Puls der Zeit - Play

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Kratos
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Puls der Zeit - Play

#1

Beitrag von Kratos » Mi 25. Okt 2017, 18:46

Hallöchen!
Das hier ist das Play zu "Puls der Zeit".
Generelle Infos zum Play findet man in der Planung.

Dieser Post hier ist ein reiner Übersichtspost, es ist also durchaus sinnvoll, ihn sich regelmäßig anzusehen. Alle Infos wie Wetter, Tageszeit, Handlung etc findet ihr hier.

Postregeln:
  • Nur mit angenommenen Charakteren posten
  • In der Überschrift Charakter und Aufenthaltsort angeben; bei mehren Charakteren in einem Post bitte die Postüberschrift nicht verändern, sondern es im Beitrag selbst als gesonderte Überschrift setzen
  • Keine unabgesprochene Gewalt
  • Kein Powerposting
Viel Spaß!

Playinfos

Datum: 1.1.2017
Uhrzeit: 12:00 vormittags
Wetter: Der Neujahrsmittag ist immer noch ein wenig vernebelt, ab und an schauert es ein wenig, auch, wenn es eher Sprühregen ist, der in die Kleidung kriecht und alles klamm und feucht macht. Theoretisch sind es jedoch 9°C, also relativ warm für diese Jahreszeit. Nur die Sonne kann sich nicht durch die Wolkendecke durchsetzen.
Ausblick: Der erste Tag des neuen Jahres ist für viele Leute ein neuer Anfang, aber manche schleppen auch immer noch Altlasten mit sich herum. Das letzte Jahr war geprägt von Unsicherheit, Terror, prominenten Todesfällen, Unwetter und vielem anderen. Die Gesellschaft hat sich verändert, das Leben hat sich verändert. Zeit für einen neuen Anfang, Zeit dafür, Vorsätze zu fassen und umzusetzen, und sich neuen Herausforderungen entgegen zu stellen.

+++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++
Die TageszeitungAnzeigen
Die Flüchtlingskrise und die CDUAnzeigen
Die Menschen haben das Vertrauen in die Regierung verloren – und die Regierung ein Glücksspiel.

Man sollte meinen, Frau Doktor Merkel habe in und mit der Flüchtlingskrise einen guten Job gemacht. Zumindest weisen Vertreter ihrer Partei ab und an darauf hin, wenn es um die Neuwahlen im September geht. Die Wahrheit ist aber, dass das Unsinn ist. Frau Merkel hat eine richtige Entscheidung getroffen: Die Grenzen offen zu lassen, und damit das Bild der „Festung Europa“ eindeutig zu schwächen. Aber: nur die Grenzen aufmachen bedeutet noch lange nicht, man habe etwas „gut gemeistert“, und es bedeutet auch noch lange nicht, dass es vorbei ist, nur, weil jetzt weniger Flüchtlinge kommen.
Wenn man sich die Umfragezahlen der Union ansieht, dann weiß man auch, dass die Bürger nicht mehr bereit sind, sich so an der Nase herumführen zu lassen. Immerhin sind die Probleme mittlerweile allgegenwärtig – zumindest wirkt es so. Dass es in Wirklichkeit ein wenig anders aussieht, und es eher um altbekannte Problematiken geht, die aktuell mehr hochkochen, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Egal, was man macht, man kann nicht leugnen, dass diese Position der Untätigkeit und der Merkelschen Raute eben den Bewegungen, die aktuell die größte Gefahr für unsere freiheitlich-demokratische Verfassung darstellen, Auftrieb geben. Und man kann nur hoffen, dass die Bundesregierung daraus lernt: Die Auffanglager der Geflüchteten in Libyen brauchen einfach nur mehr Unterstützung; in der Vergangenheit waren Finanzspritzen für Flüchtlingslager in Afrika nicht unüblich, wirklich unüblich ist es auch heute noch nicht, nur, dass wir das Geld, statt es an die zu schicken, die es brauchen, jetzt lieber einer wachsenden Diktatur unter einem Despoten in den Rachen werfen. Kann man natürlich auch so machen, aber vielleicht kehrt man ja lieber zum alten System zurück, nachdem der Versuch mit den Sparmaßnahmen uns nun sicherlich dreimal so viel gekostet hat, wie es gewesen wäre, wenn wir alles beim Alten gelassen hätten. Vielleicht lernt man ja dazu, denn so lange der Nahe Osten nicht wirklich befriedet ist – und zwar aus sich selbst heraus – wird die „Festung Europa“ immer wieder mit solchen Strömen zu kämpfen haben.
Wohnungsnot - NotwohnungAnzeigen

Jeder vierte Deutsche lebt in einer Wohnung, in der er nicht immer bleiben will: Jeder siebte zieht seit Jahren planlos durch die Gegend.

