Puls der Zeit - Play

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Kratos
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Puls der Zeit - Play

#1

Beitrag von Kratos » Mi 25. Okt 2017, 18:46

Hallöchen!
Das hier ist das Play zu "Puls der Zeit".
Generelle Infos zum Play findet man in der Planung.

Dieser Post hier ist ein reiner Übersichtspost, es ist also durchaus sinnvoll, ihn sich regelmäßig anzusehen. Alle Infos wie Wetter, Tageszeit, Handlung etc findet ihr hier.

Postregeln:
  • Nur mit angenommenen Charakteren posten
  • In der Überschrift Charakter und Aufenthaltsort angeben; bei mehren Charakteren in einem Post bitte die Postüberschrift nicht verändern, sondern es im Beitrag selbst als gesonderte Überschrift setzen
  • Keine unabgesprochene Gewalt
  • Kein Powerposting
Viel Spaß!

Playinfos

Datum: 1.1.2017
Uhrzeit: 12:00 vormittags
Wetter: Der Neujahrsmittag ist immer noch ein wenig vernebelt, ab und an schauert es ein wenig, auch, wenn es eher Sprühregen ist, der in die Kleidung kriecht und alles klamm und feucht macht. Theoretisch sind es jedoch 9°C, also relativ warm für diese Jahreszeit. Nur die Sonne kann sich nicht durch die Wolkendecke durchsetzen.
Ausblick: Der erste Tag des neuen Jahres ist für viele Leute ein neuer Anfang, aber manche schleppen auch immer noch Altlasten mit sich herum. Das letzte Jahr war geprägt von Unsicherheit, Terror, prominenten Todesfällen, Unwetter und vielem anderen. Die Gesellschaft hat sich verändert, das Leben hat sich verändert. Zeit für einen neuen Anfang, Zeit dafür, Vorsätze zu fassen und umzusetzen, und sich neuen Herausforderungen entgegen zu stellen.

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Die TageszeitungAnzeigen
Die Flüchtlingskrise und die CDUAnzeigen
Die Menschen haben das Vertrauen in die Regierung verloren – und die Regierung ein Glücksspiel.

Man sollte meinen, Frau Doktor Merkel habe in und mit der Flüchtlingskrise einen guten Job gemacht. Zumindest weisen Vertreter ihrer Partei ab und an darauf hin, wenn es um die Neuwahlen im September geht. Die Wahrheit ist aber, dass das Unsinn ist. Frau Merkel hat eine richtige Entscheidung getroffen: Die Grenzen offen zu lassen, und damit das Bild der „Festung Europa“ eindeutig zu schwächen. Aber: nur die Grenzen aufmachen bedeutet noch lange nicht, man habe etwas „gut gemeistert“, und es bedeutet auch noch lange nicht, dass es vorbei ist, nur, weil jetzt weniger Flüchtlinge kommen.
Wenn man sich die Umfragezahlen der Union ansieht, dann weiß man auch, dass die Bürger nicht mehr bereit sind, sich so an der Nase herumführen zu lassen. Immerhin sind die Probleme mittlerweile allgegenwärtig – zumindest wirkt es so. Dass es in Wirklichkeit ein wenig anders aussieht, und es eher um altbekannte Problematiken geht, die aktuell mehr hochkochen, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Egal, was man macht, man kann nicht leugnen, dass diese Position der Untätigkeit und der Merkelschen Raute eben den Bewegungen, die aktuell die größte Gefahr für unsere freiheitlich-demokratische Verfassung darstellen, Auftrieb geben. Und man kann nur hoffen, dass die Bundesregierung daraus lernt: Die Auffanglager der Geflüchteten in Libyen brauchen einfach nur mehr Unterstützung; in der Vergangenheit waren Finanzspritzen für Flüchtlingslager in Afrika nicht unüblich, wirklich unüblich ist es auch heute noch nicht, nur, dass wir das Geld, statt es an die zu schicken, die es brauchen, jetzt lieber einer wachsenden Diktatur unter einem Despoten in den Rachen werfen. Kann man natürlich auch so machen, aber vielleicht kehrt man ja lieber zum alten System zurück, nachdem der Versuch mit den Sparmaßnahmen uns nun sicherlich dreimal so viel gekostet hat, wie es gewesen wäre, wenn wir alles beim Alten gelassen hätten. Vielleicht lernt man ja dazu, denn so lange der Nahe Osten nicht wirklich befriedet ist – und zwar aus sich selbst heraus – wird die „Festung Europa“ immer wieder mit solchen Strömen zu kämpfen haben.
Wohnungsnot - NotwohnungAnzeigen

Jeder vierte Deutsche lebt in einer Wohnung, in der er nicht immer bleiben will: Jeder siebte zieht seit Jahren planlos durch die Gegend.

