Puls der Zeit - Play

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Kratos
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Puls der Zeit - Play

#1

Beitrag von Kratos » Mi 25. Okt 2017, 18:46

Hallöchen!
Das hier ist das Play zu "Puls der Zeit".
Generelle Infos zum Play findet man in der Planung.

Dieser Post hier ist ein reiner Übersichtspost, es ist also durchaus sinnvoll, ihn sich regelmäßig anzusehen. Alle Infos wie Wetter, Tageszeit, Handlung etc findet ihr hier.

Postregeln:
  • Nur mit angenommenen Charakteren posten
  • In der Überschrift Charakter und Aufenthaltsort angeben; bei mehren Charakteren in einem Post bitte die Postüberschrift nicht verändern, sondern es im Beitrag selbst als gesonderte Überschrift setzen
  • Keine unabgesprochene Gewalt
  • Kein Powerposting
Viel Spaß!

Playinfos

Datum: 1.1.2017
Uhrzeit: 12:00 vormittags
Wetter: Der Neujahrsmittag ist immer noch ein wenig vernebelt, ab und an schauert es ein wenig, auch, wenn es eher Sprühregen ist, der in die Kleidung kriecht und alles klamm und feucht macht. Theoretisch sind es jedoch 9°C, also relativ warm für diese Jahreszeit. Nur die Sonne kann sich nicht durch die Wolkendecke durchsetzen.
Ausblick: Der erste Tag des neuen Jahres ist für viele Leute ein neuer Anfang, aber manche schleppen auch immer noch Altlasten mit sich herum. Das letzte Jahr war geprägt von Unsicherheit, Terror, prominenten Todesfällen, Unwetter und vielem anderen. Die Gesellschaft hat sich verändert, das Leben hat sich verändert. Zeit für einen neuen Anfang, Zeit dafür, Vorsätze zu fassen und umzusetzen, und sich neuen Herausforderungen entgegen zu stellen.

+++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++
Die TageszeitungAnzeigen
Die Flüchtlingskrise und die CDUAnzeigen
Die Menschen haben das Vertrauen in die Regierung verloren – und die Regierung ein Glücksspiel.

Man sollte meinen, Frau Doktor Merkel habe in und mit der Flüchtlingskrise einen guten Job gemacht. Zumindest weisen Vertreter ihrer Partei ab und an darauf hin, wenn es um die Neuwahlen im September geht. Die Wahrheit ist aber, dass das Unsinn ist. Frau Merkel hat eine richtige Entscheidung getroffen: Die Grenzen offen zu lassen, und damit das Bild der „Festung Europa“ eindeutig zu schwächen. Aber: nur die Grenzen aufmachen bedeutet noch lange nicht, man habe etwas „gut gemeistert“, und es bedeutet auch noch lange nicht, dass es vorbei ist, nur, weil jetzt weniger Flüchtlinge kommen.
Wenn man sich die Umfragezahlen der Union ansieht, dann weiß man auch, dass die Bürger nicht mehr bereit sind, sich so an der Nase herumführen zu lassen. Immerhin sind die Probleme mittlerweile allgegenwärtig – zumindest wirkt es so. Dass es in Wirklichkeit ein wenig anders aussieht, und es eher um altbekannte Problematiken geht, die aktuell mehr hochkochen, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Egal, was man macht, man kann nicht leugnen, dass diese Position der Untätigkeit und der Merkelschen Raute eben den Bewegungen, die aktuell die größte Gefahr für unsere freiheitlich-demokratische Verfassung darstellen, Auftrieb geben. Und man kann nur hoffen, dass die Bundesregierung daraus lernt: Die Auffanglager der Geflüchteten in Libyen brauchen einfach nur mehr Unterstützung; in der Vergangenheit waren Finanzspritzen für Flüchtlingslager in Afrika nicht unüblich, wirklich unüblich ist es auch heute noch nicht, nur, dass wir das Geld, statt es an die zu schicken, die es brauchen, jetzt lieber einer wachsenden Diktatur unter einem Despoten in den Rachen werfen. Kann man natürlich auch so machen, aber vielleicht kehrt man ja lieber zum alten System zurück, nachdem der Versuch mit den Sparmaßnahmen uns nun sicherlich dreimal so viel gekostet hat, wie es gewesen wäre, wenn wir alles beim Alten gelassen hätten. Vielleicht lernt man ja dazu, denn so lange der Nahe Osten nicht wirklich befriedet ist – und zwar aus sich selbst heraus – wird die „Festung Europa“ immer wieder mit solchen Strömen zu kämpfen haben.
Wohnungsnot - NotwohnungAnzeigen

