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Puls der Zeit - Play

Verfasst: Mi 25. Okt 2017, 20:46
von Kratos
Hallöchen!
Das hier ist das Play zu "Puls der Zeit".
Generelle Infos zum Play findet man in der Planung.

Dieser Post hier ist ein reiner Übersichtspost, es ist also durchaus sinnvoll, ihn sich regelmäßig anzusehen. Alle Infos wie Wetter, Tageszeit, Handlung etc findet ihr hier.

Postregeln:
  • Nur mit angenommenen Charakteren posten
  • In der Überschrift Charakter und Aufenthaltsort angeben; bei mehren Charakteren in einem Post bitte die Postüberschrift nicht verändern, sondern es im Beitrag selbst als gesonderte Überschrift setzen
  • Keine unabgesprochene Gewalt
  • Kein Powerposting
Viel Spaß!

Playinfos

Datum: 5.01.2017
Uhrzeit: gegen 19:00 Uhr
Wetter: Der Winter zeigt sich von seiner kältesten Seite: dicke Schneeflocken fallen zu Tausenden auf die Erde und bedecken die Straßen, sodass die Räumdienste kaum mehr hinterherkommen. Es ist längst stockduster und nicht ein Funken Licht ist am Himmel zu erkennen. Es herrscht eine trockene, beißende Kälte. Die Temperatur liegt bei -6°.
Ausblick: Das Jahr hat endgültig begonnen. Die Schule geht bald wieder los, der Urlaub ist für die meisten Menschen vorüber, das wahre Leben geht weiter. Es ist wie in jedem jungen Jahr fraglich, ob die guten Vorsätze halten und ob die Welt wirklich eine Bessere werden kann.

+++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++
Die TageszeitungShow
Zwei deutsche Hubschrauber in Afghanistan beschossenShow
Im Norden Afghanistans sind zwei Hubschrauber der Bundeswehr beschossen worden.

Die zwei Hubschrauber vom Typ CH-54 seien am Mittwoch auf dem Rückflug von Kundus nach Masar-i-Scharif mit Handfeuerwaffen attackiert worden, teilte die Bundeswehr mit. Es sei niemand verletzt worden. Beide Hubschrauber konnten ihren Flug zum Bundeswehrcamp Marmal fortsetzen. Eine der beiden Maschinen sei getroffen worden, der Hubschrauber sei aber einsatzbereit.

In Masar-i-Scharif hatten islamistische Taliban-Kämpfer im vergangenen November das deutsche Konsulat angegriffen und das Gebäude so schwer beschädigt, dass es nicht mehr genutzt werden kann. Bei dem Angriff wurden mindestens sechs Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt. Deutsche kamen nicht zu Schaden.
Obama trägt Trump Hausaufgaben aufShow
Machtwechsel in Amerika