In Deutschland herrscht Wohnungsmangel. In Berlin Wilmersdorf werden aktuell sogenannte „Mikroappartments“ gebaut: 23m² inklusive Küche und Bad, und das ganze soll 450€ kosten. Kalt. Die Bezirksregierung reagiert damit auf die wachsende Wohnungsnot, auf immer mehr WBS-Anfragen, die sie einfach nicht stemmen kann, und auf die Fragen der Anwohner, auch, wenn diese von dem Manöver eher wenig beeindruckt sind. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass diese Mikroappartments kaum jemandem zugemutet werden können, und wieder nur Menschen zu gute kommen, die wirklich nur kurz irgendwo bleiben – für die lange Sicht ändert sich nichts.
Mieterbünde und auch Demographieforscher fordern seit Jahren, dass man im Wohnungsbau etwas ändern muss, denn auf der einen Seite campen jährlich neue Studenten vor der FU, TU und der Humboldt-Universität, wenn sie in den Zulaufmonaten nirgendwo einen Wohnplatz bekommen, auf der anderen Seite gibt es Wohnung, die leer stehen, weil sie zu teuer, zu schlecht sarniert oder vielleicht ganz und gar verödet sind.
Der Berliner Senat will dagegen vorgehen, aber offensichtlich sind Gelder und Platz nicht da; vielleicht wäre es doch eine Idee, das staatliche Wohneigentum zu erhöhen?
Ein friedliches neues JahrAnzeigen
Nach den Übergriffen im vergangenen Jahr, wird 2017 unproblematischer eingeleitet

2016 gingen Schreckensbilder und -nachrichten durch ganz Deutschland: Die organisierte Vergewaltigung von Frauen am Silvesterabend sorgte noch Monate lang für Debatten und Rücktritte. Dieses Jahr ist das Neujahrsfest ruhiger von Statten gegangen. Natürlich gab es wieder Überfälle, und einige Fälle von Bränden. Die Berliner Feuerwehr rückte insgesamt 276 Mal aus, was ein Rückgang um 10 Einsätze im Vergleich zum letzten Jahr ausmacht. Die Berliner Polizei meldete einen Rückgang von angezündeten Autos und Diebstählen um zehn Prozent.
Generell hatten die Einsatzkräfte auf ein wesentlich turbulenteres Silvester vorbereitet, als es letzten Endes dann war.
11 Tote in BagdadAnzeigen
Bei einem Anschlag kamen in der iranischen Hauptstadt Bagdad 11 Menschen ums Leben

In der Nacht auf den 31.12 kam es in Bagdad zu einem Selbstmordattentat: Der Täter, der bisher noch nicht identifiziert werden konnte, sprengte sich auf dem Campus der University of Bagdad in die Luft. Der Daesh bekannte sich wenige Stunden später zu dem Anschlag, und ließ verlauten, dass weitere Anschläge folgen würden, wenn die Hochschule für Frauen weiterhin an die Universität angeschlossen sein würde. In der Vergangenheit versuchten viele Radikale, die Hochschule für Frauen zu boykottieren und zu schließen – doch die Regierung setzt sich nach wie vor dafür ein, dass Frauen im Iran zu Bildung kommen.
Die zehn Opfer des Attentäters waren allesamt männlich, und Studenten der Universität. Die europäischen Staatschefs drückten ihr Mitgefühl aus.
FotoAnzeigen
Einbrüche, Übergriffe und geklaute AutosAnzeigen
Auch in diesem Jahr hielt Silvester uns wieder in Atem.