Jeder vierte Deutsche lebt in einer Wohnung, in der er nicht immer bleiben will: Jeder siebte zieht seit Jahren planlos durch die Gegend.

In Deutschland herrscht Wohnungsmangel. In Berlin Wilmersdorf werden aktuell sogenannte „Mikroappartments“ gebaut: 23m² inklusive Küche und Bad, und das ganze soll 450€ kosten. Kalt. Die Bezirksregierung reagiert damit auf die wachsende Wohnungsnot, auf immer mehr WBS-Anfragen, die sie einfach nicht stemmen kann, und auf die Fragen der Anwohner, auch, wenn diese von dem Manöver eher wenig beeindruckt sind. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass diese Mikroappartments kaum jemandem zugemutet werden können, und wieder nur Menschen zu gute kommen, die wirklich nur kurz irgendwo bleiben – für die lange Sicht ändert sich nichts.
Mieterbünde und auch Demographieforscher fordern seit Jahren, dass man im Wohnungsbau etwas ändern muss, denn auf der einen Seite campen jährlich neue Studenten vor der FU, TU und der Humboldt-Universität, wenn sie in den Zulaufmonaten nirgendwo einen Wohnplatz bekommen, auf der anderen Seite gibt es Wohnung, die leer stehen, weil sie zu teuer, zu schlecht sarniert oder vielleicht ganz und gar verödet sind.
Der Berliner Senat will dagegen vorgehen, aber offensichtlich sind Gelder und Platz nicht da; vielleicht wäre es doch eine Idee, das staatliche Wohneigentum zu erhöhen?
Ein friedliches neues JahrAnzeigen
Nach den Übergriffen im vergangenen Jahr, wird 2017 unproblematischer eingeleitet

2016 gingen Schreckensbilder und -nachrichten durch ganz Deutschland: Die organisierte Vergewaltigung von Frauen am Silvesterabend sorgte noch Monate lang für Debatten und Rücktritte. Dieses Jahr ist das Neujahrsfest ruhiger von Statten gegangen. Natürlich gab es wieder Überfälle, und einige Fälle von Bränden. Die Berliner Feuerwehr rückte insgesamt 276 Mal aus, was ein Rückgang um 10 Einsätze im Vergleich zum letzten Jahr ausmacht. Die Berliner Polizei meldete einen Rückgang von angezündeten Autos und Diebstählen um zehn Prozent.
Generell hatten die Einsatzkräfte auf ein wesentlich turbulenteres Silvester vorbereitet, als es letzten Endes dann war.
11 Tote in BagdadAnzeigen
Bei einem Anschlag kamen in der iranischen Hauptstadt Bagdad 11 Menschen ums Leben

In der Nacht auf den 31.12 kam es in Bagdad zu einem Selbstmordattentat: Der Täter, der bisher noch nicht identifiziert werden konnte, sprengte sich auf dem Campus der University of Bagdad in die Luft. Der Daesh bekannte sich wenige Stunden später zu dem Anschlag, und ließ verlauten, dass weitere Anschläge folgen würden, wenn die Hochschule für Frauen weiterhin an die Universität angeschlossen sein würde. In der Vergangenheit versuchten viele Radikale, die Hochschule für Frauen zu boykottieren und zu schließen – doch die Regierung setzt sich nach wie vor dafür ein, dass Frauen im Iran zu Bildung kommen.
Die zehn Opfer des Attentäters waren allesamt männlich, und Studenten der Universität. Die europäischen Staatschefs drückten ihr Mitgefühl aus.
FotoAnzeigen
Einbrüche, Übergriffe und geklaute AutosAnzeigen
Auch in diesem Jahr hielt Silvester uns wieder in Atem.

