Puls der Zeit - Play

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Puls der Zeit - Play

#1

Beitrag von Kratos » Mi 25. Okt 2017, 18:46

Hallöchen!
Das hier ist das Play zu "Puls der Zeit".
Generelle Infos zum Play findet man in der Planung.

Dieser Post hier ist ein reiner Übersichtspost, es ist also durchaus sinnvoll, ihn sich regelmäßig anzusehen. Alle Infos wie Wetter, Tageszeit, Handlung etc findet ihr hier.

Postregeln:
  • Nur mit angenommenen Charakteren posten
  • In der Überschrift Charakter und Aufenthaltsort angeben; bei mehren Charakteren in einem Post bitte die Postüberschrift nicht verändern, sondern es im Beitrag selbst als gesonderte Überschrift setzen
  • Keine unabgesprochene Gewalt
  • Kein Powerposting
Viel Spaß!

Playinfos

Datum: 1.1.2017
Uhrzeit: 12:00 vormittags
Wetter: Der Neujahrsmittag ist immer noch ein wenig vernebelt, ab und an schauert es ein wenig, auch, wenn es eher Sprühregen ist, der in die Kleidung kriecht und alles klamm und feucht macht. Theoretisch sind es jedoch 9°C, also relativ warm für diese Jahreszeit. Nur die Sonne kann sich nicht durch die Wolkendecke durchsetzen.
Ausblick: Der erste Tag des neuen Jahres ist für viele Leute ein neuer Anfang, aber manche schleppen auch immer noch Altlasten mit sich herum. Das letzte Jahr war geprägt von Unsicherheit, Terror, prominenten Todesfällen, Unwetter und vielem anderen. Die Gesellschaft hat sich verändert, das Leben hat sich verändert. Zeit für einen neuen Anfang, Zeit dafür, Vorsätze zu fassen und umzusetzen, und sich neuen Herausforderungen entgegen zu stellen.

+++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++
Die TageszeitungAnzeigen
Die Flüchtlingskrise und die CDUAnzeigen
Die Menschen haben das Vertrauen in die Regierung verloren – und die Regierung ein Glücksspiel.

Man sollte meinen, Frau Doktor Merkel habe in und mit der Flüchtlingskrise einen guten Job gemacht. Zumindest weisen Vertreter ihrer Partei ab und an darauf hin, wenn es um die Neuwahlen im September geht. Die Wahrheit ist aber, dass das Unsinn ist. Frau Merkel hat eine richtige Entscheidung getroffen: Die Grenzen offen zu lassen, und damit das Bild der „Festung Europa“ eindeutig zu schwächen. Aber: nur die Grenzen aufmachen bedeutet noch lange nicht, man habe etwas „gut gemeistert“, und es bedeutet auch noch lange nicht, dass es vorbei ist, nur, weil jetzt weniger Flüchtlinge kommen.
Wenn man sich die Umfragezahlen der Union ansieht, dann weiß man auch, dass die Bürger nicht mehr bereit sind, sich so an der Nase herumführen zu lassen. Immerhin sind die Probleme mittlerweile allgegenwärtig – zumindest wirkt es so. Dass es in Wirklichkeit ein wenig anders aussieht, und es eher um altbekannte Problematiken geht, die aktuell mehr hochkochen, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Egal, was man macht, man kann nicht leugnen, dass diese Position der Untätigkeit und der Merkelschen Raute eben den Bewegungen, die aktuell die größte Gefahr für unsere freiheitlich-demokratische Verfassung darstellen, Auftrieb geben. Und man kann nur hoffen, dass die Bundesregierung daraus lernt: Die Auffanglager der Geflüchteten in Libyen brauchen einfach nur mehr Unterstützung; in der Vergangenheit waren Finanzspritzen für Flüchtlingslager in Afrika nicht unüblich, wirklich unüblich ist es auch heute noch nicht, nur, dass wir das Geld, statt es an die zu schicken, die es brauchen, jetzt lieber einer wachsenden Diktatur unter einem Despoten in den Rachen werfen. Kann man natürlich auch so machen, aber vielleicht kehrt man ja lieber zum alten System zurück, nachdem der Versuch mit den Sparmaßnahmen uns nun sicherlich dreimal so viel gekostet hat, wie es gewesen wäre, wenn wir alles beim Alten gelassen hätten. Vielleicht lernt man ja dazu, denn so lange der Nahe Osten nicht wirklich befriedet ist – und zwar aus sich selbst heraus – wird die „Festung Europa“ immer wieder mit solchen Strömen zu kämpfen haben.
Wohnungsnot - NotwohnungAnzeigen

