tasse landete. Immerhin war der Kaffee wirklich gut, da lohnte sich der Gang. Aber höflich war das nicht. Eine Minute später kehrte er auf seinen Hocker zurück und kippte den ersten Schluck schwarz hinunter. Und den Rest danach auch, ob er sich nun die Zunger verbrannte oder nicht. Es war schon wieder viel zu lange wach und sein Gehirn schrie nach Schlaf. Die Nacht war immerhin kurz gewesen, aber was tat man nicht alles für einen geilen Körper? Dieses leidige Joggen. Und Boxen. Colin strauchelte einen Moment innerlich - musste er heute arbeiten? Vielleicht. Oder nicht? Man, er hatte keine Ahnung und seine Arbeitszeiten mal wieder nicht notiert. Aber wenn dem so war, dann würde er es eh nicht mehr rechtzeitig schaffen. Und sich später am Tag dann krankmelden, die altbekannten Kopfschmerzen taten es immer. "Tja", kommentierte Colin nun Renés Worte. "Da will man mal Freunde machen, aber man hat keine Kohle. Und Kohle krieg ich nicht, weil ich ein unsozialer Scheßkerl bin. Willkommen in der Welt." Er meinte es nicht wirklich ernst - es war ja nicht so, dass er ein Opfer war. Gut, Freunde hatte er vielleicht auch noch keine in Berlin, aber da war er hier ja sowieso an der falschen Stelle. Da müsste man mal eher Nachts vor den Clubs schauen, da fanden sich wohl geeignete Kandidaten.
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René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

#50

Beitrag von Locksley » Mo 5. Feb 2018, 18:54

„Sieh’s als Kompliment“, meinte René, während er beobachtete, wie Colin sich an die Kaffeemaschine wagte, „ich halte dich für intelligent genug, um dir eigenständig einen Kaffee zu machen. Das ist doch schon mal was.“
René für seinen Teil hatte mittlerweile genug Koffein intus, um als vollständig wach zu gelten. Bald dürften auch wieder alle seine Freunde/Kollegen wach sein. Noch was sein Handy ja verdächtig still, aber im Laufe des Tages würde sich das wohl noch ändern. Auch, wenn René nicht plante, heute noch jemanden persönlich zu sehen. Ein ruhiger Tag war geplant, sobald René wieder alleine war. Nur René und seine Couch und abends vielleicht ein bisschen Yoga, wenn er sich dazu aufraffen konnte.
„Hast du vielleicht mal versucht, kein unsozialer Scheißkerl mehr zu sein?“, schlug René dann locker vor, „soll helfen, hab ich gehört.“
Er war sich nicht ganz sicher, was er von Colins Aussage halten sollte. Erst einmal würde René den Scheißkerl-Teil so unterschreiben, vielleicht fielen ihm auch noch ein paar andere Adjektive ein, die man davor setzten konnte. Doch so wirklich ernst meinte Colin das ja wohl nicht und wie genau jetzt der Scheißkerl-teil mit dem Kohle-teil zusammenhing, wollte sich ihm auch nicht erschließen. Als René in Colins Alter gewesen war, war er schon arbeiten gegangen. Jedenfalls, wenn er Colins Alter richtig schätze.
"Wie alt bist'n du überhaupt? Bekommst du nicht noch Taschengeld?", ergänzte er deswegen noch, um seine Neugierde zu befriedigen.
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