In Deutschland herrscht Wohnungsmangel. In Berlin Wilmersdorf werden aktuell sogenannte „Mikroappartments“ gebaut: 23m² inklusive Küche und Bad, und das ganze soll 450€ kosten. Kalt. Die Bezirksregierung reagiert damit auf die wachsende Wohnungsnot, auf immer mehr WBS-Anfragen, die sie einfach nicht stemmen kann, und auf die Fragen der Anwohner, auch, wenn diese von dem Manöver eher wenig beeindruckt sind. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass diese Mikroappartments kaum jemandem zugemutet werden können, und wieder nur Menschen zu gute kommen, die wirklich nur kurz irgendwo bleiben – für die lange Sicht ändert sich nichts.
Mieterbünde und auch Demographieforscher fordern seit Jahren, dass man im Wohnungsbau etwas ändern muss, denn auf der einen Seite campen jährlich neue Studenten vor der FU, TU und der Humboldt-Universität, wenn sie in den Zulaufmonaten nirgendwo einen Wohnplatz bekommen, auf der anderen Seite gibt es Wohnung, die leer stehen, weil sie zu teuer, zu schlecht sarniert oder vielleicht ganz und gar verödet sind.
Der Berliner Senat will dagegen vorgehen, aber offensichtlich sind Gelder und Platz nicht da; vielleicht wäre es doch eine Idee, das staatliche Wohneigentum zu erhöhen?
Ein friedliches neues JahrAnzeigen
Nach den Übergriffen im vergangenen Jahr, wird 2017 unproblematischer eingeleitet

2016 gingen Schreckensbilder und -nachrichten durch ganz Deutschland: Die organisierte Vergewaltigung von Frauen am Silvesterabend sorgte noch Monate lang für Debatten und Rücktritte. Dieses Jahr ist das Neujahrsfest ruhiger von Statten gegangen. Natürlich gab es wieder Überfälle, und einige Fälle von Bränden. Die Berliner Feuerwehr rückte insgesamt 276 Mal aus, was ein Rückgang um 10 Einsätze im Vergleich zum letzten Jahr ausmacht. Die Berliner Polizei meldete einen Rückgang von angezündeten Autos und Diebstählen um zehn Prozent.
Generell hatten die Einsatzkräfte auf ein wesentlich turbulenteres Silvester vorbereitet, als es letzten Endes dann war.
11 Tote in BagdadAnzeigen
Bei einem Anschlag kamen in der iranischen Hauptstadt Bagdad 11 Menschen ums Leben

In der Nacht auf den 31.12 kam es in Bagdad zu einem Selbstmordattentat: Der Täter, der bisher noch nicht identifiziert werden konnte, sprengte sich auf dem Campus der University of Bagdad in die Luft. Der Daesh bekannte sich wenige Stunden später zu dem Anschlag, und ließ verlauten, dass weitere Anschläge folgen würden, wenn die Hochschule für Frauen weiterhin an die Universität angeschlossen sein würde. In der Vergangenheit versuchten viele Radikale, die Hochschule für Frauen zu boykottieren und zu schließen – doch die Regierung setzt sich nach wie vor dafür ein, dass Frauen im Iran zu Bildung kommen.
Die zehn Opfer des Attentäters waren allesamt männlich, und Studenten der Universität. Die europäischen Staatschefs drückten ihr Mitgefühl aus.
FotoAnzeigen
Einbrüche, Übergriffe und geklaute AutosAnzeigen
Auch in diesem Jahr hielt Silvester uns wieder in Atem.

Die Kölner Polizei informierte darüber, dass in diesem Jahr wieder über 4000 Autos in der Rheinstadt gestohlen oder demoliert wurden. Sie verwiesen auf die Aktivitäten der lokalen Antifa.
In Berlin brannten wieder mehrere hundert Autos ab, und ein geschätzter Schaden von 400.000 Euro kam durch Ladeneinbrüche zustande. Die Polizei am Kölner Hauptbahnhof kontrollierte vornehmlich Asylanten und Immigranten, bevor sie sie weiterziehen ließen. Das erklärt auch den Erfolg der Domstadt, die Übergriffe des letzten Jahres nicht wieder aufkommen zu lassen.
Liebesaus im Jahreswechsel?Anzeigen
Das Supermodel Heidi Klum hat angeblich mit ihrem Freund Schluss gemacht.