Jeder vierte Deutsche lebt in einer Wohnung, in der er nicht immer bleiben will: Jeder siebte zieht seit Jahren planlos durch die Gegend.

In Deutschland herrscht Wohnungsmangel. In Berlin Wilmersdorf werden aktuell sogenannte „Mikroappartments“ gebaut: 23m² inklusive Küche und Bad, und das ganze soll 450€ kosten. Kalt. Die Bezirksregierung reagiert damit auf die wachsende Wohnungsnot, auf immer mehr WBS-Anfragen, die sie einfach nicht stemmen kann, und auf die Fragen der Anwohner, auch, wenn diese von dem Manöver eher wenig beeindruckt sind. Im Allgemeinen geht man davon aus, dass diese Mikroappartments kaum jemandem zugemutet werden können, und wieder nur Menschen zu gute kommen, die wirklich nur kurz irgendwo bleiben – für die lange Sicht ändert sich nichts.
Mieterbünde und auch Demographieforscher fordern seit Jahren, dass man im Wohnungsbau etwas ändern muss, denn auf der einen Seite campen jährlich neue Studenten vor der FU, TU und der Humboldt-Universität, wenn sie in den Zulaufmonaten nirgendwo einen Wohnplatz bekommen, auf der anderen Seite gibt es Wohnung, die leer stehen, weil sie zu teuer, zu schlecht sarniert oder vielleicht ganz und gar verödet sind.
Der Berliner Senat will dagegen vorgehen, aber offensichtlich sind Gelder und Platz nicht da; vielleicht wäre es doch eine Idee, das staatliche Wohneigentum zu erhöhen?
Ein friedliches neues JahrAnzeigen
Nach den Übergriffen im vergangenen Jahr, wird 2017 unproblematischer eingeleitet

2016 gingen Schreckensbilder und -nachrichten durch ganz Deutschland: Die organisierte Vergewaltigung von Frauen am Silvesterabend sorgte noch Monate lang für Debatten und Rücktritte. Dieses Jahr ist das Neujahrsfest ruhiger von Statten gegangen. Natürlich gab es wieder Überfälle, und einige Fälle von Bränden. Die Berliner Feuerwehr rückte insgesamt 276 Mal aus, was ein Rückgang um 10 Einsätze im Vergleich zum letzten Jahr ausmacht. Die Berliner Polizei meldete einen Rückgang von angezündeten Autos und Diebstählen um zehn Prozent.
Generell hatten die Einsatzkräfte auf ein wesentlich turbulenteres Silvester vorbereitet, als es letzten Endes dann war.
11 Tote in BagdadAnzeigen
Bei einem Anschlag kamen in der iranischen Hauptstadt Bagdad 11 Menschen ums Leben

In der Nacht auf den 31.12 kam es in Bagdad zu einem Selbstmordattentat: Der Täter, der bisher noch nicht identifiziert werden konnte, sprengte sich auf dem Campus der University of Bagdad in die Luft. Der Daesh bekannte sich wenige Stunden später zu dem Anschlag, und ließ verlauten, dass weitere Anschläge folgen würden, wenn die Hochschule für Frauen weiterhin an die Universität angeschlossen sein würde. In der Vergangenheit versuchten viele Radikale, die Hochschule für Frauen zu boykottieren und zu schließen – doch die Regierung setzt sich nach wie vor dafür ein, dass Frauen im Iran zu Bildung kommen.
Die zehn Opfer des Attentäters waren allesamt männlich, und Studenten der Universität. Die europäischen Staatschefs drückten ihr Mitgefühl aus.
FotoAnzeigen
Einbrüche, Übergriffe und geklaute AutosAnzeigen
Auch in diesem Jahr hielt Silvester uns wieder in Atem.

