Puls der Zeit - Play

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Kratos
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Puls der Zeit - Play

#1

Beitrag von Kratos » Mi 25. Okt 2017, 18:46

Hallöchen!
Das hier ist das Play zu "Puls der Zeit".
Generelle Infos zum Play findet man in der Planung.

Dieser Post hier ist ein reiner Übersichtspost, es ist also durchaus sinnvoll, ihn sich regelmäßig anzusehen. Alle Infos wie Wetter, Tageszeit, Handlung etc findet ihr hier.

Postregeln:
  • Nur mit angenommenen Charakteren posten
  • In der Überschrift Charakter und Aufenthaltsort angeben; bei mehren Charakteren in einem Post bitte die Postüberschrift nicht verändern, sondern es im Beitrag selbst als gesonderte Überschrift setzen
  • Keine unabgesprochene Gewalt
  • Kein Powerposting
Viel Spaß!

Playinfos

Datum: 5.01.2017
Uhrzeit: gegen 19:00 Uhr
Wetter: Der Winter zeigt sich von seiner kältesten Seite: dicke Schneeflocken fallen zu Tausenden auf die Erde und bedecken die Straßen, sodass die Räumdienste kaum mehr hinterherkommen. Es ist längst stockduster und nicht ein Funken Licht ist am Himmel zu erkennen. Es herrscht eine trockene, beißende Kälte. Die Temperatur liegt bei -6°.
Ausblick: Das Jahr hat endgültig begonnen. Die Schule geht bald wieder los, der Urlaub ist für die meisten Menschen vorüber, das wahre Leben geht weiter. Es ist wie in jedem jungen Jahr fraglich, ob die guten Vorsätze halten und ob die Welt wirklich eine Bessere werden kann.

+++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++
Die TageszeitungAnzeigen
Zwei deutsche Hubschrauber in Afghanistan beschossenAnzeigen
Im Norden Afghanistans sind zwei Hubschrauber der Bundeswehr beschossen worden.

Die zwei Hubschrauber vom Typ CH-54 seien am Mittwoch auf dem Rückflug von Kundus nach Masar-i-Scharif mit Handfeuerwaffen attackiert worden, teilte die Bundeswehr mit. Es sei niemand verletzt worden. Beide Hubschrauber konnten ihren Flug zum Bundeswehrcamp Marmal fortsetzen. Eine der beiden Maschinen sei getroffen worden, der Hubschrauber sei aber einsatzbereit.

In Masar-i-Scharif hatten islamistische Taliban-Kämpfer im vergangenen November das deutsche Konsulat angegriffen und das Gebäude so schwer beschädigt, dass es nicht mehr genutzt werden kann. Bei dem Angriff wurden mindestens sechs Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt. Deutsche kamen nicht zu Schaden.
Obama trägt Trump Hausaufgaben aufAnzeigen
Machtwechsel in Amerika

Obama bedauerte, bei der Verschärfung der Waffengesetze nicht mehr Fortschritte gemacht zu haben. Waffengewalt sei eine „Epidemie, die täglich unser ganzes Land erfasst“, schrieb er. So seien allein in den vergangenen zehn Jahren mehr als 100.000 Menschen in den Vereinigten Staaten durch Waffengewalt getötet worden, Millionen weitere Menschen seien Opfer von Angriffen, Raubüberfällen und anderen Straftaten geworden, bei denen eine Waffe im Spiel war. In derselben Zeit hätten „fast 200.000 unserer Nachbarn, Freunde und Familienmitglieder mit einer Waffe Suizid begangen“.
Obama sprach sich zudem für alternative Strafen für kleinere Vergehen aus. In den vergangenen Monaten hatte er die Haftstrafen hunderter Gefangener umgewandelt, die meisten von ihnen hatten Drogendelikte begangen. Als Präsident gewährte Obama in mehr Fällen Strafnachlässe als alle elf Präsidenten vor ihm zusammen.
Der scheidende Präsident regte außerdem an, denjenigen Kriminellen, die ihre „Schuld an die Gesellschaft bezahlt“ hätten, das Wahlrecht zurückzugeben. Sein Amtsnachfolger Trump wird am 20. Januar vereidigt.
Maskierte überfallen JuweliergeschäftAnzeigen
Zwei Unbekannte haben in Berlin-Pankow ein Juweliergeschäft überfallen. Die beiden maskierten Täter seien am frühen Donnerstagabend in das Geschäft gekommen und hätten die 48 Jahre alte Verkäuferin mit einem Schlagstock bedroht, teilte die Polizei am Freitag mit. Sie forderten demnach Schmuck und Bargeld. Nachdem die Verkäuferin ihnen das ausgehändigt hatte, nahmen die Räuber der Frau auch noch ihr Portemonnaie ab. Verletzt wurde die 48-Jährige nicht. Die Täter entkamen mit der Beute. Von ihnen fehlte zunächst jede Spur.
Brandenburg: Keine sichtbare Tattoos bei PolizistenAnzeigen
Während in Berlin Polizisten künftig ihre Tätowierungen auch offen tragen dürfen, soll es in Brandenburg hier keine Lockerung geben. „Tätowierungen, Piercings und andere künstliche (...) Hautveränderungen dürfen im Dienst nicht sichtbar sein”, heißt es in der entsprechenden Vorschrift. Sie sind in geeigneter Weise abzudecken - „etwa durch Dienstkleidung oder Pflaster”. Die Vorschrift sei erst vor rund drei Jahren angepasst worden, teilte das Innenministerium auf Nachfrage mit. „Die Regelung hat sich bislang auch bewährt”, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker am Freitag.
FotoAnzeigen
Winter in Berlin: Das ist der erste Schnee 2017Anzeigen
Die BSR ist im Dauer-Streu-Einsatz, die Unfälle im Berliner Umland häufen sich