Die Kölner Polizei informierte darüber, dass in diesem Jahr wieder über 4000 Autos in der Rheinstadt gestohlen oder demoliert wurden. Sie verwiesen auf die Aktivitäten der lokalen Antifa.
In Berlin brannten wieder mehrere hundert Autos ab, und ein geschätzter Schaden von 400.000 Euro kam durch Ladeneinbrüche zustande. Die Polizei am Kölner Hauptbahnhof kontrollierte vornehmlich Asylanten und Immigranten, bevor sie sie weiterziehen ließen. Das erklärt auch den Erfolg der Domstadt, die Übergriffe des letzten Jahres nicht wieder aufkommen zu lassen.
Liebesaus im Jahreswechsel?Anzeigen
Das Supermodel Heidi Klum hat angeblich mit ihrem Freund Schluss gemacht.

Schon seit einer Weile krisselt es mehr, als dass es kribbelt, und laut einer Bekannten soll das Topmodel am 30.12. mit ihrem 13 Jahre jüngeren Freund Schluss gemacht haben. Ein Grund könnte Heidis Ex-Mann Seal sein, oder Probleme mit den Kindern aus erster Ehe. Das Topmodel schweigt bisher eisern.
+++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++
„You‘re one insult away from starting a war.“

Aufgrund privater Umstände kommt es aktuell bei Postings zu Verzögerungen - ich bitte um Entschuldigung.
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Parsifal
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Re: Puls der Zeit - Play

#41

Beitrag von Parsifal » Sa 27. Jan 2018, 16:26

Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

Irgendwo aus der Küche röhrte eine Kaffeemaschine los. Colin spürte ein Brennen in seinem Hals - normalerweise trank er nach dem Laufen einen halben Liter Wasser. Den er nun noch nicht bekommen hatte. Aber seine müden Glieder und sein träger Geist freuten sich durchaus auf den frischen Kaffee. Solange er denn gut war. Seine eigene kleine Kaffeemaschine im Zimmer produzierte nur eine atomare Brühe, die man kaum trinken konnte. Colin trank sie zwar trotzdem, weil er das Koffein brauchte, um morgens aus dem Bett zu kommen, aber Genuss war etwas anderes. René kam aus dem Raum und drängte ihn in Richtung des Bades. Schon auf dem Weg zog Colin sich das Top über den Kopf, die Jacke hatte er längst zu den Schuhen in den Flur geworfen. Er beäugte das flauschig aussehende Handtuch. Selbst besaß er nur zwei Mikrofaserhandtücher, die er sich mal zugelegt hatte, da sie weniger Platz in der Tasche wegnahmen und schneller trockneten. In staatlichen Heimen und bei vielen Umzügen ein Muss. Aber auch kein Genuss. Colins Arm schoss hoch, die Seife klatschte in seine Handfläche. Er blinzelte für einen Moment und beäugte das Ding zwischen seinen Fingern, dann sah er auf zu René. Tja, hatte der Typ wohl die Rechnung ohne die Boxerreflexe seines Gastes gemacht. Colins Grinsen sagte 'netter Versuch' aus. Er musste ja schon zugeben, dass René ein witziger Kerl war. Er war nicht so ätzend und nervig wie viele andere Menschen und er nahm Provokationen vor allem nicht so unnötig ernst. Colin konnte seine Späße machen und René konnte gut kontern. Ja, das war echt angenehm. Colin grinste bei den Worten seines Gegenübers noch breiter und packte sich selbst in den Schritt. "Ich sage ja, du hast keinen Geschmack. Und jetzt raus." Als René weg war, stellte Colin sich unter die Dusche, trank erst einmal literweise aus dem Duschkopf, schrubbte sich kurz und heftig ab und dehnte ein wenig die verkrampften Schultern unter dem heißen Wasser. Danach fühlte er sich pudelwohl. Und das Handtuch war wirklich weich. Er warf sich wieder in Jogginghose und Top und trat aus dem Bad in die Küche. "Mein Schwanz ist noch dran", ließ er René wissen, als er sich selbstverständlich auf den nächsten Stuhl fallen ließ.
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René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