Schon seit einer Weile krisselt es mehr, als dass es kribbelt, und laut einer Bekannten soll das Topmodel am 30.12. mit ihrem 13 Jahre jüngeren Freund Schluss gemacht haben. Ein Grund könnte Heidis Ex-Mann Seal sein, oder Probleme mit den Kindern aus erster Ehe. Das Topmodel schweigt bisher eisern.
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#21

Beitrag von Locksley » So 14. Jan 2018, 10:58

Als der Typ die Karte nahm und augenblicklich lachte musste René einfach die Augen verdrehen. Gott, warum mussten achtzig Prozent der jungen Männer nur so unglaublich unreif sein. Immerhin, nach unreif kam unverschämt bis beleidigend und bis dahin war der Typ zum Glück noch nicht abgerutscht.
"Ich bin Tänzer", gab René knapp zurück und hielt es nicht für nötig, eine weitere Erklärung abzugeben. Stimmte im weitesten Sinne ja auch. Klar, es gab unter Renés Kollegen auch einige, die es mit Kunden machten, aber das war nicht so Renés Fall und er verdiente auch so gut genug. Reich war er zwar nicht, aber er musste sich auch nie Sorgen darum machen, ob er die Miete zum nächsten Monat bezahlen konnte.
"Interesse, oder warum fragst du?", fuhr René dann trocken fort, "Ich kenn' ein paar Leute. An deinem Lächeln musst du zwar noch arbeiten, aber vielleicht bekommen wir dich trotzdem vermittelt."
René tat einen kurzen Moment einfach nur so, als würde er den Typen vollkommen übertrieben von Kopf bis Fuß mustern und nickte anschließend anerkennend.
"Bist ein bisschen klein, aber das Sportlerimage ist schon mal nicht schlecht. Ganz außer Atem und verschwitzt. Da kommst du vielleicht nicht mal mehr bis zur Party."
Aber Mal im ernst, wurde dem nicht langsam kalt? Ohne die Jacke blieb nur noch das dunkle Top und mehr als neun oder zehn Grad konnten sie ja nicht haben.
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Re: Puls der Zeit - Play

#22

Beitrag von Parsifal » Mo 15. Jan 2018, 17:12

Colin Nedelko || irgendwo auf der Straße
bei René Belrose

Mit Tanzen konnte man also so viel Geld verdienen, dass es sich lohnte, eine Visitenkarte zu besitzen. Interessant. Bei den nächsten Worten des Typen hob Colin allerdings angewidert die Augenbrauen - als ob er Interesse an Kerlen hätte! Und vor allem 'ein paar' Kerlen, er war weder schwul noch eine männliche Hure. Für einen kurzen Augenblick dachte Colin ja tatsächlich daran, René nun doch eins auf's Fressbrett zu geben, einfach weil da so dumme Worte aus seinem Mund kamen. "Mit meinem Sportlerimage reiße ich genug Frauen auf, da bin ich nicht auf deine Hilfe angewiesen. Die Männer sind wohl eher dein Themengebiet." Er schwang die Jacke über die Schulter und musterte sein Gegenüber mit einem süffisanten Lächeln von oben bis unten. "Hast wohl nie eine abgekriegt, dass du umgestiegen bist, was?"
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#23

Beitrag von Kratos » Mo 15. Jan 2018, 18:11

Überrascht blinzelte er. Er kannte Jus nicht sonderlich gut, aber Godzilla hätte jetzt nicht auf der Liste der Filme gestanden, den er mit ihr geguckt hätte. Bevor er etwas sagen konnte, fiel ihr jedoch auf, dass sie einen Scherz gemacht hatte. Er grinste schief. Der war gut, dachte er bei sich, beinahe hätte sie mich gehabt.
In ihrer Mimik ließ sich einmal mehr nicht erkennen, was in ihr vorging. Doch dann lehnte sie sich zurück, und er konnte sehen, dass sie sich ein wenig entspannte.
Er grinste breiter. "Öh...", sagte er langsam. "Ja, ich brauch nicht lange", sagte er. Jus würde lange brauchen, aber die Höflichkeit gebot doch eigentlich, ihr den Vortritt zu lassen, oder?
"Willst du zuerst?", fragte er also.
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#24