Schnee und Eisglätte haben den Straßenverkehr in Brandenburg am Donnerstagmorgen teilweise erheblich beeinträchtigt. Im Berliner Stadtgebiet blieb ein Verkehrschaos aus. Die Berliner Stadtreinigung schickte zahlreiche Streuwagen zum Einsatz. Vor allem im Landkreis Dahme-Spreewald war die Polizei in den Morgenstunden wegen zahlreicher Unfälle nahezu im Dauereinsatz. "Fast alle Unfälle gingen auf Glätte zurück" sagte ein Sprecher.

Der erste Schnee im neuen Jahr beschert aber auch Positives - bei Twitter zeigen Nutzer ihre Schnee-Bilder aus Berlin.
Fail beim Dschungelcamp: Der einzige Star ist jetzt schon rausAnzeigen
Das Abenteuer endete, bevor es überhaupt losging: Nastassja Kinski hat offenbar ihre Teilnahme am Dschungelcamp abgesagt.


Das berichtet die „Foto“-Zeitung. Die Schauspielerin wäre damit die erste Kandidatin, die vor Beginn der RTL-Show "Ich bin ein Star – holt mich hier raus" einen Rückzieher gemacht hat.
Über den Hintergrund der Entscheidung von Klaus Kinskis Tochter ist laut „Foto“-Zeitung nichts bekannt. Fest stehe dagegen, wer ihren Platz einnimmt: Trash-Sternchen Kader Loth soll spontan in den Dschungel ziehen. Für Kinski wird die Absage teuer.
Denn RTL hat sich abgesichert und sieht bei Vertragsverletzungen Strafen vor. Bis zu 50.000 Euro Schadensersatz müssen Kandidaten, die freiwillig aussteigen zahlen.
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Re: Puls der Zeit - Play

#61

Beitrag von BrokenHabit » Mi 21. Feb 2018, 00:26

Justice Price || ihre WG
Bei Emmanuel Lesse (Nachricht an Viv)

