Puls der Zeit - Play

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Kratos
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Puls der Zeit - Play

#1

Beitrag von Kratos » Mi 25. Okt 2017, 18:46

Hallöchen!
Das hier ist das Play zu "Puls der Zeit".
Generelle Infos zum Play findet man in der Planung.

Dieser Post hier ist ein reiner Übersichtspost, es ist also durchaus sinnvoll, ihn sich regelmäßig anzusehen. Alle Infos wie Wetter, Tageszeit, Handlung etc findet ihr hier.

Postregeln:
  • Nur mit angenommenen Charakteren posten
  • In der Überschrift Charakter und Aufenthaltsort angeben; bei mehren Charakteren in einem Post bitte die Postüberschrift nicht verändern, sondern es im Beitrag selbst als gesonderte Überschrift setzen
  • Keine unabgesprochene Gewalt
  • Kein Powerposting
Viel Spaß!

Playinfos

Datum: 5.01.2017
Uhrzeit: gegen 19:00 Uhr
Wetter: Der Winter zeigt sich von seiner kältesten Seite: dicke Schneeflocken fallen zu Tausenden auf die Erde und bedecken die Straßen, sodass die Räumdienste kaum mehr hinterherkommen. Es ist längst stockduster und nicht ein Funken Licht ist am Himmel zu erkennen. Es herrscht eine trockene, beißende Kälte. Die Temperatur liegt bei -6°.
Ausblick: Das Jahr hat endgültig begonnen. Die Schule geht bald wieder los, der Urlaub ist für die meisten Menschen vorüber, das wahre Leben geht weiter. Es ist wie in jedem jungen Jahr fraglich, ob die guten Vorsätze halten und ob die Welt wirklich eine Bessere werden kann.

+++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++ Eilmeldung +++
Die TageszeitungAnzeigen
Zwei deutsche Hubschrauber in Afghanistan beschossenAnzeigen
Im Norden Afghanistans sind zwei Hubschrauber der Bundeswehr beschossen worden.

Die zwei Hubschrauber vom Typ CH-54 seien am Mittwoch auf dem Rückflug von Kundus nach Masar-i-Scharif mit Handfeuerwaffen attackiert worden, teilte die Bundeswehr mit. Es sei niemand verletzt worden. Beide Hubschrauber konnten ihren Flug zum Bundeswehrcamp Marmal fortsetzen. Eine der beiden Maschinen sei getroffen worden, der Hubschrauber sei aber einsatzbereit.

In Masar-i-Scharif hatten islamistische Taliban-Kämpfer im vergangenen November das deutsche Konsulat angegriffen und das Gebäude so schwer beschädigt, dass es nicht mehr genutzt werden kann. Bei dem Angriff wurden mindestens sechs Menschen getötet und mehr als hundert weitere verletzt. Deutsche kamen nicht zu Schaden.
Obama trägt Trump Hausaufgaben aufAnzeigen
Machtwechsel in Amerika