#42

Beitrag von Locksley » Sa 27. Jan 2018, 19:15

Kopfschütteln ließ René seinen Gast alleine im Bad und verzog sich zurück ins Wohnzimmer. Er räumte tatsächlich noch ein kleines bisschen auf, bedeutete, er verbannte einfach alles, was so auf dem Boden rumlag, zusammen mit seiner Schminktasche ins Schlafzimmer, schloss die Türe wieder und steuerte als nächstes die Küche an. Seine Kaffeemaschine war ziemlich teuer gewesen, aber dafür konnte das Schätzchen auch einiges, René füllte Milch nach und sah dann zufrieden zu, wie sein Milchkaffee zusammengemischt wurde. Dann blickte er seine Schränke durch und kam zu dem Schluss, dass er tatsächlich ziemlich wenig frühstückstaugliches Essen da hatte. Meistens ging er eben zum Bäcker und holte sich frische Sachen. Also entschloss er sich spontan dazu, Crêpes zu machen. Nach dem Rezept seiner Mutter, aber ganz so gut wie ihr wollte ihm das natürlich nie gelingen. Doch die paar Zutaten waren schnell zusammengerührt und die dünnen Teigkreise in der Pfanne noch schneller fertig. René summte leise vor sich hin, während er am Herd stand. Er nahm Erdbeermarmelade aus dem Kühlschrank, bestrich die fertig gebackenen Crêpes damit, rollte sie dann sorgfältig auf und rieselte zum Abschluss noch ein wenig Puderzucker drüber. Eigentlich gehörten ja noch frische Erdbeeren zu, aber die bekam man im Januar leider nicht so gut.
René nippte an seinem Milchkaffee und platzierte gerade das letzte Röllchen auf dem Teller, als sein Gast sich wieder zu ihm gesellte.
„Hast im Bad ja auch bestimmt nichts angefasst, was ihn verschrecken könnte“, stellte René fest und platzierte dann nacheinander die Crêpes, den Korb mit den Croissants und seine Tasse auf der Theke. Einen richtigen Esstisch hatte er nicht, es war ja auch nur eine kleine Küchenecke, aber die lange Holztheke mit den Hockern dran gefiel ihm sowieso viel besser.
„Ein Bildbeweis muss ich aber nicht unbedingt haben“, informierte er seinen Gast dann noch vorsorglich. Wäre dem zuzutrauen. Aber dann würde René ihn wirklich wieder rausschmeißen.
"Was willst du zu den Croissants?"
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Parsifal
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Re: Puls der Zeit - Play

#43

Beitrag von Parsifal » Mo 29. Jan 2018, 13:38

Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

Colin war ja nicht lange duschen gewesen, aber was René in der Zeit gezaubert hatte sah wunderbar aus. Pfannkuchen mit Marmelade und Croissants und dazu Kaffee - genau so musste ein gutes Frühstück aussehen. Und sowas machte dann tatsächlich auch Hunger, ob man nun ein Frühstücksmensch war, oder nicht. Colin war keiner, eigentlich. Er lachte über Renés Worte. "Ach, keine Sorge. Ich hab' eh kein Handy, und mir deins zu leihen wäre wohl zu viel des Guten", gab er noch immer grinsend zurück und wippte auf dem Hocker vor und zurück. Das hatte er nun davon, wenn er seine Runde nicht zu Ende lief. Überschüssige Energie und am Ende des Tages furchtbar schlechte Laune - schlechter noch als gewöhnlich, natürlich. Doch noch war davon nicht viel zu sehen, Colin amüsierte sich erstaunlich gut. Und das mit einem fremden, schwulen Typen der tanzte. Wenn das mal keine seltsame Begegnung war. "Hast du Nutella? Geschmolzene Schokolade tut's auch. Oder einfach nicht geschmolzen." Schokolade ging immer. Und wenn da irgendwo Manieren in seinem Hirn schlummerten, dann schliefen sie wirklich fest. Colin griff sich einen der zusammengerollten Pfannküchlein - die irgendwie keine waren, aber egal. Hauptsache sie schmeckten, und sie waren wirklich mehr als köstlich. Ein Stöhnen kam Colin über die Lippen, und das erste Röllchen überlebte keine zehn Sekunden mehr. "Mann, du solltest aufhören zu tanzen und für mich kochen, Prinzessin."
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René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