Wie sich herausstellte, war Manu ebenfalls fertig, als sie aus ihrem Zimmer kam. Wieder lächelte sie wie automatisch zurück, als er sie angrinste. Bei anderen Menschen wäre sie sich unsicher gewesen, was es bedeuten sollte, wenn man sie musterte und danach angrinste. Doch sie vertraute Manu mittlerweile gut genug, um nicht hinter jeder Geste eine negative Absicht zu vermuten.
Bei seinem unerwarteten Kompliment senkte sie jedoch den Blick, während sich Hitze auf ihrem Gesicht ausbreitete.
„Ähm, danke“, antwortete sie verlegen und strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr. Man konnte ihr ansehen, dass diese Situation sie ein bisschen überforderte, da sie so etwas nicht gewohnt war. Was allerdings nicht hieß, dass sie sich nicht freute.
Seine darauf folgende Frage, ob sie fertig wäre, ersparte es Jus zum Glück, weiter auf das Ganze einzugehen.
„Eine Sekunde“, meinte sie, wobei sie ihren Zeigefinger hob. Dann huschte sie schnell zurück in ihr Zimmer, wo sie – wie man durch die offene Tür sehen konnte – ihre Umhängetasche aufhob und dann vor ihre Vogelvoliere trat. Liebevoll betrachtete sie einen kleinen Augenblick lang ihre drei Wellensittiche, um zu sehen, ob mit ihnen alles in Ordnung war.
„Bis später, meine Kleinen“, sagte sie dann lächelnd, trat aus ihrem Zimmer, schloss die Tür und lief in die Küche, um sich eine Flasche Wasser einzupacken. Im Flur zog sie ihre Schuhe und die Jacke an, dann holte sie ihr Smartphone hervor.
„Ich schreibe Viv mal, dass wir nochmal weg sind. Hab zwar keine Ahnung, wo er eigentlich ist, aber er soll sich ja nicht wundern, wenn er nach Hause kommt“, erklärte sie, bevor sie mit flinken Fingern eine Nachricht tippte.
Hey, Manu und ich sind nochmal weg. Man sieht sich sicherlich später.
Schließlich ließ sie das Handy in die Jackentasche gleiten und schaute Manu direkt an. „So, jetzt können wir los. Dann bin ich mal gespannt, wohin du mich führst.“
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BrokenHabit • 11 minutes ago
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Kratos • 11 minutes ago
Oh ja, dann nimm mich
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Re: Puls der Zeit - Play

#62

Beitrag von Parsifal » Do 22. Feb 2018, 18:04

Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

"Für Förmlichkeiten ist es nie zu spät", antwortete Colin grinsend. Vielleicht konnte er sich ja mal ein Buch von René ausleihen, um sein eingerostetes Französisch aufzubessern. Mit Büchern und einem Wörterbuch lernte man immerhin schnell, das war viel besser als dieser stundenlange, elend langweilige Unterricht in der Schule. Als René einschlug, grinste Colin nur noch breiter und drückte die Hand seines neuen Kumpels. Nun, wenn es schon zu einem zweiten und sogar dritten Treffen kommen sollte, konnte man sich schon Kumpel nennen, oder? "Nun, ich glaube, ich muss heute arbeiten. Oder hätte arbeiten kommen sollen, weiß nicht. Aber so oder so muss ich später da aufkreuzen, um mich zu entschuldigen." Colin zwinkerte. Sein Chef mochte ihn tatsächlich irgendwie auf eine verdrehte Art, er würde ihn nicht rausschmeißen. Hoffentlich. "Es sei denn natürlich, du musst dich noch ein paar Wochen darauf vorbereiten."
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René Belrose || Seine Wohnung, bei Colin Nedelko

#63

Beitrag von Locksley » Sa 24. Feb 2018, 10:34

Ein paar Wochen bestimmt nicht, aber ein paar Stunden wären schon nicht schlecht. Da musste René tatsächlich kurz drüber nachdenken. Er war heute nicht so wirklich in Bestform, Silvester war immer anstrengender als ein normaler Arbeitsabend, er hatte Muskelkater und es heute eigentlich ruhig angehen lassen wollen. Andererseits war das aber auch nichts, was ein heißes Bad und ein paar Streifen Tape nicht wieder hinkriegen würden. Und er hatte ja nichts vor, was diesem Vorhaben in die Quere kommen könnte.
„Was ist denn deine Definition von später?“, fragte er deswegen zunächst nach, „so gegen Abend dürfte klargehen.“
Solange Colin nicht vorhatte, bis dahin in Renés Wohnzimmer zu campen. Das Frühstück und so war kein Problem gewesen, hatte René ja auch immerhin angeboten, aber den Typen den ganzen Tag hier zu haben war dann schon ein bisschen was anderes.
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Re: Puls der Zeit - Play