Obama bedauerte, bei der Verschärfung der Waffengesetze nicht mehr Fortschritte gemacht zu haben. Waffengewalt sei eine „Epidemie, die täglich unser ganzes Land erfasst“, schrieb er. So seien allein in den vergangenen zehn Jahren mehr als 100.000 Menschen in den Vereinigten Staaten durch Waffengewalt getötet worden, Millionen weitere Menschen seien Opfer von Angriffen, Raubüberfällen und anderen Straftaten geworden, bei denen eine Waffe im Spiel war. In derselben Zeit hätten „fast 200.000 unserer Nachbarn, Freunde und Familienmitglieder mit einer Waffe Suizid begangen“.
Obama sprach sich zudem für alternative Strafen für kleinere Vergehen aus. In den vergangenen Monaten hatte er die Haftstrafen hunderter Gefangener umgewandelt, die meisten von ihnen hatten Drogendelikte begangen. Als Präsident gewährte Obama in mehr Fällen Strafnachlässe als alle elf Präsidenten vor ihm zusammen.
Der scheidende Präsident regte außerdem an, denjenigen Kriminellen, die ihre „Schuld an die Gesellschaft bezahlt“ hätten, das Wahlrecht zurückzugeben. Sein Amtsnachfolger Trump wird am 20. Januar vereidigt.
Maskierte überfallen JuweliergeschäftAnzeigen
Zwei Unbekannte haben in Berlin-Pankow ein Juweliergeschäft überfallen. Die beiden maskierten Täter seien am frühen Donnerstagabend in das Geschäft gekommen und hätten die 48 Jahre alte Verkäuferin mit einem Schlagstock bedroht, teilte die Polizei am Freitag mit. Sie forderten demnach Schmuck und Bargeld. Nachdem die Verkäuferin ihnen das ausgehändigt hatte, nahmen die Räuber der Frau auch noch ihr Portemonnaie ab. Verletzt wurde die 48-Jährige nicht. Die Täter entkamen mit der Beute. Von ihnen fehlte zunächst jede Spur.
Brandenburg: Keine sichtbare Tattoos bei PolizistenAnzeigen
Während in Berlin Polizisten künftig ihre Tätowierungen auch offen tragen dürfen, soll es in Brandenburg hier keine Lockerung geben. „Tätowierungen, Piercings und andere künstliche (...) Hautveränderungen dürfen im Dienst nicht sichtbar sein”, heißt es in der entsprechenden Vorschrift. Sie sind in geeigneter Weise abzudecken - „etwa durch Dienstkleidung oder Pflaster”. Die Vorschrift sei erst vor rund drei Jahren angepasst worden, teilte das Innenministerium auf Nachfrage mit. „Die Regelung hat sich bislang auch bewährt”, sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker am Freitag.
FotoAnzeigen
Winter in Berlin: Das ist der erste Schnee 2017Anzeigen
Die BSR ist im Dauer-Streu-Einsatz, die Unfälle im Berliner Umland häufen sich

Schnee und Eisglätte haben den Straßenverkehr in Brandenburg am Donnerstagmorgen teilweise erheblich beeinträchtigt. Im Berliner Stadtgebiet blieb ein Verkehrschaos aus. Die Berliner Stadtreinigung schickte zahlreiche Streuwagen zum Einsatz. Vor allem im Landkreis Dahme-Spreewald war die Polizei in den Morgenstunden wegen zahlreicher Unfälle nahezu im Dauereinsatz. "Fast alle Unfälle gingen auf Glätte zurück" sagte ein Sprecher.

Der erste Schnee im neuen Jahr beschert aber auch Positives - bei Twitter zeigen Nutzer ihre Schnee-Bilder aus Berlin.
Fail beim Dschungelcamp: Der einzige Star ist jetzt schon rausAnzeigen
Das Abenteuer endete, bevor es überhaupt losging: Nastassja Kinski hat offenbar ihre Teilnahme am Dschungelcamp abgesagt.


Das berichtet die „Foto“-Zeitung. Die Schauspielerin wäre damit die erste Kandidatin, die vor Beginn der RTL-Show "Ich bin ein Star – holt mich hier raus" einen Rückzieher gemacht hat.
Über den Hintergrund der Entscheidung von Klaus Kinskis Tochter ist laut „Foto“-Zeitung nichts bekannt. Fest stehe dagegen, wer ihren Platz einnimmt: Trash-Sternchen Kader Loth soll spontan in den Dschungel ziehen. Für Kinski wird die Absage teuer.
Denn RTL hat sich abgesichert und sieht bei Vertragsverletzungen Strafen vor. Bis zu 50.000 Euro Schadensersatz müssen Kandidaten, die freiwillig aussteigen zahlen.
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Emmanuel Lesse - Zehlendorf Bahnhof -> seine WG; ansprechbar