Die Kölner Polizei informierte darüber, dass in diesem Jahr wieder über 4000 Autos in der Rheinstadt gestohlen oder demoliert wurden. Sie verwiesen auf die Aktivitäten der lokalen Antifa.
In Berlin brannten wieder mehrere hundert Autos ab, und ein geschätzter Schaden von 400.000 Euro kam durch Ladeneinbrüche zustande. Die Polizei am Kölner Hauptbahnhof kontrollierte vornehmlich Asylanten und Immigranten, bevor sie sie weiterziehen ließen. Das erklärt auch den Erfolg der Domstadt, die Übergriffe des letzten Jahres nicht wieder aufkommen zu lassen.
Liebesaus im Jahreswechsel?Anzeigen
Das Supermodel Heidi Klum hat angeblich mit ihrem Freund Schluss gemacht.

Schon seit einer Weile krisselt es mehr, als dass es kribbelt, und laut einer Bekannten soll das Topmodel am 30.12. mit ihrem 13 Jahre jüngeren Freund Schluss gemacht haben. Ein Grund könnte Heidis Ex-Mann Seal sein, oder Probleme mit den Kindern aus erster Ehe. Das Topmodel schweigt bisher eisern.
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Re: Puls der Zeit - Play

#31

Beitrag von Parsifal » So 21. Jan 2018, 19:48

Colin Nedelko || irgendwo auf der Straße
bei René Belrose

Colin würde den Weg einfach rennen. Wenn sein Körper erst einmal wieder warm war, dürfte hoffentlich nicht mit einer Erkältung zu rechnen sein. Wobei sein Immunsystem ja nun echt scheiße war. Er spannte schon die Muskeln in den Beinen an, als der Typ ihn noch einmal zurückrief. Bei dessen Worten wollte Colin erst weiterlaufen und ihn ignorieren, blieb dann aber doch stehen. Nicht aus Höflichkeit, eher aus... Erstaunen? Er war ja nicht wirklich nett zu dem Kerl gewesen, aber dieser schien wohl ein Gutmensch zu sein. Betont langsam drehte Colin sich zu René um und besah ihn von oben bis unten. Anscheinend wusste der Typ echt nicht, ob er nun freundlich oder scheiße sein sollte - oder er hatte einfach extreme Stimmungsschwankungen. Colin hob die Augenbrauen. "Bist du jetzt Mutter Theresa oder was?", gab er zurück, lief aber nicht weiter. "Aber wenn du schon so fragst - du kannst mir gerne ein Frühstück spendieren und mir später den Bus nach Hause bezahlen. Und eine Dusche wär cool." Colin grinste süffisant. Er rechnete nicht damit, dass René ihn wirklich mit nach Hause nehmen würde. Aber die Reaktion auf diese Forderung zu sehen war bestimmt lustig.
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Renè Belrose | Draußen unterwegs, bei Colin Nedelko

#32

Beitrag von Locksley » So 21. Jan 2018, 20:59

Bei der Antwort des Typen verdrehte René die Augen. Ein bisschen Freundlichkeit würde den auch umbringen, was? Vielleicht eine eingebildete Allergie oder so. Vielleicht befürchtete er, an jedem Wort, dass nicht unverschämt war, zu ersticken. Doch das ließ René seine Meinung nicht ändern, eher im Gegenteil. Wenn man ihn fragte, war er einfach auf so viele Arten besser, als dieser Idiot und er würde nicht auf dessen Level abstürzen, indem er jetzt zurück zickte. Außerdem war ja immerhin einer von ihnen vernünftig erzogen worden. René hatte das Angebot gemacht und jetzt würde er es nicht wieder zurücknehmen. Auch, wenn ein Teil von ihm ahnte, dass er das später bereuen würde. Spätestens, wenn der Typ irgendwas aus Renés Wohnung mitgehen ließ.
„Du kannst ein halbes Croissant abhaben“, grummelte René leise und späte in die Brötchentüte. Für zwei würde das nicht reichen. Hatte er Zuhause noch was Vernünftiges? Toast vielleicht. Rührei bekam er ja auch ganz ordentlich hin.
Wann hatte er eigentlich zum letzten Mal aufgeräumt? Eigentlich war René ein recht ordentlicher Mensch, aber zwischen Weihnachten und Neujahr hatten die meisten Leute frei und dementsprechend mehr gab es zu tun. Die Nächte im Club und die Tage nutzte die Tanzgruppe gerne.
Naja. Musste der Typ dann halt mit klarkommen.
„Sind nur ein paar Minuten“, ergänzte er dann noch, bevor er loslief und den Typen mitwinkte.
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Re: Puls der Zeit - Play