Obama bedauerte, bei der Verschärfung der Waffengesetze nicht mehr Fortschritte gemacht zu haben. Waffengewalt sei eine „Epidemie, die täglich unser ganzes Land erfasst“, schrieb er. So seien allein in den vergangenen zehn Jahren mehr als 100.000 Menschen in den Vereinigten Staaten durch Waffengewalt getötet worden, Millionen weitere Menschen seien Opfer von Angriffen, Raubüberfällen und anderen Straftaten geworden, bei denen eine Waffe im Spiel war. In derselben Zeit hätten „fast 200.000 unserer Nachbarn, Freunde und Familienmitglieder mit einer Waffe Suizid begangen“.
Obama sprach sich zudem für alternative Strafen für kleinere Vergehen aus. In den vergangenen Monaten hatte er die Haftstrafen hunderter Gefangener umgewandelt, die meisten von ihnen hatten Drogendelikte begangen. Als Präsident gewährte Obama in mehr Fällen Strafnachlässe als alle elf Präsidenten vor ihm zusammen.
Der scheidende Präsident regte außerdem an, denjenigen Kriminellen, die ihre „Schuld an die Gesellschaft bezahlt“ hätten, das Wahlrecht zurückzugeben. Sein Amtsnachfolger Trump wird am 20. Januar vereidigt.
Maskierte überfallen JuweliergeschäftShow
Zwei Unbekannte haben in Berlin-Pankow ein Juweliergeschäft überfallen. Die beiden maskierten Täter seien am frühen Donnerstagabend in das Geschäft gekommen und hätten die 48 Jahre alte Verkäuferin mit einem Schlagstock bedroht, teilte die Polizei am Freitag mit. Sie forderten demnach Schmuck und Bargeld. Nachdem die Verkäuferin ihnen das ausgehändigt hatte, nahmen die Räuber der Frau auch noch ihr Portemonnaie ab. Verletzt wurde die 48-Jährige nicht. Die Täter entkamen mit der Beute. Von ihnen fehlte zunächst jede Spur.
Brandenburg: Keine sichtbare Tattoos bei PolizistenShow
Während in Berlin Polizisten künftig ihre Tätowierungen auch offen tragen dürfen, soll es in Brandenburg hier keine Lockerung geben. „Tätowierungen, Piercings und andere künstliche (...) Hautveränderungen dürfen im Dienst nicht sichtbar sein”, heißt es in der entsprechenden Vorschrift. Sie sind in geeigneter Weise abzudecken - „etwa durch Dienstkleidung oder Pflaster”. Die Vorschrift sei erst vor rund drei Jahren angepasst worden, teilte das Innenministerium auf Nachfrage mit. „Die Regelung hat sich bislang auch bewährt”, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker am Freitag.
FotoShow
Winter in Berlin: Das ist der erste Schnee 2017Show
Die BSR ist im Dauer-Streu-Einsatz, die Unfälle im Berliner Umland häufen sich

Schnee und Eisglätte haben den Straßenverkehr in Brandenburg am Donnerstagmorgen teilweise erheblich beeinträchtigt. Im Berliner Stadtgebiet blieb ein Verkehrschaos aus. Die Berliner Stadtreinigung schickte zahlreiche Streuwagen zum Einsatz. Vor allem im Landkreis Dahme-Spreewald war die Polizei in den Morgenstunden wegen zahlreicher Unfälle nahezu im Dauereinsatz. "Fast alle Unfälle gingen auf Glätte zurück" sagte ein Sprecher.

Der erste Schnee im neuen Jahr beschert aber auch Positives - bei Twitter zeigen Nutzer ihre Schnee-Bilder aus Berlin.
Fail beim Dschungelcamp: Der einzige Star ist jetzt schon rausShow
Das Abenteuer endete, bevor es überhaupt losging: Nastassja Kinski hat offenbar ihre Teilnahme am Dschungelcamp abgesagt.


Das berichtet die „Foto“-Zeitung. Die Schauspielerin wäre damit die erste Kandidatin, die vor Beginn der RTL-Show "Ich bin ein Star – holt mich hier raus" einen Rückzieher gemacht hat.
Über den Hintergrund der Entscheidung von Klaus Kinskis Tochter ist laut „Foto“-Zeitung nichts bekannt. Fest stehe dagegen, wer ihren Platz einnimmt: Trash-Sternchen Kader Loth soll spontan in den Dschungel ziehen. Für Kinski wird die Absage teuer.
Denn RTL hat sich abgesichert und sieht bei Vertragsverletzungen Strafen vor. Bis zu 50.000 Euro Schadensersatz müssen Kandidaten, die freiwillig aussteigen zahlen.