#2

Beitrag von Kratos » Mi 25. Okt 2017, 18:59

Manu starrte ins graue Nass des neuen Tages, die Kapuze tief ins Gesicht gezogen, die Hände tief in den Taschen vergraben. Er stand einfach da und beobachtete, wie die S-Bahn einfuhr, und wieder ausfuhr, und die nächste einfuhr und wieder ausfuhr. Sein Schädel dröhnte immer noch, und er verfluchte sich dafür, dass er sich so leicht bequatschen ließ. Natürlich, er wusste, dass er nichts vertrug. Und seine Freunde wussten es auch.
Wenigstens kein Blackout, und wenigstens hatte er nicht nachhause gebracht werden müssen. Jetzt stand er seit gut einer halben Stunde hier, viel zu dünn angezogen für dieses Wetter, und ließ die unwirkliche Dumpfheit des Bahnhofs über sich ergehen.
Neues Jahr, neues Glück. Oder nicht? Immerhin hatte es auch mit der neuen Uni besser gepasst, als mit der letzten, und seine WG war super. Vielleicht war ja auch das Jahr super. Es war neu.
Er rieb sich mit einer nassen, feucht-kalten Hand über die Stirn. Ihm war, als könne er den Kater hinter seiner Schädelplatte förmlich schnurren fühlen. Eine neue S-Bahn fuhr ein. Neue Menschen, stumme Menschen, die hinaus traten und an ihm vorbei getrieben wurden, wie von einer unsichtbaren Welle. Verrückt. Diese Welt war verrückt. Und er auch. Wenn er hier noch weiter stand, würde er sich den Tod holen.
Kurz entschlossen machte er sich auf den Weg nachhause. Die Haustür stand offen, doch vor der Wohnungstür musste er dann den eigenen Schlüssel rauskramen, und ihn mit zitternden Händen ins Schloss stecken.
"Bin da", wollte er rufen, aber kurz bevor die ersten Silben seinen Mund verließen, besann er sich eines besseren. Er hatte einen Kater. Er sollte nicht rufen. Schon gar nicht laut. Also murmelte er nur.
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Re: Puls der Zeit - Play

#3

Beitrag von BrokenHabit » Mi 25. Okt 2017, 19:34

Justice Price || ihre WG
Bei Emmanuel Lesse

Grummelnd wälzte sie sich im Bett herum und blinzelte in das schwache Licht, das zwischen den Jalousien in ihr Zimmer fiel. Beim schnellen Blick auf den Wecker neben ihrem Bett konnte sie sich ein weiteres Stöhnen nicht verkneifen. Es war noch so früh. Warum war sie jetzt schon wach?
Einen Moment noch ruhte ihr Kopf zwischen ihrem Stapel von Kissen, doch sie bemerkte, dass sie nicht mehr einschlafen konnte. Also konnte sie ebenso gut wohl auch aufstehen.
Schwerfällig kroch Jus aus dem Bett und tappte in Jogginghose und T-Shirt in die Küche, wo sie zwei Scheiben Toastbrot in den Toaster steckte. Währenddessen zückte sie ihr Smartphone. Wichtige Nachrichten hatte sie keine und die üblichen „Frohes Neues!“-Wünsche hatte sie in der Nacht schon verschickt. Also öffnete sie eine Nachrichten-Website. Als sie jedoch etwas von Flüchtlingen und Todesopfern in den Schlagzeilen las, schloss sie die Seite mit einem Seufzen wieder. Jetzt hatte sie keinen Nerv, sich mit solchen Themen auseinanderzusetzen.
Mittlerweile war auch ihr Toast fertig, also setzte sie sich mit Marmelade und Wasser an den Küchentisch und begann zu frühstücken. In dem Moment, in dem sie gerade einen weiteren Bissen nehmen wollte, hörte sie die Haustür, gefolgt von einer schwachen Begrüßung.
„Ah, guten Morgen, Manu“, antwortete sie und lächelte in seine Richtung. Beim Anblick seines Gesichtsausdrucks verblasste das Lächeln jedoch und sie zog eine Augenbraue hoch. So, wie er aussah, war es offensichtlich, dass ihm die letzte Nacht nicht so gut bekommen war. Doch sie entschied, diesmal nichts zu sagen. Das Jahr hatte schließlich gerade erst begonnen und er kannte ihre negative Einstellung zu übermäßigem Alkoholkonsum.
„Hunger?“, fragte sie stattdessen und nickte zu der Brotpackung, die neben dem Toaster stand. Halb hoffte sie auf Gesellschaft, doch auf der anderen Seite wusste sie auch nicht, ob ihr verkaterter Mitbewohner überhaupt eine so gute Gesellschaft war.
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Re: Puls der Zeit - Play