#33

Beitrag von Kratos » Mo 22. Jan 2018, 20:36

Emmanuel Lesse - seine WG mit Justice Price

Justice schlüpfte ins Bad, und Manu grinste immer noch leicht. Sie war so eine seltsame Person, aber auf eine sehr positive Art. Er mochte sie wirklich sehr, auch wenn ihre Zaghaftigkeit ihm manchmal den letzten Nerv rauben konnte.
Während sie duschte, sammelte er schon mal die Sachen zusammen, die er gleich anziehen würde, sodass sie im fliegenden Wechsel ins Bad konnten. Als sie nur im Handtuch heraustrat, wandte er wie beiläufig den Blick ab, nicht, weil Justice nicht hübsch war, sondern, weil er sicher war, dass ihr das unangenehm wäre.
Wirklich lange brauchte er nicht, und als er aus dem Bad wieder heraustrat, war sie fertig angezogen, kurz musterte er ihre Erscheinung und grinste. Schwarz stand ihr, weil man merkte, dass sie sich darin wohl fühlte.
Er selbst trug eine leicht ausgeblichene, graue Jeans, die ihre besten Zeiten schon hinter sich hatte, aber schön dicken Stoff hatte, sowie einen Pullover, der schwarz war, und lediglich ein rotes Horusauge mit verschiedenen okkulten Zeichen - und dem botanischen Zeichen für Baum - auf dem Augenlid zeigte.
"Du siehst gut aus", sagte er, als er sich seine Stiefel wieder anzog. "Bist du soweit?"

Cameron Price -> in die Notaufnahme der Klinik; zu Rico Schwarz

Gerade kam der Bus, als Camerons Pieper ertönte. Eine innere Stimme riet ihm, das Ding zu ignorieren, aber Cameron war viel zu gut darauf trainiert, diese Stimme der Vernunft zu überhören.
Er blickte auf den Display. Ein Notfall, und seine Schichtablösung war noch nicht da. Verdammte Scheiße. Er drehte sich auf dem Absatz um und rannte zurück, im Laufen schwor er sich, dass er Jonas den Hals umdrehen würde, wenn das jetzt nicht wenigstens ein Politiker mit Herzinfarkt war.
Um so größer war die Enttäuschung, als er wenige Minuten später in Arztkittel, mit desinfizierten Händen und Krankenhausschuhen die Station betrat, und die Empfangsdame ihn in ein Untersuchungszimmer schickte. Bevor er eintrat, warf er einen Blick auf das Klemmbrett. Eine unzureichende Anamnese, und ein Unfallhergang, der ganz deutlich machte: Das war kein Politiker mit einem Herzinfarkt, das war einfach nur ein Idiot, der ganz dringend Organspender werden wollte.
Er trat ein, und musterte den jungen Mann kurz, dann das hysterische Weibchen, das neben ihm stand. Sie beachtete er nicht - offenbar war sie zum Händchenhalten hier, und am liebsten hätte er sie sofort rausgeschickt.
"Guten Tag", sagte er, ohne dem Patienten die Hand anzubieten. "Ich bin Dr. Cameron, und ich nehme an, Sie sind Herr Schwarz?", fragte er. Oder der Idiot, der mich um meinen freien Tag bringt, fügte er in Gedanken hinzu.