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: Sa 1. Sep 2018, 01:28
von Kratos
Josua Kop; Trainingsraum im Heim; bei Colin
Josua bemerkte, wie sehr sich Colin versteifte, für einen kleinen Moment, ehe sich der Teenager wieder alle Mühe gab, kalt und unnahbar zu wirken. Sein Sarkasmus allerdings. schien ein wenig dünn zu klingen.
Josua schüttelte den Kopf. "Einmal Krankenversicherung. Deine alte Karte ist abgelaufen, ich muss eine neue beantragen," sagte er, und sparte sich die Ausführung darüber, wie nervig das ohnehin schon werden würde, "und ein paar Sachen für die Steuer, beziehungsweise die Heimaufsicht. Nichts schlimmes, nur reguläre Sachen", versicherte er ihm.
Obwohl Colin mit Abstand der schwierigste Fall war, würde Josua ihn niemals einfach so woanders unterbringen. Manchen Kindern konnte man eben nicht mehr helfen, außer mit einem Dach über dem Kopf und regelmäßigen Mahlzeiten. Alles andere fanden sie irgendwann selbst raus. Und bis dahin gingen sie jedem auf die Nerven, die ihnen irgendetwas gutes tun wollten.

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: So 2. Sep 2018, 12:56
von Ash
Magdalena König | --> bei Caro im Auto
Maggie blätterte gerade die letzte Seite des Kapitels um, über dem sie saß, als ihr Handy sich mit einem leisen, von der Bettdecke auf der es lag gedämpften Surren meldete. Das Display wurde hell und zeigte ihr - wenig überraschend - eine neue Nachricht von Caro. Mit der einen Hand schlug Maggie ihr Buch zu, mit der anderen griff sie bereits nach dem Smartphone, um den empfangenen Text zu überfliegen. Eine Antwort sparte sie sich - sie würde es schon noch alleine die paar Meter schaffen.
Wenige Augenblicke später schloss sie auch schon die Tür hinter sich ab und warf den Schlüssel zu ihren anderen Sachen in die hellblaue Umhängetasche, die einen hübschen Kontrast zu ihrem warmen, gelben Mantel machte. Inmitten dieser ganzen grauen Stadtwelt und dem Schnee fühlte es sich gut an, ein Tupfen Farbe zu sein. Dass das ganze kombiniert mit den dunkelroten Strumpfhosen und dem olivgrünen Rock etwas zu bunt werden könnte, verunsicherte sie kein bisschen. Vorsichtig tastete sich Maggie über die glatten Fläche voran. Caro hatte wirklich nicht übertrieben, und sie war froh, dass ihre Freunde sie gewarnt hatte. So kam sie glücklicherweise unversehrt bei dem schwarzen Wagen an, der, dem Stern nach zu urteilen, ein Mercedes war. Viel mehr konnte sie dazu nicht sagen, auch nicht, ob er ihr gefiel - es war eben ein schwarzes Auto. Das beste an diesem Gefährt schienen ihr die Sitze zu sein, denn nachdem sie die Beifahrertür geöffnet und sich auf ihren Platz fallen gelassen hatte, fühlte sie sich sofort wohl. Was nicht zuletzt an der angenehmen Wärme im Wagen lag. Sie zog die Autotür zu und grinste dann Caro an. "Bin ich froh, dass ich bei dem Wetter nicht zu Fuß gehen muss." Mit einem wohligen Seufzen streckte sie die Beine aus und fragte dann fröhlich: "Also, wohin geht's? Irgendwas Bestimmtes im Sinn?"

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: Mo 3. Sep 2018, 12:52
von Parsifal
Colin Nedelko || Trainingsraum im Heim
bei Josua