#4

Beitrag von Kratos » Do 26. Okt 2017, 17:12

Emanuel Lesse; Seine WG; mit Jus
Jetzt, als er in der trockenen Wohnung stand, fiel ihm erst auf, wie kalt es draußen eigentlich gewesen war, und wie kalt ihm in seinen nassen Sachen war. Er grinste Justice, die am Tisch saß und offenbar gerade frühstückte, schief an. "Morgen Jus; frohes Neues", sagte er.
Er mochte seine Mitbewohnerin. Vor allem mochte er, dass sie so unkompliziert war, und dass er sie auch mal ungekämmt und ungeduscht erlebte. Mit einem Modepüppchen könnte er nicht zusammenleben. Zumindest nicht so. Wahrscheinlich würden sie nebeneinander her existieren, aber Manu hatte das Gefühl, dass Jus und er beinahe Freunde waren.
Bevor er antworten konnte, grummelte sein Magen verräterisch, als der Duft von Toast in seine Nase stieg. "Und wie", erwiderte er. "Ich zieh mir nur schnell was ... trockeneres an", meinte er und deutete auf seinen offensichtlich durchnässten Hoodie. "Dann setz' ich mich zu dir."
Im Vorbeigehen steckte er zwei Scheiben Toast in den Toaster, und ging schnell in sein Zimmer. Er hatte es in Jus' Blick sehen können; ihr leichtes Missfallen, weil er so viel getrunken hatte. Er war froh, dass sie nichts gesagt hatte. Grundsätzlich hieß er maßlosen Alkoholkonsum auch nicht gut, und er fand es richtig, dass sie regelmäßig etwas dazu sagte, immerhin gehörten sie beide einer gesellschaftlichen Gruppe an, der man Alkoholgenuss ohne Ende nachsagte. Manchmal fühlte man sich beinahe wie ein Exot, wenn man als Student sagte, man würde nicht trinken. Jus musste das noch viel mehr spüren, als er.
Ein Stich des Mitleids durchzuckte ihn, als ihm klar wurde, dass er nicht einmal wusste, ob sie letzte Nacht allein gewesen war. >>'n toller Freund bist du<<, sagte er im Stillen zu sich selbst.
Mit einem neuen Hoodie bekleidet, pflückte er Toast und Vollmilch aus dem Kühlschrank, und setzte sich ihr gegenüber. "Na, du siehst auf jeden Fall besser aus, als ich mich fühle", sagte er und grinste leicht, während er sein Toast ebenfalls mit Marmelade bestrich. "Wie war denn dein Abend?"


Cameron Price; Vor der Schlosspark-Klinik in Berlin Charlottenburg; ansprechbar
Cameron starrte ins nasse, schwammige Grau. >>Frohes Neues Jahr<<, dachte er. Sein neues Jahr hatte ganz gut begonnen: Im OP-Saal 4, bei einer Not-OP, einer Tumorentfernung im unteren Thorax. Es war eine gute OP gewesen. Sauber, ohne Komplikationen. Und vor allem war es kein Fall von Neujahrsblödheit, die ihn seinen freien Abend gekostet hatte. Nur leider war diese OP zwölf Stunden her. Zwölf Stunden, in denen er Wunden genäht, geklebt, und bandagiert hatte, Verbrennungen begutachtet, Schmerzmittel verschrieben hatte. Zwölf Stunden voller Neujahrsblödheit. Und jetzt war der Tag, sein einer freier Tag, schon fast vorbei, weil das Krankenhaus natürlich unterbesetzt gewesen war.
Er seufzte.
Realistisch betrachtet war es natürlich nicht so schlimm. Er konnte mit seinen freien Tagen sowieso selten etwas gutes anfangen, vor allem momentan, wo es keine Vorträge zu bearbeiten oder Artikel zu schreiben galt. Seine Berichte schrieb er immer im Krankenhaus, und so hatte er wenigstens keine Zeit, seine Familie zu vermissen.
Er bewegte sich langsam, beinahe widerwillig, Richtung Bushaltestelle. Gestern Nacht war er zu Fuß gekommen; im Verkehrschaos stecken zu bleiben war keine Option gewesen. Nur leider musste er auch jetzt entweder zu Fuß wieder weg, nachdem er zwölf Stunden mehr oder weniger unermüdlich auf Zack gewesen war, oder eben Bus fahren. Beide Optionen hatten ihre Nachteile. Er war müde, er hatte Kopfschmerzen, er wollte nur nach Hause. Zu Fuß wäre er eine halbe Stunde unterwegs eher eine Stunde, mit dem Bus zehn Minuten. Der Bus würde voll sein, voller Menschen. Naja, das kleinere Übel.
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Lora Warter || In ihrem Zimmer -> draußen || ansprechbar