Beitrag von Locksley » Mo 15. Jan 2018, 18:12

Es war ja schon irgendwie interessant, wie sich jetzt bei diesem Thema gelandet waren. Zwei Fremde, die wortwörtlich auf den Straßen Berlins ineinander gerannt waren und sich nun über ihre sexuellen Präferenzen unterhielten. Wobei sich Renés Meinung, ob der den Typen nun ernstnehmen sollte, oder nicht, auch etwa im Sekundentakt änderte.
„Ah ja“, meinte René zu dem ersten Kommentar, konnte sich einen belustigten Unterton aber nicht verkneifen. Irgendwie bezweifelte René die Aussage ja. Gut, der Typ war jetzt ganz nett anzusehen, aber sonst? Charmant eher nicht, Geld hatte der nach eigener Aussage ja auch nicht und was blieb da noch, was Frauen anzog? Außerdem, der Typ war doch noch ziemlich jung. Jünger als René bestimmt. Achtzehn, Neunzehn, vielleicht?
„Nicht jeder Tänzer ist automatisch schwul, weißt du?“, meinte René dann zu dem, was wohl eine Provokation sein sollte und gab sich dabei Mühe so zu klingen, als würde er ein Kind belehren. Sanft, aber streng. Außerdem sehr allgemein, denn René selber war ja tatsächlich auch an Männern interessiert. Das musste der Typ aber ja nicht unbedingt wissen.
„Und originell war der Spruch jetzt auch nicht gerade“, musste er dann einfach noch ergänzen. Er hörte sowas tatsächlich öfter. Den Fehler, den alle machten, war, davon auszugehen, dass René das juckte. Dabei fand er es eigentlich eher dumm und kindlich. Wobei es irgendwie ja auch traurig war, dass die meisten hetero Männer ihren Wert anscheinend daran maßen, wie viele Frauen sie ins Bett bekamen.
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Re: Puls der Zeit - Play

#25

Beitrag von Parsifal » Di 16. Jan 2018, 17:08

Colin Nedelko || irgendwo auf der Straße
bei René Belrose

Colin fuhr sich mit den Fingern durch die weißblonden Haare. Der Schweiß war schon fast getrocknet, sodass seine Mähne in alle Richtungen abstand. Was so ziemlich seine Alltagsfrisur darstellte. Er legte wenig Wert auf Ordnung, weder an sich selbst, noch in seinem Leben. Und er wusste, dass er gut aussah und dass Mädchen ihn mochten, sei es wegen seines Aussehens oder wegen seinem Lebensstils. Statt zu einem aggressiven Konter anzusetzen legte Colin also nur den Kopf leicht schief und hob die Augenbrauen. Auf Partys hatte er irgendwann immer ein Mädchen am Start. Konnte dieser Typ - René - doch denken, was er wollte. Beim zweiten Kommentar aber musste er wieder lachen. "Bruder, es geht nicht um's Tanzen. Ich tanz auch manchmal. Aber du siehst einfach schwul aus." Colin hob die linke Hand und deutete auf das Gesicht des anderen. Sogar die Haare glitzerten. Und war das Schminke um die Augen? "Oder feierst du gerade Karneval?" Es war ja nicht einmal so, dass Colin etwas gegen Schwule hatte. Er hatte einfach etwas gegen alle Menschen, das war schließlich fair. Nun verschränkte er die Arme ineinander, es wurde doch ein wenig kühl, nun, wo der Körper sich nicht mehr bewegte. Aber die Geste unterstrich seine Worte auch ganz gut, also fiel es wohl kaum auf. Er war ja kein Jammerlappen.
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#26

Beitrag von Locksley » Di 16. Jan 2018, 20:37

Irgendwie war es bescheuert, aber als der Typ auf sein Gesicht deutete musste René instinktiv eine Hand heben und sich durchs Gesicht reiben. Ihm war ja schon klar, was der Typ mit dem Karnevalkommentar wollte. Aber Glitzer war halt ums Verrecken nicht aus Haaren rauszukriegen, okay? Von Klamotten bekam man das auch nie wieder ab. Seine Sachen von gestern hatte er sich ja noch nicht mal bei Tageslicht angesehen, war vielleicht auch besser so. Und die guten Eyelinerstifte hielten halt, was sie versprachen. All night und die nächsten drei Tage hatte man auch noch was davon. Ein paar schwarze Schmieren blieben an seinen Fingerspitzen haften, René wischte sie an seinem Mantel ab.
Aber war ja schon interessant, wie der Typ schwul aussehen klassifizierte. War alles, was glitzerte, automatisch schwul? Einige seiner Kollegen waren ja durchaus auch hetero. Doch sie begannen hier eine Diskussion, die René eigentlich nicht mit dem Typen führen wollte. Er könnte den Idioten zwar aufklären, beziehungsweise es versuchen, hatte aber nicht so wirklich Lust darauf, denn viel brachte das erwartungsgemäß nicht. Eigentlich war es ja fast schon bedauernswert.
„Na wenn du das sagst muss das ja dann natürlich stimmen“, antwortete er sarkastisch, fuhr sich ein letztes Mal durch die Haare und ließ den Glitzer dann Glitzer sein.
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Re: Puls der Zeit - Play