#44

Beitrag von Locksley » Di 30. Jan 2018, 09:35

Wer hatte denn heutzutage bitte kein Handy? Der Typ wurde auch immer komischer.
René betrachtete ein bisschen skeptisch, wie Colin da auf dem Hocker rumwackelte. Wenn der runter fiel würde René lachen.
Colins andere Antwort ließ ihn dann kurz nachdenken, denn René war sich tatsächlich nicht sicher, ob er irgendwo Schokolade hatte. Nutella auf keinen Fall, so süßes Zeugs aß er nicht oft, erst Recht nicht zum Frühstück. Wenn er Schokolade aß, dann definitiv Zartbitter. Die ganz dunkle, aber das würde Colin ja bestimmt nicht meinen.
Schließlich ging René einen Schokoweihnachtsmann holen, den einfach weiter zu verschenken er leider versäumt hatte. Noch unangebrochen und so hatte der wenigstens noch einen Lebenssinn, bevor René ihn irgendwann, so um Ostern rum wahrscheinlich, dann schließlich doch weggeschmissen hätte.
„Was anderes hab ich nicht“, erklärte er. Wenn Colin den Weihnachtsmann erst noch einschmelzen wollte, musste er jetzt aber selbst aufstehen. René hüpfte ebenfalls auf einen Hocker, überschlug die Beine und nahm sich dann seinen Kaffee und rettete sich eins der Crêpes, bevor Colin die alle stehlen konnte.
„Und das sagst du nur, weil du mich noch nie tanzen gesehen hast“, antwortete René mit einem selbstbewussten Grinsen. Den Spitznamen ignorierte er geflissentlich. An sowas war er ja gewöhnt, da war Colin wirklich nicht halb so originell, wie er dachte.
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Re: Puls der Zeit - Play

#45

Beitrag von Parsifal » Di 30. Jan 2018, 14:27

Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

René stand doch tatsächlich auf und verschwand für einen Moment. Der Kerl steckte voller Überraschungen - oder vielleicht mochte er es auch nur, herumgescheucht zu werden. Colin verschwendete keinen Gedanken daran, viel mehr stopfte er sich ein weiteres der Röllchen in den Mund und verschang es fast zu schnell, um es wirklich genießen zu können. Aber die waren auch einfach zu gut! René kam alsbald wieder und stellte einen eingepackten Schokoweihnachtsmann auf den Tisch. Colin hielt für einen Moment im Kauen inne und betrachtete das Ding, ehe er zu René aufsah. War das sein Ernst? "Also, wenn du den nicht willst...", meinte er und hatte sich die Schokolade da auch schon gegriffen. Er hatte zu Weihnachten keinen bekommen, und selbst wenn, so hätte dieser keine zwei Sekunden lang überlebt. Colin schnappte sich noch ein Croissant dazu, riss das Papier von der Schokolade und... naja. Stopfte beides einfach in sich hinein. Das war der schönste Morgen seit langem. "Dein 'Tanzen' kann ich nicht essen, also kann das gar nicht so gut sein", gab er nur zurück und pflückte eilig die kleinen Schokoladenschnipsel von seiner Hose, ehe sie darauf schmolzen und er dann endgültig aussah wie in ein Frühstücksbuffet gefallen. "Ich komme ab jetzt jeden Morgen, würde ich sagen." Nach einer schönen - vollständigen - Joggingrunde wäre das sicherlich große Klasse. Colin grinste vor sich hin.
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René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