Mark Karls | Zuhause, bei Nick Lewis

Etwas kitzelte ihn, und er fühlte, wie etwas seine Stirn berührte. Nicht unangenehm, sondern sanft und vertraut. Ein Lächeln legte sich auf seine Lippen, aber noch wollte er sie nicht öffnen. Er wollte noch ein wenig in diesem Dämmerzustand bleiben, in dem Worte nur langsam einen Sinn ergaben, und alles irgendwie wattig war. Aber die Stimme hatte wohl etwas dagegen. Langsam bewegte er eine Hand, und hielt die Finger fest, die an seinen Haaren zupften. "Nich...", murmelte er schlaftrunken und öffnete ganz langsam ein Auge.
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Alain
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Re: Puls der Zeit - Play

#34

Beitrag von Alain » Di 23. Jan 2018, 03:00

Rico Schwarz - Notaufnahme | Bei Cameron Price


Endlich öffnete sich die Tür zum Behandlungszimmer und selbst Emilia musste, zumindest für einen kurzen Zeitraum, ihre verdammte Klappe halten. Rico wusste nicht mehr, wann es zwischen ihnen beiden so furchtbar geworden war. Wahrscheinlich nach seiner Knie-OP, das letzte Mal, als er sich beim Parcours so stark verletzt hatte und einige Wochen an den Rollstuhl, und später an Krücken, gefesselt war. Rico nickte auf die Frage des Arztes hin nur. Er wollte kein Gespräch anfangen, er wollte eine Behandlung. Und am besten eine, die es ihm ermöglichte, nächste Woche wieder zum Training zu gehen. Er überließ es Emilia, den Arzt darüber aufzuklären, was passiert war und verdrehte nur die Augen, als sie betonte, wie leichtsinnig er gewesen war. Wieso hatte er sie noch gleich angerufen? Achja. Sie hatte ein Auto und er konnte schlecht in die Notaufnahme humpeln. Jetzt bereute er es, nicht einfach den Krankenwagen gerufen zu haben. Aber gerade dabei dachte er sich häufig einfach, dass es wohl wichtigere Notfälle als einen gebrochenen Knöchel und ein verstauchtes Handgelenk und ein paar Aufschürfungen und Blutergüsse gab, die den Notdienst dringender benötigten.
Nick Lewis - Zuhause | Bei Mark Karls

Es war wirklich niedlich, Mark beim Aufwachen zuzusehen. Nick persönlich würde sich selbst als einen Frühaufsteher bezeichnen. Das musste er auch sein, immerhin war er jeden Tag selbst in einem seiner Cafés und die machten nun mal um neun auf. Spätestens um sieben war er auf den Beinen und um acht dann schon auf der Arbeit. Probleme mit dem Aufwachen hatte er noch nie gehabt. Abgesehen von den Morgenden, die auf wirklich lange Nächte folgten, natürlich. "Ich mach uns Frühstück," teilte er seinem Freund gut gelaunt mit und verschwand in die Küche. Heute mussten Aufbackbrötchen und Rührei reichen, ansonsten wäre er natürlich noch zum Bäcker gefahren -- aber der hatte leider nicht auf. Nach ca. zwanzig Minuten hatte Nick alles Nötige auf einem Tablett und machte sich auf den Weg zurück ins Schlafzimmer. Vielleicht konnte ja frischer Kaffee und der Geruch von Rührei mehr zu Marks Wachwerden beitragen. "So, Schlafmütze," grinste Nick, "Essen ist fertig."
»Never forget, Caragor Nr. 3, 2k18«
~
Don't dare let her tremble alone,
For the Witcher, heartless, cold, paid in coin of gold,
He comes, he'll go, leave naught behind,
But heartache and woe.

~
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Re: Puls der Zeit - Play

#35

Beitrag von Parsifal » Di 23. Jan 2018, 19:41

Colin Nedelko || irgendwo auf der Straße
bei René Belrose

Krass, der Typ meinte das echt vollkommen ernst! Für einen Moment war Colin wirklich zu perplex, um auch nur einen Ton zu sagen, als René sich auch schon umdrehte und davonging. Der Kerl hatte also tatsächlich vor, einen vollkommen fremden, unfreundlichen Menschen mit zu sich nach Hause zu nehmen - in eine gänzlich private Welt? Colin wollte ja nicht einmal Freunde mit in sein Zimmer nehmen, weil es einfach sein eigenes Reich war und andere Leute dort nichts zu suchen hatten. Und so unglaublich weit war der Weg nach Hause auch nicht, um eine solche Tat zu rechtfertigen. Entweder war der Typ ein hirnloser Gutmensch oder ein schwuler Vergewaltiger. Colin musste ein wenig grinsen - er könnte René innerhalb von zwei Sekunden zusammenschlagen, daran zweifelte er nicht. Okay, also kein Vergewaltiger. Aber schwul - und vielleicht stand er René ja doch auf ihn? Mochte Badboys? Möglich. All diese Gedanken brachten Colin nur dazu, noch breiter zu grinsen, doch er folgte. Mehr als Neugier, denn aus Not. "Vielleicht kann ich mir ja auch was von deinem Make-Up ausleihen." Dramatisch wedelte er mit einer Hand vor dem Gesicht herum.
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Renè Belrose | Draußen unterwegs, bei Colin Nedelko-> nach Hause