Die Kölner Polizei informierte darüber, dass in diesem Jahr wieder über 4000 Autos in der Rheinstadt gestohlen oder demoliert wurden. Sie verwiesen auf die Aktivitäten der lokalen Antifa.
In Berlin brannten wieder mehrere hundert Autos ab, und ein geschätzter Schaden von 400.000 Euro kam durch Ladeneinbrüche zustande. Die Polizei am Kölner Hauptbahnhof kontrollierte vornehmlich Asylanten und Immigranten, bevor sie sie weiterziehen ließen. Das erklärt auch den Erfolg der Domstadt, die Übergriffe des letzten Jahres nicht wieder aufkommen zu lassen.
Liebesaus im Jahreswechsel?Anzeigen
Das Supermodel Heidi Klum hat angeblich mit ihrem Freund Schluss gemacht.

Schon seit einer Weile krisselt es mehr, als dass es kribbelt, und laut einer Bekannten soll das Topmodel am 30.12. mit ihrem 13 Jahre jüngeren Freund Schluss gemacht haben. Ein Grund könnte Heidis Ex-Mann Seal sein, oder Probleme mit den Kindern aus erster Ehe. Das Topmodel schweigt bisher eisern.
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Re: Emmanuel Lesse || seine WG mit Justice Pride

#11

Beitrag von Kratos » Di 12. Dez 2017, 19:41

Manu biss sich auf die Lippe.
Ein wirklich einfaches Unterfangen war es nicht, Jus aus der Wohnung zu bekommen. Aber er hatte es sich in den Kopf gesetzt, und wenn er sie genauer besah, dann war es wohl nur gesund, wenn sie ein wenig an die frische Luft kam. sich so zu verkriechen, wenn man ohnehin nicht gut drauf war, war keine gute Idee.
Aber was dann? In ein Café konnten sie nicht gehen, heute war beinahe alles zu. Für einfach nur so rumlaufen, war es eigentlich zu kalt.
Er zuckte mit den Schultern. "Keine Ahnung", gab er offen zu. "Draußen sein könnte dir gut tun. Und mir auch", meinte er dann noch. "Vielleicht ist draußen irgendwas... interessantes."
Verdammt, war es denn so schwer, Jus was gutes zu tun?
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René Belrose || Draußen unterwegs

#12

Beitrag von Locksley » Di 9. Jan 2018, 21:08

René war wach. Ganz sicher war er wach. Zu mindestens… naja, er wollte es ja nicht übertreiben, also wohl so… zu mindestens achtundsechzig Prozent. Vielleicht sogar neunundsechzig. Mittlerweile hatte er sogar seine Wohnung verlassen. Er hatte geduscht und sich frische Klamotten angezogen, nur dazu, sich Frühstück selbst zu machen, hatte die Motivation nicht mehr gereicht. Immerhin fand er den Weg zu seiner Lieblingsbäckerei auch auf Autopilot und hatte es sogar geschafft, sich nicht unterwegs überfahren zu lassen.
Den ersten Becher Kaffee hatte er noch im Laden ausgetrunken. Dann hatte er sich nochmal in die Schlange gestellt, um sich noch einen zweiten zu holen und sich vorgenommen, diesen etwas länger leben zu lassen.
René war echt fertig, aber wenn er so an die letzte Nacht zurückdachte, war es das wert gewesen. Wann war er Zuhause gewesen? So gegen fünf? Oder sogar noch später? Hey, bezahlte Überstunden, außerdem eine Menge Trinkgeld, dass er noch nicht mal gezählt hatte und es war ja nicht so, als ob er nicht Spaß gehabt hätte. Silvester war immer eine der besten Nächte.
Nur der Glitzer ging ihm auf die Nerven. Der wollte nämlich trotz mittlerweile zwei Duschen einfach nicht aus seinen Haaren verschwinden. Wann immer René sich durch die Haare fuhr regnete es schillernde Glitzerpartikel. Sie passten zu dem Nagellack, den er später abmachen würde, weil er da gestern, beziehungsweise heute Morgen, keine Lust mehr zu gehabt hatte. Zunächst stand nun aber das Frühstück an.
René nahm seinen Kaffeebecher entgegen, bedankte sich bei der Mitarbeiterin und bezahlte. Er freute sich schon auf die frischen Croissants in seiner Brötchentüte.
Besagte Tüte in der einen und den Kaffee in der anderen Hand stieß René die Ladentür mit der Schulter auf und trat wieder hinaus auf die Straße. Es waren kaum zehn Minuten zu Fuß, den Weg würde er wohl wirklich auch im Schlaf finden. Dementsprechend achtete er auch gar nicht so genau darauf, wo er hinlief, sondern versuchte sich stattdessen an dem Kunststück, mit vollen Händen irgendwie doch schon ein Croissant aus der Tüte zu bekommen, um es unterwegs zu Essen.
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BrokenHabit
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Re: Puls der Zeit - Play