#64

Beitrag von Parsifal » Fr 2. Mär 2018, 15:33

Colin Nedelko || in Renés Wohnung
bei René Belrose

Colin konnte förmlich sehen, wie René dachte und wohl versuchte abzuwägen, wann er am besten in Form war, um ein Training im Gym zu überstehen. Immerhin suchte er nicht nach Ausreden oder versuchte, den Deal in irgendeine nicht greifbare Zukunft zu verschieben. "Ich bin eigentlich jeden Abend im Gym", gab Colin zurück und grinste breit. Er freute sich darauf, diesen tanzenden Franzosen auf die Matten zu werfen und ihm zu zeigen, was richtiger Sport war. "Und wenn du nicht aufschlägst, kenne ich ja diese Adresse." Er wackelte vielsagend mit den Augenbrauen, sah sich kurz um und angelte dann ein Stück Papier und einen Stift. Darauf schrieb er die Adresse des Gyms und die Uhrzeit. Eine Handynummer brachte nicht viel, wenn man kein Handy hatte. Aber egal. Wenn René nicht auflief, würde Colin eben hier auflaufen. Nun, es war wohl an der Zeit, zu gehen. René hatte ihn ja gar nicht erst mitnehmen wollen, und er war schon viel zu lange hier. Colin rutschte von seinem Stuhl und nahm die kaffeedurchtränkte Jacke wieder an sich. "Ich polier' dir deine hübsche Visage, Prinzessin, wenn du nicht kommst. Danke für's Frühstück." Er boxte René gegen die Schulter und verließ die Wohnung. ~ Die Kilometer zurück zum Heim spazierte Colin nur so vor sich her. Die Kälte biss in seine Haut und vertrieb die Wärme, die ihm die Dusche beschert hatte. Eigentlich hätte er jetzt auch noch im Bett liegen können - wenn er denn überhaupt im Bett gewesen war. Aber nein. Er war feiern gewesen, hatte sich maßlos betrunken, gekifft, alles wieder ausgekotzt und war dann nach einer eiskalten Guten-Morgen-Dusche laufen gegangen. Colin schob es auf seine selbstzerstörerische Ader. Hatte das Gym heute überhaupt auf? Auch egal, er hatte ja einen Schlüssel. Und war nun definitiv der Meinung, dass er morgen arbeiten musste und nicht heute. Wie auch immer. Colin war ein wenig sehr durchgefroren, als er endlich im Rattenloch, das er sein Zuhause nannte, ankam. Jetzt war wirklich Zeit für das Bett.
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René Belrose || Seine Wohnung

#65

Beitrag von Locksley » Mi 7. Mär 2018, 21:20

René war froh, dass Colin ging, denn wenn er die Augen an diesem Tag noch öfter verdrehen musste würde er noch Kopfschmerzen bekommen.
"Ich versetz dich schon nicht, keine Sorge", kommentierte er trocken und wartete, während Colin den Papirschnibsel vollkritzelte. Die Addresse würde er schon finden, dafür gab's ja Google. Auf Colins großspurige Verabschiedung antwortete René nichts mehr. Entweder war Colin wirklich ein ausgezeichnetes Musterbeispiel von große Klappe, nichts dahinter, oder er meinte die Drohnung tatsächlich ernst und René konnte sich nicht entscheiden, was trauriger wäre.
Colin fand die Tür zum Glück auch alleine und bald darauf hatte René seine Ruhe. Ein paar Minuten blieb er noch einfach so da sitzen und pflückte die Krümmel von seinem Teller, bevor er aufstand, die Küche aufräumte und beschloss, dass er da vorhin eine ausgezeichnete Idee gehabt hatte: ein heißes Bad wäre nun wirklich wunderbar. Und zum Glück verfügte seine Wohnung ja sogar über eine Badewanne, wenn auch kein riesiges Luxusding. René räumte den Rest seiner Wohnung ein bisschen auf, während das Wasser einlief, dann nahm er sich ein Buch und eine Tasse Tee mit und kippte noch großzügig Schaumbad dazu, bevor er sich schließlich in das herrlich warme Wasser sinken lassen konnte.
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Josua Kop; Heim

#66

Beitrag von Kratos » Di 13. Mär 2018, 10:51

Josua verschränke die Arme, und starrte auf die Liste, die vor ihm lag.
Schriftlich hatten sich vierzehn Jugendliche, allesamt alt genug, um über Nacht wegzubleiben, ausgetragen. Und dreizehn hatten sich auch wieder eingetragen. Nur einer fehlte immer noch. Colin Nedelko.
Der geborene Unruhestifter, und aktuell wohl sein größtes Problem, das er nicht einfach ausschalten oder wegdrücken konnte.
Colin war noch nicht allzu lange hier, und bisher war es niemandem wirklich gelungen herauszufinden, wie man an den Jungen rankam. Nur, wie man ihn zum explodieren bekam, wusste Josua. Und, dass er wahrscheinlich ein extremes Drogenproblem hatte.
Auf dem Bildschirm am Rand seines Blickfelds bewegte sich etwas, und Josua hob den Kopf.
Er sah den Eingang des Gebäudes, und eine vertraute Gestalt, die dort stand. Colin sah besser aus, als er es gedacht hatte, aber vielleicht war er auch zwischendurch schon einmal wieder zuhause gewesen, und hatte schlicht vergessen, sich wieder einzutragen.
Er verließ sein Büro, und ging den Gang entlang bis zum Treppenabsatz, von dem aus er in den Eingangsflur sehen und rufen konnte. Im Fenster spiegelte sich seine Gestalt; dunkle Haut, kaum Haare, eine schwarze Jogginghose und ein graues T-Shirt. Er lief auch immer noch ziemlich auf Reservemotor.
"Colin", rief er, als dieser die Haustür öffnete, "komm bitte mal in mein Büro."
Kaum hatte er es ausgesprochen, wusste er schon, dass er einen entscheidenden Fehler gemacht hatte.
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Re: Puls der Zeit - Play