#36

Beitrag von Locksley » Di 23. Jan 2018, 21:12

Machte er das gerade wirklich? Nahm er gerade echt einen wildfremden Typen mit zu sich nach Hause? Irgendwie schon. War das erste Mal, dass René sowas machte und irgendwie hatte er sich den Kontext dafür auch immer anders vorgestellt. Mehr Alkohol, dafür weniger Kaffee involviert und eher um Mitternacht rum, als am Vormittag. Und dann wäre seine Begleitung natürlich auch freundlicher. Und schwuler.
„Bist du dir sicher, dass du hetero bist?“, gab René trocken auf den dämlichen Kommentar des Typens zurück, „nicht mal mein Ex wollte sich von mir schminken lassen.“
Andererseits war Renés Ex nach aktuellem Stand auch noch der größerer Arsch. Da hatte der Idiot, der ihm nun folgte, wirklich noch Luft nach oben. Vielleicht war der ja auch wirklich einfach nur bescheuert.
Eine kleine Sorgenstimme meldete sich aber nun doch noch. Sollte er sein Make-up vielleicht wegräumen, bevor er den Typen duschen ließ? Nie im Leben würde er den Idioten da ranlassen. Dafür waren die Sachen wirklich viel, viel zu teuer gewesen. René schminkte sich ja nur ab und zu, wenn es im Club dazu passte, aber dann gönnte er sich eben auch die guten Sachen. Konnte der Idiot sich wahrscheinlich nicht vorstellen, dass René dreißig Euro für einen einzelnen Lidschatten ausgab, oder was da sonst noch so in seiner Schminktasche war.
So war das also beschlossen. Alles Teure aus dem Bad räumen, bevor der Typ da reindurfte.
„Wie heißt’n du eigentlich?“, fragte er dann noch und kramte gleichzeitig mit einer Hand sein Handy raus.
Immerhin kannte er den Typen halt echt nicht. Für einen Serienkiller war der wohl noch etwas zu jung, aber naja… man konnte ja nie wissen. Also schrieb er seinem besten Freund eben eine kurze Nachricht, umriss den Sachverhalt grob und erwähnte dann, dass Vince ja ab und zu Mal nachhorchen konnte, ob René noch lebte. War bestimmt mega effektiv, sollte der Typ tatsächlich ein Psycho sein, aber da hatte er halt vorher nicht dran gedacht und jetzt konnte er den Typen schlecht wieder ausladen.
Vince würde ihn umbringen. Oder sich seinen Teil denken und ihnen viel Spaß wünschen.
René kannte den Weg gut, blieb also nicht stehen, während er die Nachricht verschickte. Vielleicht hätte ihn sein jüngster Zusammenstoß mit dem Idioten etwas Besseren belehren sollen, aber naja… war ja vorher auch noch nie was passiert.
Er steckte das Handy weg, bevor er versehentlich an dem Gebäude, in dem seine Wohnung war, vorbeilaufen konnte, winkte den Typen mit und schloss die Eingangstür auf.
„Wehe, du klaust was“, mahnte er dann noch auf der Treppe auf dem Weg in seine Etage.
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Re: Puls der Zeit - Play