#13

Beitrag von BrokenHabit » Mi 10. Jan 2018, 19:37

Justice Price || ihre WG
Bei Emmanuel Lesse

Jus biss sich nachdenklich auf die Unterlippe, während sie weiterhin ihr Glas betrachtete. In ihren Ohren klang Manu selbst nicht so zu hundert Prozent überzeugt von seiner Idee. Zumindest hatte er sie noch nicht ganz überdacht.
„Etwas Interessantes… Vielleicht Godzilla?“, schlug sie ihrem Glas vor, wobei sich ihre Mundwinkel leicht hoben. Dieser klägliche Versuch eines Witzes gab ihr Zeit zum Nachdenken.
Vielleicht hatte Manu ja tatsächlich recht. Vielleicht musste sie sich einfach mal hochraffen und mit ihm nach draußen gehen. Vielleicht würde es ja sogar schön werden, trotz des eher schlechten Wetters. Vielleicht.
Wie bei einer Kapitulation ließ sie schließlich ihr Glas los und lehnte sich auf dem Stuhl zurück.
„Okay, na gut. Lass uns raus gehen. Ich brauche allerdings noch ein bisschen. Musst du auch noch ins Bad?“, fragte sie, während sie bereits aufstand und das Geschirr in die Spülmaschine stellte. Duschen dauerte bei ihr immer ein bisschen länger als bei anderen Menschen.
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BrokenHabit • 11 minutes ago
Schimmel ist mein Lieblingsbrotbelag
Kratos • 11 minutes ago
Oh ja, dann nimm mich
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Re: Puls der Zeit - Play