Colin spürte die Anspannung seiner Sehnen und Muskeln in seinem ganzen Körper. Die Waden und Oberschenkel brannten, der Rücken und vor allem die Schultern, als er sich ganz nach vorne lehnte. Wenn er so weitermachte würde er bald einen Oversplit schaffen. Oder mit gerissenen Sehnen im Krankenhaus landen. Doch er liebte es, seinen Körper zu spüren und die Fortschritte zu vermerken. "Achso", gab er schließlich nur zurück, als er sich vorsichtig wieder aufrichtete. Dennoch änderte es nichts an der Tatsache, dass dies hier nicht sein Zuhause war. Colin hatte kein Zuhause. Ein Dach über dem Kopf, ja. Aber es fühlte sich nicht wie Zuhause an. Es würde nicht mehr lange dauern, bis er volljährig war und dann so oder so ausziehen musste. In eine eigene Wohnung. Er würde voll und ganz für sein Geld arbeiten müssen. Alles - aber auch wirklich alles - würde an ihm alleine liegen. Dieser Gedanke machte Colin Angst. Er war nicht unbedingt gut darin, ein anständiges Leben zu führen. Mit Geld zu haushalten und verlässlich auf der Arbeit zu sein. Und solche Dinge, die man in einem normalen Leben tat. Dinge, die man eigentlich früh lernte. Wenn man denn jemanden hatte, von dem man lernen konnte. Colin strich sich die strohigen Haare aus dem Gesicht und stand auf. "Na dann, jetzt. Ich will noch weg."

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: Di 18. Sep 2018, 00:58
von Grim
Nick Lewis - Zuhause | Bei Mark

Nick fröstelte immer noch leicht. Obwohl er schon seit einer Weile wieder Zuhause war, wurde ihm doch immer wieder vor Augen geführt, wie sehr er den deutschen Winter hasste. So verdammt kalt. Auf seinem Schoß lag eine Tageszeitung und war dort zu lesen war, regte leider nicht zu innerer Wärme an. Obwohl Nick die USA vor längerer Zeit schon verlassen hatte, konnte er nicht umhin, jedes Mal besorgt zu sein, wenn er Neuigkeiten, wie diese hörte. Die Wahl war ein Witz. Er hatte natürlich von Deutschland aus von seinem Wahlrecht gebraucht gemacht, gegen jede Antipathie trotzdem Hillary gewählt und war zu Bett gegangen mit dem festen Glauben, so dumm können die Menschen doch nicht sein. Geweckt wurde er dann von der Gewissheit, dass menschliche Dummheit keine Grenzen kannte. Vier Jahre Trump also. Nick war darüber mehr, als nur besorgt. Sein Vater hatte scherzhaft geschrieben, dass "Mom überlege, auch nach Deutschland auszuwandern."
"Ich denke, ich habe meine Meinung geändert," antwortete er und versuchte, ehrlich zu lächeln. "Ich hol mir eine aus dem Schlafzimmer." Gut, dieser Abstecher gab Nick ein wenig Zeit, sich zu fassen und als er, mitsamt Decke, Kuschelsocken und in Jogginghose, zurückkehrte, war sein Lächeln schon deutlich entspannter. "Schnitzt du was bestimmtes oder nur so drauf los?"

Ezra Rodriguez - Irish Pub, Berlin | Ansprechbar

Ezra drehte den Deckel seiner Bierflasche zwischen zwei Fingern. Er war nervös. Und das Wetter da draußen machte seine Stimmung nicht besser. Es war nie einfach, als Lehrer mitten im Schuljahr an eine andere Schule zu wechseln, eine neue Klasse zu übernehmen, aber gerade für ihn war es merkwürdig, wieder hier zu sein. In Berlin. Der Wiedereinstieg ins Lehramt würde ihm gewiss nicht leicht fallen, doch Ezra konnte nicht behaupten, er würde sich nicht darauf freuen.
Er lehnte sich auf der Bank, auf der er saß, ein wenig zurück und zog das Buch, das er mitgenommen hatte, aus seiner Umhängetasche. Wer die Nachtigall stört. Es war ein altes Taschenbuch und zerlesen, Ezra hatte es wahrscheinlich einige hundert Male schon durch -- gefühlt, zumindest. Es war noch früh genug am Abend, dass man im kleinen Irish Pub, den er sich ausgesucht hatte, bequem lesen konnte, aber einige andere Gäste unterhielten und lachten schon an ihren Tischen. Ezra mochte diese Soundkulisse, gedämpfte Konversationen, Gelächter, das Klicken von Feuerzeugen, von Gläsern, das Öffnen von Flaschen und die leise Hintergrundmusik.