#37

Beitrag von Parsifal » Do 25. Jan 2018, 16:45

Colin Nedelko || irgendwo auf der Straße
bei René Belrose

"Ziemlich sicher, aber ich mag Karveval", gab Colin noch immer grinsend zurück und trottete einen Schritt hinter dem Typen her. Und nein, eigentlich mochte er kein Karneval. Oder Feiertage oder Feste - Tage, an denen man auf gut gelaunt und glücklich tat oder es wichtig fand, mit der Familie zusammen zu sein. Auch wenn die Familie einem sonst am Arsch vorbeiging. Aber Colin mochte es, Menschen zu provozieren und sich mit ihnen zu streiten, und er konnte einfach nicht damit aufhören. Nicht einmal, wenn man ihm freundlicherweise eine Dusche und Frühstück anbot - gut, das brauchte er auch nicht, aber man sollte niemals etwas ablehnen, wenn man es umsonst bekam. "Ich bin Colin", antwortete er jedoch ausgesprochen liebenswürdig und verzichtete auf weitere Provokationen, ließ René in sein Handy tippen, bis er vor einem Haus stehen blieb. Colin blickte die Fassade empor, folgte dann in den Hausflur und die Treppe rauf. Bei Renés weiteren Worten aber schnaubte er abfällig und klopfte mit der Faust gegen die Wand. "Seh ich so armselig aus, dass ich es nötig hätte, zu klauen?" Gut, er hatte keine Kohle für eine neue Jacke. Aber seine Laufschuhe waren 150-Euro-Dinger und nicht geklaut. Und sein Top war von Nike. Und die Jacke... okay, die hatte er einem Typen aus dem anderen Heim in Braunschweig abgezockt. Aber sonst hatte er gute Klamotten. Wie ein Penner sah er echt nicht aus. "Und schon gar nicht von dir. Deinen Glitzerkram. Also halt's Maul."
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René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

#38

Beitrag von Locksley » Do 25. Jan 2018, 19:19

Karneval, ja bestimmt. Da war der Typ, Colin, wie er sich vorgestellt hatte, ja auch nur minimal früh dran. René ließ den Kommentar unbeantwortete und verzichtete dieses Mal sogar darauf, die Augen zu verdrehen, aber auch nur, weil er befürchtete, Kopfschmerzen zu kriegen, wenn er das noch öfter tat. Beziehungsweise schlimmere Kopfschmerzen. Er hatte gestern neben dem obligatorischen Glas Sekt zwar nicht getrunken, tat er auf der Arbeit nie, aber ein wenig pochte sein Kopf trotzdem. Der eine Grund würde der unzureichende Schlaf sein, der zweite lief neben ihm her.
„Willst du eine ehrliche Antwort?“, nahm er also stattdessen auf Colins Frage Bezug. Nun, vielleicht sah der nicht wirklich aus, als ob er klauen musste, aber den Versuch traute René ihm trotzdem zu. Außerdem, wenn der Idiot sich über Renés Aussehen lustig machte, durfte René das ja wohl auch.
Vor seiner Wohnungstür blieb René stehen, kramte seinen Schlüssel raus und schloss auf. Er mochte seine Wohnung. Wirklich, sie war zwar nicht unglaublich groß, aber für eine Person auch definitiv nicht zu klein. Gemütlich eben. Eine Menge Fenster ließen immer genug Licht rein und er hatte sogar einen kleinen Balkon, auf dem René gerne saß. Außerdem machte ja auch eigentlich die Einrichtung das Meiste aus und da hatte René wirklich eine Menge Arbeit reingesteckt. Seine Wohnung war sehr persönlich eingerichtet, von den offensichtlichen Dingen wie stetig wachsenden Fotosammlung im Wohnzimmer an der Wand über der Couch, zu kleinen Sachen, wie der Umstand, dass die Titel auf den meisten seiner Bücher französisch waren.
René trat in den Flur, schmiss seine Schlüssel auf die Kommode, schälte sich dann aus seinem Mantel und dem Schal und zog die Stiefel aus.
„Schuhe bleiben hier“, informierte er seinen Gast und schob die Ärmel seines Pullis hoch, hier war es immerhin schön warm.
„Erst Kaffee oder erst Duschen?“, fragte er dann, beziehungsweise rief es mehr über die Schulter, während er schon mal vor in die Wohnzimmer-Küchen-Kombi ging. René brauchte definitiv einen Kaffee. Vielleicht auch zwei. Und vielleicht sollte er wirklich noch ein wenig aufräumen, zumindest seine Klamotten von gestern, als er sie auf dem Weg zur Dusche einfach auf den Boden geschmissen hatte, aufsammeln und… stattdessen vorläufig ins Schlafzimmer bringen, oder so.
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Re: Puls der Zeit - Play