#46

Beitrag von Locksley » Di 30. Jan 2018, 20:14

René zuckte nur mit den Schultern, als Colin sich dran machte, den Weihnachtsmann zu massakrieren. Er hätte das Schokoteil ja wohl kaum angeboten, wenn er das noch hätte haben wollen. So hatte es wenigstens ein würdiges Ende gefunden. René selbst blieb bei Erdbeermarmelade, mit der er sein Croissant fein säuberlich bestrich.
Bei Colins nächstem Kommentar musste er dann tatsächlich kurz lachen, machte den Mund auf, aber verkniff sich die Erwiderung dann doch. Im übertragenden Sinne gab es sicher so einige Menschen, die da nicht Colins Meinung waren. Menschen, die gerne mal von dem einen oder anderen Tänzer im Club… probieren würden. Doch Colin behauptete ja sehr überzeugt, hetero zu sein, also wäre die Vorstellung wohl tatsächlich nichts für ihn.
„Ich würde an deiner Stelle nicht davon ausgehen, dass du auch tatsächlich jeden Morgen rein kommst. Betrachte das hier eher als einmaliges Exklusive-Event“, erwiderte er also stattdessen belustigt. War aber auch tatsächlich so. Wenn René abends im Club arbeitete übersprang er das Frühstück am nächsten Morgen, beziehungsweise eher Mittag, meistens einfach und wenn er zur Uni ging hatte er es eilig. Und wenn er mal Zeit und Lust hatte, wochenends oder so, war er meistens schon ausgebucht.
„Es sei denn, du willst zum Brunchen mit der Tanzgruppe mitkommen“, ergänzte er also noch. Allein die Vorstellung ließ René breit grinsen.
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Re: Puls der Zeit - Play

#47

Beitrag von Parsifal » Do 1. Feb 2018, 15:20

Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

Colin kaute zufrieden auf seinem selbst gebastelten Schokocroissant und kippte ab und an einen Schluck Kaffee hinterher. Er war jemand, der gut und gerne Tonnen hinunterschlingen konnte, aber zum Glück auch so ein Mensch, der einfach nicht zunahm. Manche wurden dick, wenn sie Schokolade nur ansahen. Aber Colin war immer schon dünn gewesen und wenn es ums Essen ging, war es ihm auch lieb. Die Mädels mochten seinen Körper und sein Aussehen tatsächlich. Nicht, dass er sich übermäßig mit Mädchen beschäftigte. Nur manchmal. Wenn er nicht gerade Sport machte oder an Essen dachte. Die Kaffeetasse war leer und Colin schob sie auffordernd zu René hinüber. Der Gast war doch König. "Wenn es da ein so gutes Frühstück gibt, komme ich gerne mit", entschied er mit einem Grinsen und stopfte sich den winzigen Rest des Croissants in den Mund. Der Schokoladenweihnachtsmann war auch schon verschwunden. "Vielleicht haben die ja einen besseren Geschmack als du. Aber du musst zahlen." Colins Augenbrauen hoben sich schelmisch. "Dass ich nicht klaue heißt nämlich nicht, dass ich Kohle hätte."
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René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

#48

Beitrag von Locksley » Do 1. Feb 2018, 19:45

René betrachtete die leere Tasse, die ihm zugeschoben wurde und deutete dann unbeeindruckt mit einer Hand in Richtung Kaffeemaschine. So schwer war die nun wirklich nicht zu bedienen. Die Knöpfe waren ja immerhin alle beschriftet und lesen würde der Typ ja wohl können.
„Meine Kaffeemaschine beißt nicht, keine Sorge“, kommentierte er also nur und knabberte dann weiter an seinem Croissant rum.
Zu Colins nächsten Worten zuckte er zunächst nur mit den Schultern. Das hätte der wohl gerne, was?
„Na dann hast du wohl Pech gehabt, würde ich sagen“, antwortete René mit betont mitleidiger Stimme, „wenn du willst, dass ich mein hart verdientes Geld in dich investiere, muss du dich mehr anstrengen.“
Aber in der Tanzgruppe wäre Colin wohl wirklich Fehl am Platz. So ganz dezent. Einmal könnte das ja ganz lustig sein, aber öfter musste er Colin jetzt auch nicht so unbedingt dabei haben.
Wenn sie sich nach dem heutigen Tag denn überhaupt noch einmal wiedersahen. Colin mochte ja ein ganz interessanter, vielleicht sogar lustiger Typ sein, aber trotzdem waren sie in erster Linie noch Fremde und außerdem relativ verschieden, soweit René das beurteilen konnte.
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Re: Puls der Zeit - Play