Rico Schwarz - Krankenhaus, sein Zimmer | Bei Dr. Pierce

Rico hasste einfach alles an Krankenhäusern. Alles. Den Gestank nach Desinfektionsmittel, die Verzweiflung, dieso viele Patienten umgab, die Geräusche von Beatmungsmaschinen, von Pulsmessern, von EKGs. Es war einfach furchtbar. Und furchtbar langweilig. Das Einzelzimmer war immerhin eine positive Sache. Wenn er auch noch seine unfreiwillige Zeit hier gemeinsam mit einem Mitgefangenen fristen müsste, der ihn davon abhielt, morgens Cartoons und Nachmittags Assi-TV zu gucken, weil ihm sonst nichts besseres einfiel, würde er wahrscheinlich wahnsinnig werden. Apropos wahnsinnig. Rico blickte von seiner Zeitschrift auf, als Dr. Pierce das Zimmer betrat. Er lächelte gequält. Den Arzt hatte er in den letzten vier Tagen nur zu gut kennengelernt.

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: So 23. Sep 2018, 17:33
von Parsifal
Caulder Landgraf II Zuhause
bei Sasha Meirosé

Das wirklich blöde an Universitäten war, dass es keine anständigen Weihnachtsferien und auch keinen Urlaub nach Silvester gab. Caulder hätte gerne noch einige Tage Zuhause verbracht, die Silvesterparty ausklingen lassen und sich mit Essen vollgestopft. Doch das ging natürlich nicht. Und natürlich war es auch keine Option, die Uni schon im ersten Semester schleifen zu lassen. Caulder seufzte wohlig, als er von der Kälte in den Hausflur trat. Die Wohnung war wunderbar zentral, lag im vierten Stock und hatte eine herrliche Dachterrasse. Und der Bonus war der Aufzug. Caulder rückte den Rucksack zurecht und betrat eben diesen, hämmerte auf den Knopf für die richtige Etage und lehnte sich müde gegen die metallene Wand. Er hasste diese Tage, wenn er bis spät in der Uni war. Für diese ätzend langweiligen Vorlesungen und die Lerngruppen - dabei musste er nicht einmal lernen! Doch er hatte ein paar Kommilitonen versprochen, ihnen zu helfen. Am Ende war er aber nur schlecht gelaunt gewesen und die anderen genauso dumm wie vorher. Die Aufzugtüren öffneten sich und Caulder trat auf den Flur. Es war angenehm, dass es in dieser Etage nur eine Wohnung gab. Der Schlüssel schlug gegen das Holz der Tür, als er diese aufschloss. Innen war es mollig warm und es roch nach Essen. "Bin Zuhause", grummelte Caulder Richtung Küche und schleuderte den Rucksack von sich.

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: So 23. Sep 2018, 19:24
von Locksley
Sasha Meirose II Zuhause
bei Caulder Landgraf

Schlüssel in der Wohnungstüre kündigten die Rückkehr von Sashas Freund an, noch bevor Caulder selbst eintrat und eine Begrüßung rief. Oder eher grummelte. Die zwei Wörter reichten schon aus, um Sasha die schlechte Laune seines Freundes ahnen zu lassen, aber damit hatte Sasha fast schon gerechnet. Caulder hatte ihm ja geschrieben, dass er noch für eine Lernsession in der Uni bleiben musste, die langweiliger und sinnloser wohl nicht hätte sein können.
„Hey!“, rief Sasha zurück und verließ seinen Posten in der Küche, um Caulder im Flur zu begrüßen. Caulders Rucksack schien gerade den Großteil der schlechten Laune abbekommen zu haben.
„Ich hab Pizza gemacht“, bot Sasha seinem Freund ein kleines Stückchen Frieden und deutete wage über die Schulter Richtung Küche.
Naja, ‚gemacht‘. In der Küche könnte man sicher eine ganze Menge machen. Die Küche war super, nein, die ganze Wohnung war super. Also ja, wenn man nicht gerade Sasha hieß, könnte man da sicher so einige Wunder wirken. Aber dafür konnte Sasha sehr gut Pizza aus dem Eisfach nehmen und in den Ofen packen. Sogar perfekt getimed, denn sein Freund war Zuhause und die Pizza fast fertig.