#39

Beitrag von Parsifal » Sa 27. Jan 2018, 12:50

Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

Das war eine wirklich schicke Bude. Colin trat in den Flur und sah sich in aller Ruhe um, bemerkte die großen Fenster und die angenehme Helligkeit. Und es war erstaunlich sauber und aufgeräumt dafür, dass hier ein junger Mann lebte. Nun gut, er war höchstwahrscheinlich schwul. Aber wenn Colin an sein eigenes Zimmer im Heim dachte, glich das hier fast einem Möbelhaus. Er erwiderte nichts mehr auf Renés Antwort, zerrte sich stattdessen auf dessen Geheiß die Laufschuhe von den Füßen und warf sie Richtung Tür. Zum Glück für René war er niemand, der stark schwitzte und der mit müffelnden Füßen aus den Schuhen kam. Colin musste über den Gedanken grinsen - er konnte sich erstaunlich gut selbst amüsieren. René verschwand in irgendeinen Raum und Colin folgte ihm einfach. Er hatte ja keine Ahnung, wo was war. Es schien hier wohl eine Küche im Wohnzimmer darzustellen. "Du machst Kaffee und richtest mein Frühstück an, und ich gehe duschen. Würde ich vorschlagen." Colin neigte den Kopf und lächelte dieses liebenswürdig-gehässige Lächeln, das ihm so eigen war. "Hast du'n Handtuch? Und ich hoffe du hast wenigstens anständiges Duschgel." Und keines, was glitzerte. Heutzutage gab es ja fast alles zu kaufen. Rosa Shampoo, Glitzerduschgel, Bodylotion mit Muffingeruch. Wer dachte sich überhaupt so einen Scheiß aus? "Und ich dusche allein - falls du immer noch Hoffnungen haben solltest." Sein angeschlagener Ton war zutiefst sarkastisch, aber Colin liebte es einfach so sehr, Sprüche zu klopfen. Irgendwelche Talente musste man ja haben.
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René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

#40

Beitrag von Locksley » Sa 27. Jan 2018, 15:16

Auf der Küchentheke wartete eine Keksdose auf René, die die selbstgebackenen Weihnachtsplätzchen seiner Mutter enthielt. Oder zumindest den kümmerlichen Rest, den René bisher noch übergelassen hatte. René schmiss die Brötchentüte auf die Theke, hob den Deckel der Dose hoch, nahm sich einen Keks und nach kurzen Überlegungen noch einen zweiten. Das hatte er sich ja wohl verdient.
„Hast du noch nicht gelernt, deine Brötchen selbst zu schmieren? Scheinst ja noch jünger zu sein, als ich dachte.“, antwortete René auf Colins ‚Vorschlag‘.
Die Kekse waren mit wenigen Bissen aufgegessen, René drückte noch fix auf den Knopf der Kaffeemaschine.
„Handtücher sind im Bad“, erklärter er dann überflüssigerweise, wo sollten die denn auch sonst sein, und setzte sich erneut in Bewegung, winkte Colin mit und zog auf dem Weg zum Bad seine Schlafzimmertüre zu. Die Handtücher waren wirklich nicht schwer zu finden, aber René traute Colin trotzdem zu, sein Bad zu verwüsten, also nahm er eins aus dem Schrank hing es über die Heizung. Außerdem hatte er ja eh seine Schminke retten wollen. Zuvor allerdings nahm er noch das Stück einfache Kernseife vom Waschbeckenrand und warf es nach Colin. Beziehungsweise warf es ihm zu. Vielleicht ein klitzekleines Bisschen fester, als nötig gewesen wäre.
„Nimm halt Seife, wenn du Angst hast, dass dir von Granatapfelduft der Schwanz abfällt.“ Seine Stimme triefte vor Sarkasmus, aber er hatte ja nicht angefangen.
René musterte Colin, hielt seinen Blick etwas länger auf dessen Schritt gerichtet, als würde er abschätzen.
„Keine Sorge, ich lass dich in Ruhe. Hab dir doch schon gesagt, dass du mir zu klein bist.“
Dann blickte er wieder hoch und musste Colin einfach zuzwinkern.
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