#67

Beitrag von Parsifal » Di 13. Mär 2018, 18:42

Colin Nedelko || im Heim
bei Josua Kop

Colin ärgerte sich für einen Moment, dass er sich keine Kippen eingesteckt hatte. Nun wäre der perfekte Zeitpunkt gewesen, um noch eine zu rauchen, bevor er ins Bett fiel. Ansonsten würde er später noch immer unausgeschlafen wach werden, weil er Schmacht hatte. Nur wenn er einmal in seinem Zimmer war, bezweifelte er, noch einmal die Motivation zu haben, um vor die Tür zu gehen und sich zu verstecken. Dass er nicht auf dem Zimmer rauchen konnte hatte er leider schon feststellen müssen. Säße Colin am Fenster, würde man ihn von draußen aus sehen. Säße er im Zimmer, würde man es riechen. Und das hätte zur Folge, dass man ihm die Kippenschachteln wieder abnahm und seine Kohle reichte nun wirklich nicht für viele Reserveschachteln. Colin seufzte also und ging ins Gebäude. Dann war er später eben müde, aber es hielt ihn ja auch nichts davon ab, nach der Zigarette wieder ins Bett zu gehen. Es war schließlich Feiertag und bis zur Arbeit am morgigen Tag waren es noch einige Stunden. Ansonsten tat es auch eine Krankmeldung. Colin war nicht sehr weit gekommen, als ein Ruf durch den Flur hallte. Auch das noch! Hatte Kop denn absolut nichts Besseres zu tun, als auf irgendwelche Bildschirme zu starren und die Bewohner zu belästigen? Der Junge blieb stehen und drehte sich mit einem übertrieben tiefen Atemzug zu dem Heimleiter um. Eigentlich wäre dieser ja aufgrund seiner Jogginghosen ein sympathischer Kerl gewesen, aber er war Heimleiter. Also war er nicht sympathisch, sondern eher ein ziemlich nerviger Kotzbrocken. Colin hatte schon gemerkt, dass es wenig brachte, einfach weiterzugehen. Er blieb stehen. "Alter, ich will nur ins Bett. Ist es jetzt auch noch verboten, Sport zu machen?" Er hatte seine Arbeit nicht geschwänzt, war nicht in einer Zelle gelandet und war nicht einmal mehr betrunken. Was war also nun das scheiß Problem?
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Re: Puls der Zeit - Play

#68

Beitrag von Kratos » Mo 26. Mär 2018, 15:25

Josua Kop || im Heim, sein Büro mit Colin
Josua unterdrückte sowohl ein schiefes Grinsen, als auch ein Augenrollen. Colin war ein Sorgenkind, und nervig und manchmal würde er ihn gern in den Schrank hängen oder k.o. schlagen, aber er war vorhersehbarer, als er selbst vielleicht glaubte.
Eine Sekunde musterte er den Jungen prüfend. Auch von Nahen schien er unverletzt und sah sauber aus. Er hatte wohl zwischendurch geduscht.
"Dir auch ein schönes neues Jahr", sagte er seufzend, als Colin sich dann doch noch ins Büro getrollt hatte. "Setz dich doch", sagte er und deutete auf den bequemen Stuhl vor seinem Schreibtisch.
Vor Colin lag die Liste. "Einmal wieder eintragen, bitte", sagte er. "Und... Wie geht's dir? Hast du mit Freunden gefeiert?"
Auf diese Fragen erwartete er keine ernst zunehmende Antwort. Aber er wollte ihm trotzdem das Gefühl geben, dass sich grundsätzlich jemand dafür interessierte, wie es ihm ging.