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: So 23. Sep 2018, 23:28
von Parsifal
Caulder Landgraf II Zuhause
bei Sasha Meirosé

Sasha kam gerade aus der Küche, als der Rucksack gegen die Wand knallte. Zwei Bücher flogen dabei heraus und schlitterten über den dunklen Parkettbogen. Na super. Caulder verdrehte nur die Augen und wandte sich zu seinem Freund um. "Gemacht oder in den Ofen geschoben?", gab er trocken zurück und trat auf Sasha zu. Es wurde aber nur ein kurzer Begrüßungskuss. Caulder war nicht nach Liebeleien zumute, außerdem hatte er geraucht und nun diesen ekelhaften Geschmack auf der Zunge. "So oder so - ich bin am Verhungern." Sie kochten ja ohnehin selten. Das Gefrierfach bot eine große Auswahl ein Fertigessen. So auch der Kühlschrank. Und wenn sie darauf keine Lust hatten, wurde eben Essen bestellt. In Caulders Leben war es noch nie anders gewesen. Fertigessen, Restaurants oder der Fraß der Au Pairs, wenn mal welche da waren. Fertigpizza ging immer. Caulder hängte die Jacke an den Haken und kickte die Vans von den Füßen. Essen, eine heiße Dusche und anschließend Decke, Couch und Sasha waren nach so einem Tag verlockend. Und er würde alles davon bekommen. "Ich glaube, ich häng das Studium an den Nagel und werde Hartzer." Caulder ließ sich in der Küche auf einen Stuhl fallen und legte das Kinn in eine Hand. Natürlich würde er das Studium nicht schmeißen. Christian würde ihm in den Hintern treten und hartzen sicherlich nicht finanzieren. Wenn die Uni nur nicht so schrecklich langweilig wäre.

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: Mo 24. Sep 2018, 09:14
von Locksley
Sasha Meirose II Zuhause
Bei Caulder Landgraf

„Was glaubst du?“, fragte Sasha zurück, ein schiefes Grinsen auf den Zügen. Pizza selber machen, wer hatte da denn die Zeit für? Generell dauerte kochen einfach viel zu lange, da hatte Sasha nicht oft die Geduld für, obwohl seine Fähigkeiten ja eh nur für ein paar bescheidene Gerichte reichten.
Sasha erwiderte den kurzen Begrüßungskuss, folgte seinem Freund zurück in die Küche und spähte in den Ofen, in dem ihr Abendessen brutzelte. Er hatte vergessen, eine Uhr zu stellen, also ging das jetzt nach Gefühl, sah aber schon ziemlich gut aus.
„So schlimm?“, ging Sasha dann auf Caulders Kommentar ein, während er ihre Ofenhandschuhe suchte, bereit, sich Caulders miesen Tag in allen Einzelheiten anzuhören. Sasha selbst war mit dem Praktikum, das Christian ihm besorgt hatte, eigentlich ziemlich zufrieden. Er hatte nicht viel Negatives zu berichten, von den dummen Kommentaren einiger, hochnäsiger Anwälte mal abgesehen, also durfte Caulder sich gerne genug für zwei beschweren.
Sie wussten natürlich beide, dass Caulder nicht abbrechen würde. Jedenfalls nicht, um danach nichts zu tun. Von dem Stress, den das geben würde, mal abgesehen, Nichtstun würde Caulder ganz gewiss auch nicht glücklich machen. Eigentlich hatte Sasha ja auch immer gedacht, dass Studieren schwer und anspruchsvoll war. Einer der Gründe, weshalb er sich nach dem Abi nicht ran gewagt hatte. Caulder dagegen langweilte sich, was schade war, weil Jura eigentlich ziemlich gut zu seinem Freund passte.
Ein Schwall warmer Luft erfüllte die Küche, als Sasha ihre Pizzen aus dem Ofen nahm. Einen Teller reichte er an Caulder, mit dem zweiten ließ er sich seinem Freund gegenüber an den Tisch fallen.