#14

Beitrag von Parsifal » Do 11. Jan 2018, 18:05

Colin Nedelko || irgendwo auf der Straße
bei René Belrose

12 Uhr war zum Joggen schon reichlich spät, aber Colin war heute einfach nicht aus dem Bett gekommen. Meistens ging er ja auch wieder schlafen, wenn er seine zehn Kilometer hinter sich gebracht hatte, aber wahrscheinlich musste er nachher noch ins Studio und dort ein wenig in den Papieren wühlen. Er hasste diese Arbeit. Die Stunden vor dem PC, wo er irgendwelche Daten eintragen und abgleichen musste, oder jene im Lager, wo das ganze neue Zeug einsortiert wurde. Immerhin war er nicht der Putzdienst und musste den Schweiß von den Vereinsmitgliedern wegwischen. Und er durfte kostenlos trainieren - entweder an den Kursen teilnehmen oder vorher und nachher arbeiten, da er ja einen Schlüssel hatte. Colin schnaubte und schob sich die Ärmel der Trainingsjacke nach oben. Die Musik von Eminem drang an diesem Morgen irgendwie nicht in seinen Kopf, stattdessen machte er sich Gedanken um dies und jenes. Es wäre schön, wenn mal wieder Geld aufs Konto käme. Oder er dachte an den Tag, an dem er endlich 18 werden würde. Oder an irgendwelche Menschen, die er längst hinter sich gelassen hatte, weit weg in Braunschweig. Wobei er diese hässliche Stadt nun wirklich nicht vermisste. Berlin war aber auch nicht schöner. Vielleicht, dachte sich Colin, als sein Handy die sieben Kilometermarke bekanntgab, würde er ja irgendwann auswandern und sich ein richtig schönes Zuhause suchen. Am besten weit weg von Städten und Menschen, nur er, umgeben von Wald und Wiesen zum Laufen und eventuell einem Hund. Einer, der gerne mit ihm lief und der ein treuer Freund war. In der Hinsicht waren Hunde wohl besser als Menschen. Colin ließ den Kopf kreisen, während er lief, und streckte die Arme zur Seite aus. Er war gut in der Zeit, aber gut war nicht gut genug. Er wollte die zehn Kilometer in 40 Minuten. Doch dazu kam es nicht. Vor ihm erschien eine Gestalt auf dem Bürgersteig, und im nächsten Moment kam auch schon die Kollision. Colin konnte sich zwar auf den Beinen halten, aber seine Brust verbrühte förmlich. Er stolperte ein paar Schritte und geriet auf die Straße, starrte hinunter auf seine ehemals weiße Jacke und fuhr zu dem Typen herum. "Bist du vollkommen bescheuert, du Penner!?", brüllte er auch sogleich los und riss seine Kopfhörer aus den Ohren.
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René Belrose || Draußen unterwegs, bei Colin Nedelko

#15

Beitrag von Locksley » Fr 12. Jan 2018, 20:11

Ein spätes Frühstück, schön auf der Couch in seinem Wohnzimmer, wäre ein schöner Start in den Tag gewesen. So hatte René sich das auch vorgestellt. Nur, dass es jetzt ein wenig anders kommen sollte, denn er war kaum drei, vier Schritte gelaufen, da krachte auch schon eine andere Person gegen ihn. René stolperte, Kaffee schwappte über seine Jacke, sparte seine Haut aber zum Glück größtenteils aus, die Brötchentüte rutschte ihm aus der Hand. Für einen Moment war René tatsächlich einfach nur verblüfft und dann brüllte besagte Person auch schon los. René blickte zu ihm rüber und wenn der Typ ihn nicht gerade angebrüllt hätte, hätte er sich wohl auch entschuldigt, aber das hätte man ja wohl auch anders formulieren können.
„Also entschuldige Mal, du bist in mich gerannt“, gab René zurück und bückte sich, um sein Frühstück aufzuheben. Man, da hatte er sich drauf gefreut. Und da hatte er Geld für ausgegeben. Schade, um den guten Kaffee. Der Becher war jetzt leer. Ein Croissant war rausgepurzelt, den Rest konnte man vielleicht noch retten. René spähte kurz in die Tüte, bevor er sich wieder dem Typen zuwandte.
Als er diesen dieses Mal genauer betrachtete klärte sich auch die Frage, wo der ganze Kaffee geblieben war. René blickte an sich herunter und bemerkte zähneknirschend etwas verspätet, dass sein schöner Wintermantel vorne auch voll war.
„Na geil…“, grummelte er missmutig. Er hatte den Mantel echt gemocht. Vielleicht konnte die Reinigung da noch was machen. Bei der weißen Jacke des anderen Typen sah das aber wohl ein bisschen anders aus.
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Re: Puls der Zeit - Play