Emmanuel Lesse - seine WG mit Justice Price -> raus
Manu verfolgte Jus' Reaktionen leicht fasziniert. Auf der einen Seite fand er es niedlich, auf der anderen traurig, wie schüchtern sie auf ein so alltägliches Kompliment reagierte. Wie würde sie nur reagieren, wenn jemand sie einmal in einem Club anbaggerte? Wahrscheinlich wird sie in Ohnmacht fallen, dachte Manu, und nahm sich vor, ihr öfter Komplimente zu machen - nur, um sie auf den Ernstfall vorzubereiten.
Er beobachtete sie noch einen Moment, ehe ihm aufging, dass es verdammt unhöflich war, jemanden so offensichtlich anzustarren.
"Viv schreiben ist 'ne gute Idee", sagte er. "Im Zweifelsfalle liegt er zwar unter irgendeiner Brücke und wir stolpern zufällig über ihn, aber naja..."
Als sie beide fertig waren, und die Wohnung verließen, war der Tag schon nicht mehr so extrem grau in grau. Auch 2017 kannte wohl einige Farben. "Also dann", sagte er, und blickte für einen Moment verlegen durch die Gegend. Er hatte immer noch keine wirkliche Idee, wo sie eigentlich hin sollten. "Wie wär's, wenn wir einfach erstmal... durch die Gegend laufen?", fragte er. "Irgendwo wird schon ein offenes Café sein."
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Re: Puls der Zeit - Play

#69

Beitrag von Parsifal » Mo 26. Mär 2018, 19:35

Colin Nedelko || im Heim
bei Josua Kop

"Dir natürlich auch", gab Colin übertrieben freundlich zurück, als er sich in den Stuhl fallen ließ. Aber sein Gesichtsausdruck war finster. Wenn Josua ihn später angesprochen hätte, so nach dem Mittagsschlaf und einer Kippe, hätte er vielleicht sogar mit einem gutgelaunten Colin rechnen können. Vielleicht. Ganz vielleicht. Colin ließ einen Arm über die Lehnen hängen und rutschte auf dem Stuhl nach unten, bis er mehr lag als saß. Die andere Hand streckte der träge nach einem Kulli raus und kritzelte seinen Namen auf das Blatt Papier. Unnötig, er war ja ganz offensichtlich hier. Aber Josua hatte "Bitte" gesagt. Wie nett. "Wird das hier jetzt so ein", Colin deutete abwechselnd auf Josua und sich, "Psychodoc Gespräch?" Er zog die Augenbrauen zusammen und setzte einen zutiefst leidenden Gesichtsausdruck auf. Was ging es Josua überhaupt an, was er machte und mit wem? "Ich habe gut in einem Club in der Nähe gefeiert, mich maßlos betrunken, alles wieder ausgekotzt und bin nun pleite." Langsam wanderte sein Blick an seiner verdreckten Trainingsjacke hinunter. Wollte René sie nicht waschen? "Und wenn ich jetzt noch eine rauchen und dann schlafen könnte würde es mir super gehen. Ist nicht 'mal eine Neujahrskippe aufs Haus drin?" Colin drehte den Kulli gelangweilt zwischen den Fingern. Die gute Laune machte ihn ja fast schon gesprächig.
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Josua Kop, im Heim, mit Colin

#70

Beitrag von Kratos » Mo 26. Mär 2018, 19:56

"Danke", sagte Josua, und verstaute die Liste in einer Schublade des Schreibtisches.
Was Colin sagte, und auch das, was er nicht sagte, bestätigte im Grunde nur das Bild, das er von ihm hatte. Bedauerlicherweise beruhigte ihn das keineswegs. Trotzdem überraschte es ihn, dass Colin überhaupt mit ihm sprach. Und sogar so freundlich. Also für seine Verhältnisse freundlich. "Ich glaube nicht", sagte er, "dass ich der Richtige bin, um ein Psychodoc-Gespräch mit dir zu führen."
Früher oder später würde Colin sich - wenn Josua Glück hatte - von ganz allein öffnen. Aber sicherlich nicht auf so einer Ebene, so früh.
Er zögerte kurz. Eine Neujahrskippe gab es eigentlich nicht, aber auf der anderen Seite hatte Josua aus Colins Zimmer so viele Schachteln konfisziert, dass er dem ganzen Heim wahrscheinlich für den Rest des Jahres die Rationen austeilen könnte.
Er öffnete eine andere Schublade, und zog eine einzelne Kippe aus einer Schachtel. "Da", sagte er. "Aber geraucht wird im Hof - und du hast sie nicht von mir, nur, damit das klar ist." Er lächelte ihn kurz an.
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