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: Mi 3. Okt 2018, 18:53
von Parsifal
Caulder Landgraf II Zuhause
bei Sasha Meirosé

Der Duft von Fertigpizza erfüllte die Luft und ließ die Küche gleich um einige Grad wärmer werden. Nach der Kälte draußen war es wundervoll, und auch die Fertigpizza war besser als der Fraß in der Mensa. Caulder schnappte sich den Pizzaschneider und begann, seine Pizza in unregelmäßige und schiefe Stücke zu teilen. "Manche haben dieses blöde Prüfungsschema noch immer nicht begriffen. Was soll ich tun, es ihnen vortanzen?", beschwerte Caulder sich weiter und stopfte sich ein Stück Pizza in den Mund, spuckte es aber sogleich wieder aus, weil es natürlich noch viel zu heiß war. "Manche sind auch echt der Meinung, die Klausuren seien viel zu schwer gewesen. Ich frage mich, wie diese Holzhirne überhaupt das Abitur geschafft haben." Natürlich hatte er durch seinen Anwaltsstiefvater Vorteile im Studium. Er kannte die Gesetze und hatte eine großartige Hilfe im Rücken. Und zudem mochte er das Paragraphenreiten. Aber wenn man zu dumm war, Gesetze zu lesen und zu verstehen, sollte man einfach kein Jura studieren. Caulder starrte angesäuert auf seine Pizza, die sich einfach nicht essen lassen wollte. Ihm war gerade einfach nur nach einer Menge essen, danach eine Dusche mit seinem Freund und danach viel Schokolade. "Ich glaube, ich gehe morgen nicht hin und bin produktiv." Was er in der Uni in acht Stunden lernen sollte, bekam er Zuhause am Schreibtisch in zehn Minuten hin.

Re: Puls der Zeit - Play

Verfasst: Sa 6. Okt 2018, 20:25
von Locksley
Sasha Meirose II Zuhause
bei Caulder Landgraf

Sasha hörte Caulders genervter Tirade nur mit halbem Ohr zu, denn viel amüsierender fand er ja die Versuche seines Freundes, sich die heiße Pizza in den Rachen zu stopfen. Der ewige Kampf, heiße Pizza versus menschliche Fressgelüste.
„Dude, Vorsicht, frisch aus dem Ofen“, konnte Sasha sich da die neckenden Worte einfach nicht verkneifen, während er seinen Freund angrinste und seine eigene runde Scheibe Glück mit Käse deutlich langsamer zerschnitt. Aber er war im Anschluss auch so freundlich, Caulder eine kalte Cola zu holen, also passte das schon.
„Kannst du nicht springen? Dich einfach zu den höheren in die Vorlesung setzten oder so und dich nur für die Klausuren mal wieder bei den Anfängern blicken lassen?“, fragte Sasha dann schulterzuckend. Er kannte sich nicht so aus, was Studieren anging. Seine Eltern hatte auch nicht studiert, Sasha hatte sich da einfach noch nie so wirklich mit beschäftigt. Er wusste nur das, was er von Caulder mitbekommen hatte, und das war in einem Wort zusammengefasst: kompliziert.