#16

Beitrag von Parsifal » Fr 12. Jan 2018, 20:33

Colin Nedelko || irgendwo auf der Straße
bei René Belrose

Mit den Sekunden ließ das Brennen des heißen Kaffees auf seiner Haut nach. Colin starrte auf das zu Boden gefallene Frühstück des Typen und spürte zumindest eine winzige Genugtuung. Seine Jacke war im Arsch, dafür hatte der Kerl kein Frühstück mehr. Und wohl einen versauten Mantel, der definitiv teurer aussah als das, was Colin am Leibe trug. War wohl verdient. "Hättest du mal deine Augen aufgemacht, wärst du mir nicht vor die Füße gelaufen", knurrte Colin zurück und schälte sich aus der nassen Trainingsjacke. Hoffentlich ging Kaffee aus weißem Stoff raus, sonst würde er dem Kerl eine auf's Fressbrett geben. Berlin war zwar groß, aber irgendwann lief man jedem noch einmal über den Weg. Und nun heulte der Typ auch noch rum wegen dem bisschen Kaffee auf seinem ach so tollen Mantel! "Mir hat's die Haut versenkt, heul mal nicht rum und entschuldige dich gefälligst." Colin brachte die laute Musik, die noch immer aus seinen In-Ears brüllte, zum Schweigen, indem er das Kabel aus dem Handy riss. Und sein Training war auch unterbrochen worden, so ein Scheiß!
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René Belrose || Draußen unterwegs, bei Colin Nedelko

#17

Beitrag von Locksley » Sa 13. Jan 2018, 11:09

Eigentlich war René ja ein netter Mensch. Eigentlich sah er auch ein, dass der andere Typ gerade mieser dran war, als er selbst, wenn man so wollte und eigentlich hatte der Typ wohl auch ein bisschen Recht, was das in den Weg laufen anging. Immerhin war René durch die Überraschung mittlerweile wohl ganz wach.
Nur machte die unfreundliche Art des Typen ihm halt so gar keinen Bock darauf, sich bei dem Idioten zu entschuldigen.
René atmete einmal tief durch. Er war besser, als sowas. Er hatte nicht so früh am Morgen schon schlechte Laune und er hatte es auch nicht nötig, fremde Leute auf der Straße anzubrüllen, um sich toll zu fühlen.
„Entschuldige bitte vielmals“, gab René trocken zurück. Doch der letzte Kommentar des Typen blieb schon irgendwie hängen. So ein Kaffee war ja schon heiß. Gut, der Typ lag jetzt nicht auf dem Boden und krümmte sich vor Schmerzen, aber trotzdem, weder die Trainingsjacke noch das Top waren sonderlich dick. Konnte der sich echt verletzt haben?
Nun, der Typ machte ja schon ein bisschen den Eindruck, als hätte er sowas durchaus verdient, aber René wollte nicht unbedingt Schuld dran sein.
„…hast du dich echt verbrannt?“, fragte er deshalb nach, dieses Mal ein bisschen zögerlicher.
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Re: Puls der Zeit - Play

#18

Beitrag von Parsifal » Sa 13. Jan 2018, 13:14

Colin Nedelko || irgendwo auf der Straße
bei René Belrose

Der Kerl entschuldigte sich tatsächlich! Colin hatte ja mit vielem gerechnet, aber nicht wirklich damit. Menschen reagierten für gewöhnlich nicht so auf eine unfreundliche Ansprache, und irgendwie machte es Colin nun wütend, dass der Typ ihm keinen Zunder mehr gab, um sich weiter zu streiten. Colin liebte Streit. Es tat ihm auf eine verrückte Art und Weise gut, und er war zufrieden, wenn er andere Menschen wütend gemacht hatte. Nun aber stieß er die Luft aus und hielt den Mund. Doch es kam noch besser. Die nächsten Worte des jungen Mannes warfen Colin ein wenig aus der Bahn, und für einen Moment starrte er sein Gegenüber nur mit gerunzelter Stirn an. "Ob ich mich...?" Er sah auf seine Brust hinunter. Da waren ein paar Kaffeeflecken durch die Jacke gegangen, doch auf dem schwarzen Top sah man die Feuchtigkeit nicht unbedingt. Seine Haut fühlte sich nicht wirklich verbrannt an, es war halt nur heiß gewesen. "Ich denk' nicht", gab er also wahrheitsgemäß zurück. Und selbst wenn, was wollte der Typ tun? Einmal pusten? "Aber wenn meine Jacke hin ist, bin ich angepisst." Was er ja aber ohnehin schon war.
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René Belrose || Draußen unterwegs, bei Colin Nedelko