#27

Beitrag von BrokenHabit » Mi 17. Jan 2018, 21:08

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Bei Emmanuel Lesse

Sie sah Manus Grinsen als Reaktion auf ihren Witz aus dem Augenwinkel und konnte nicht anders, als ebenfalls etwas mehr zu lächeln.
Als er sie allerdings fragte, ob sie zuerst ins Bad wolle, musste sie wieder kurz nachdenken. Jus war eine schüchterne Persönlichkeit, daher ließ sie lieber anderen den Vortritt, um sich nicht aufzudrängen. Wenn er allerdings schon fertig war, wenn sie erst anfing, würde er lange warten müssen und bestimmt ungeduldig werden. Also fasste sie sich ein Herz: „Hm, ja, vielleicht gehe ich am besten zuerst duschen. Du kannst dich ja fertig machen, während ich mit dem Anziehen und meinen Haaren beschäftigt bin.“ Das Föhnen und Kämmen dauerte bei ihr gefühlte Stunden.
Nun wollte sie Manu aber auch nicht lange warten lassen, also lief sie gleich ins Badezimmer und schlüpfte unter die Dusche. Das warme Wasser tat ihr gut und spülte auch einen Teil ihrer schlechten Stimmung in den Abfluss.
Danach putzte sie sich die Zähne und nahm den Föhn mit in ihr Zimmer, um das Bad nicht weiter zu blockieren. Noch immer fühlte sie ein leichtes Prickeln des Unwohlseins, wenn sie nur mit einem Handtuch bekleidet über den Flur huschte, doch es war ihr etwas zu umständlich, jedes Mal ihre Kleidung mit ins Badezimmer zu nehmen.
Für den heutigen Tag wählte sie eine eng anliegende Leggins und darüber eine dunkle Jeans mit vereinzelten Rissen. Auf ihrem schwarzen Hoodie prankte – passend zu ihrer Erscheinung – die Aufschrift „Ja, ich trage heute ein fröhliches Schwarz“. Nach einem letzten Blick in den Spiegel trat sie schließlich aus ihrem Zimmer, um zu sehen, wo Manu war.
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BrokenHabit • 11 minutes ago
Schimmel ist mein Lieblingsbrotbelag
Kratos • 11 minutes ago
Oh ja, dann nimm mich
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Re: Puls der Zeit - Play

#28

Beitrag von Parsifal » Fr 19. Jan 2018, 13:43

Colin Nedelko || irgendwo auf der Straße
bei René Belrose

Also kein Karneval, sondern ganz eindeutig schwul. Colin grinste ein wenig anzüglich und legte den Kopf schief. "Sorry Mann, selbst wenn ich gay wäre wärst du echt nicht mein Typ", gab er nur zurück und wandte sich ohne ein Wort des Abschieds zum Gehen. Sein Sportplan war im Eimer und es war verdammt kalt, und es war ja nicht so, dass das Heim gleich um die Ecke war. Die Kilometer, die er hierher gelaufen war, musste er auch wieder zurücklaufen. Und das mit der nassen Jacke in der Hand statt am Körper, und das bei dem Wetter. So verschwitzt war eine Erkältung auch nicht weit, und Colin hasste es zutiefst, krank zu sein. Zum Glück war er es nur selten, der Sport bescherte ihm auch ein gutes Immunsystem. Es brachte an dieser Stelle nichts mehr, mit diesem Typen zu reden, und was Interessantes zu sagen hatte der ja auch nicht. Da war die Dusche und das Bett einladender. Hauptsache der Kerl blechte später für eine neue Jacke, wenn der Dreckskaffee nicht rausging. Wenn nicht, war Colin sich sicher, würde er ihn finden können und ihm dann auf die Schnauze hauen.
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Renè Belrose | Draußen unterwegs, bei Colin Nedelko