#49

Beitrag von Parsifal » So 4. Feb 2018, 19:58

Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

"So viel zu der Gast ist König", murmelte Colin mehr zu sich selbst und rutschte vom Hocker, um seine Tasse unter die Kaffeemaschine zu schmettern. Er drückte ein paar Knöpfe und sah dann dem dampfenden Zeug zu, dass zischend in der Tasse landete. Immerhin war der Kaffee wirklich gut, da lohnte sich der Gang. Aber höflich war das nicht. Eine Minute später kehrte er auf seinen Hocker zurück und kippte den ersten Schluck schwarz hinunter. Und den Rest danach auch, ob er sich nun die Zunger verbrannte oder nicht. Es war schon wieder viel zu lange wach und sein Gehirn schrie nach Schlaf. Die Nacht war immerhin kurz gewesen, aber was tat man nicht alles für einen geilen Körper? Dieses leidige Joggen. Und Boxen. Colin strauchelte einen Moment innerlich - musste er heute arbeiten? Vielleicht. Oder nicht? Man, er hatte keine Ahnung und seine Arbeitszeiten mal wieder nicht notiert. Aber wenn dem so war, dann würde er es eh nicht mehr rechtzeitig schaffen. Und sich später am Tag dann krankmelden, die altbekannten Kopfschmerzen taten es immer. "Tja", kommentierte Colin nun Renés Worte. "Da will man mal Freunde machen, aber man hat keine Kohle. Und Kohle krieg ich nicht, weil ich ein unsozialer Scheßkerl bin. Willkommen in der Welt." Er meinte es nicht wirklich ernst - es war ja nicht so, dass er ein Opfer war. Gut, Freunde hatte er vielleicht auch noch keine in Berlin, aber da war er hier ja sowieso an der falschen Stelle. Da müsste man mal eher Nachts vor den Clubs schauen, da fanden sich wohl geeignete Kandidaten.
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René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

#50

Beitrag von Locksley » Mo 5. Feb 2018, 18:54

„Sieh’s als Kompliment“, meinte René, während er beobachtete, wie Colin sich an die Kaffeemaschine wagte, „ich halte dich für intelligent genug, um dir eigenständig einen Kaffee zu machen. Das ist doch schon mal was.“
René für seinen Teil hatte mittlerweile genug Koffein intus, um als vollständig wach zu gelten. Bald dürften auch wieder alle seine Freunde/Kollegen wach sein. Noch was sein Handy ja verdächtig still, aber im Laufe des Tages würde sich das wohl noch ändern. Auch, wenn René nicht plante, heute noch jemanden persönlich zu sehen. Ein ruhiger Tag war geplant, sobald René wieder alleine war. Nur René und seine Couch und abends vielleicht ein bisschen Yoga, wenn er sich dazu aufraffen konnte.
„Hast du vielleicht mal versucht, kein unsozialer Scheißkerl mehr zu sein?“, schlug René dann locker vor, „soll helfen, hab ich gehört.“
Er war sich nicht ganz sicher, was er von Colins Aussage halten sollte. Erst einmal würde René den Scheißkerl-Teil so unterschreiben, vielleicht fielen ihm auch noch ein paar andere Adjektive ein, die man davor setzten konnte. Doch so wirklich ernst meinte Colin das ja wohl nicht und wie genau jetzt der Scheißkerl-teil mit dem Kohle-teil zusammenhing, wollte sich ihm auch nicht erschließen. Als René in Colins Alter gewesen war, war er schon arbeiten gegangen. Jedenfalls, wenn er Colins Alter richtig schätze.
"Wie alt bist'n du überhaupt? Bekommst du nicht noch Taschengeld?", ergänzte er deswegen noch, um seine Neugierde zu befriedigen.
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