#19

Beitrag von Locksley » Sa 13. Jan 2018, 16:41

René würde den Typen ja schon gerne einfach so da stehen lassen. Warum hatte ihn nicht ein freundlicher Jogger umrennen können? Doch im Gegensatz zu seinem Gegenüber war er ja kein kompletter Assi.
Also ging er nicht weg, sondern tupfte nur in einem Versuch, Zeit zum Nachdenken zu schinden, den Kaffee von seinem Mantel, weil er nicht so wirklich einen Plan hatte, wie er sich in der Situation verhalten sollte. Wenn die Jacke des Idioten hin war, würde er also angepisst sein, buhu und dann? Wollte er René vor Gericht zerren und auf Erstattung verklagen? So sonderlich gut kannte René sich mit Gerichtsfragen zwar nicht aus, aber er bezweifelte trotzdem, dass das sonderlich gut funktionieren würde.
Er sollte wirklich einfach gehen. Er hatte besseres zu tun. Seine Couch wartete auf ihn.
René war echt zu nett für diese Welt und erst recht für diesen Typen.
"Schick mir halt 'ne scheiß Rechnung für die Reinigung."
Wahrscheinlich würde die Reinigung mehr Geld fressen, als die Jacke ursprünglich gekostet hatte. Sonderlich teuer sah die jedenfalls nicht aus.
René klemmte sich seine gerettete Brötchentüte unter den Arm und begann, in seinen Taschen zu wühlen. Irgendwo musste er doch eine Karte haben. Er fand noch mehr Taschentücher und diversen Krimskrams, den er ganz sicher irgendwann mal sortieren würde, doch schließlich auch einige, mit Gummiband umwickelte, Kärtchen. Eigentlich waren die ja für andere Situationen gedacht, aber naja... geschäftliche Telefonnummer und Email standen drauf und der Rest konnte dem Idioten ja egal sein. Außerdem war Glitzer cool.
René fummelte eine raus, hielt sie dem Typen hin und steckte den Rest wieder ein.
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Re: Puls der Zeit - Play

#20

Beitrag von Parsifal » So 14. Jan 2018, 10:00

Colin Nedelko || irgendwo auf der Straße
bei René Belrose

Hah, der Typ wurde sauer! Es war eigentlich ja ein eher dämliches Hobby, andere Leute zur Weißglut zu bringen, aber es machte Spaß. Und diesen Kerl nun fluchen zu hören brachte Colin ja fast zum lächeln, aber er konnte es sich gerade noch so verkneifen. Statt sich aber weiter aufzuregen wühlte sein Gegenüber nun in den Taschen herum und beförderte augenscheinlich einen Stapel Visitenkarten ans Licht. Warum besaß so ein junger Typ überhaupt Visitenkarten? Ein wenig perplex streckte Colin die Hand aus und besah sich dieses glitzernde Ding, auf der ein Name, eine Telefonnumer und die E-Mail-Adresse eingraviert waren. René also. Was er wohl machte? Dem Glitzer nach zu urteilen war er wahrscheinlich Escort Boy oder so etwas. Colin lachte bei diesem Gedanken plötzlich auf. Oder der Typ war einfach schwul und stand auf Glitter und Einhörner und all den Kram. "Schick", kommentierte Colin und steckte die Visitenkarte in die Tasche der Trainingjacke. "Hast wohl mehr Kohle als ich. Was machst du? Mit Sugardaddys auf Partys gehen?" Die Joggingrunde war ohnehin schon im Arsch, jetzt brachte es auch nichts mehr, weiterzulaufen. Dann musste er eben nachher noch ins Trainingscenter und da ein wenig auf den Boxsack hauen, um die Tagesration an Sport zu bekommen.
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