#29

Beitrag von Locksley » Fr 19. Jan 2018, 14:42

Ein skeptischer Blick, mit mehr würdige René den letzten Kommentar seines Gegenübers nicht mehr. Was gabs da denn auch noch zu zu sagen? Wenn selbstbewusst und attraktiv nicht dem Typ des Idioten entsprachen verpasste er wohl wirklich etwas. Doch das war sein Pech und wären sie nicht wortwörtlich ineinander gerannt würde René sich wohl auch kaum mit so jemandem abgeben.
Also hielt René den Typen nicht auf, als er sich abwandte, sondern drehte sich selbst um, um zu gehen. Er schaffte sogar zwei Schritte, bevor er dann doch wieder stehen blieb, kurz nachdachte, schließlich seufzte und den kurzen Weg schnell wieder zurückging.
„Hey“, rief René dem Typen hinterher, der auch selbst erst ein paar Schritte geschafft hatte.
„Du kannst doch bei dem Wetter nicht so durch die Gegend rennen“, stellte er fest und deutete auf das dünne, durchgeschwitzte Top, das dem Typen nach dem Verlust seiner Jacke noch geblieben war. Ein Verlust, an dem er ja immerhin schon irgendwie Mitschuld war. Also ja, vielleicht fühlt er sich ein klitzekleines bisschen schuldig.
„Ich wohn ihr in der Nähe…“, begann er deswegen und ließ den Satz dann doch ohne richtiges Ende ausklingen. Man konnte es wohl als Vorschlag interpretieren, aber so ganz wusste René selbst nicht, was er dem Typen gerade vorschlagen wollte. Ein Auto hatte er nicht, also konnte er den Typen schlecht nach Hause fahren. Eine Ersatzjacke vielleicht? Irgendwas Altes, was er nicht vermissen würde, wenn er es nie wiedersehen würde. Oder eine Dusche, dann war es draußen zwar immer noch kalt, aber der Typ war wenigstens nicht mehr verschwitzt. Irgendwie sowas vielleicht.
Oder vielleicht wohnte der Typ auch selbst nur drei Häuser weiter und hatte das gar nicht nötig. Naja, jetzt hatte René den halben Vorschlag aber schon ausgesprochen.
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Re: Puls der Zeit - Play

#30

Beitrag von Alain » Sa 20. Jan 2018, 22:52

Rico Schwarz - Im Krankenhaus | Notaufnahme | Bei Cameron Price


Der Tag war einfach beschissen gelaufen. Schon heute morgen hatte Rico sich unglaublich mit seiner Freundin gestritten, war dann doch rausgegangen und ja, vielleicht hatte er etwas dummes getan und hätte es besser wissen müssen. Bei den Temperaturen und der Feuchtigkeit hätte ihm klar sein müssen, dass viele Oberflächen rutschig sein würden und die ganze Sache viel zu gefährlich. Verdammt, sagte er nicht selbst im Training immer, dass die Kids ja vorsichtig sein sollten, wenn es nass war?
Und was hatte er jetzt davon, dass es sich nicht an seinen eigenen Rat halten konnte? Krankenhaus, Notaufnahme. Emilia war bei ihm, doch er beachtete sie kaum. Sie machte sich Sorgen und wurde hysterisch. Ganz klasse. Genau das, was er gerade nicht gebrauchen konnte.
Die Schmerzen, die sich durch sein Bein zogen, als würde ihm jemand Nägel in den Knöchel hammern, waren eigentlich mehr als genug -- ihr hysterisches Gejammer konnte Rico jetzt nicht auch noch gebrauchen. Und wenn endlich mal ein verdammter Arzt auftauchen würde, das wäre wundervoll.

Nick Lewis - Zuhause | Bei Mark Karls


Nick streckte sich ausgiebig, bevor er die Augen aufschlug. Er drehte sich auf die Seite und musste unwillkürlich lächeln. Mark schlief noch und Nick ließ es sich nicht nehmen, ihm eine Haarsträhne aus der Stirn zu streichen und ihm einen Kuss auf die Nase zu geben. "Aufwachen, Dornröschen," sagte er leise. So klischeehaft das klang, jeden Morgen neben diesem Mann aufzuwachen, was ein unglaubliches Glück. Natürlich war Mark nicht das Einzige, was es für Nick in seinem Leben gab -- er wach auch mit seiner Arbeits- und Freizeitgestaltung sehr zufrieden, aber ein bedeutender Faktor war er allemal. "Wirklich," setzte er hinzu und zupfte leicht an Marks Haaren.
»Never forget, Caragor Nr. 3, 2k18«
~
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He comes, he'll go, leave naught behind,
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