#5

Beitrag von Nadelpelz » Do 26. Okt 2017, 18:21

Lora sah aus dem Fenster, das direkt auf die Straße zeigte. Der Tag schien wenig viel versprechend zu werden. Es war feucht draußen und der Nebel schien sich nicht zurück ziehen zu wollen. Sie musste gähnen, als sie sich vom Fenster und dem feuchten Wetter dahinter, abwandte. Ihr Blick viel auf den Schreibtisch, auf dem noch immer die Skizze lag, an der sie noch lange gesessen hatte. Später würde sie weiter zeichnen aber jetzt musste sie erstmal etwas essen. Zu ihrem Zimmer gehörte auch eine kleine Kochnische, die eher selten benutzt wurde. Entweder aß Lora mit ihrer Vermieterin oder sie wärmte sich etwas in der Mikrowelle auf. Sie öffnete den kleinen Kühlschrank und wurde daran erinnert, das sie unbedingt einkaufen gehen musste. Erst vor kurzem war sie wieder her gekommen, nachdem sie die Weinachtstage bei ihrer Familie, in Amerika, verbracht hatte. Danach war sie noch nicht dazu gekommen, vernünftig einkaufen zu gehen und hatte sich nur das nötigste geholt. Jetzt war der kleine Kühlschrank wieder so gut wie leer. Nur eine halbleere Milchpackung und eine angefangene Käsepackung lagen dort einsam. Lora nahm sich die Milch und holte aus einem Schränkchen den Rest Müsli.
Nachdem sie gegessen hatte, band sie sich ihre, leicht verstrubelten Haare zu einem Zopf und zog sich eine ihrer Lieblingshosen und einen Pulli über. Draußen merkte sie, das es ein Fehler gewesen war, sich keine dickere Hose an zu ziehen aber wieder rein zu gehen ja für sie nicht in frage. Sie hoffte, das ein Spaziergang ihr jetzt gut tun würde und ihr die Müdigkeit nehmen würde.

Ich entschuldige mich für mögliche Fehler im Text, der ich derzeit am Handy schreibe.
Ha ha said the devil we're nearing home
Siehst du den Berg am Horizont? Das ist meine Heimat, die Heimat aller meinesgleichen. Zu diesem Berg musst du kommen, wenn der Wald in Flammen steht.
Ich werde dort auf dich warten.

~Myosotis~
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Re: Puls der Zeit - Play

#6

Beitrag von BrokenHabit » So 29. Okt 2017, 19:37

Justice Price || ihre WG
Bei Emmanuel Lesse

Bei seinem schiefen Grinsen hoben sich ihre Mundwinkel dann doch wieder. Früher zu ihrer Schulzeit hatte sie sich schon das eine oder andere wegen ihrer Abneigung zum Alkohol und anderen Drogen anhören dürfen. Man hatte sie als Spaßbremse bezeichnet und ihr gesagt, sie solle sich aus dem Leben der anderen raushalten. Vielleicht wäre das sogar besser, doch bei ihren Freunden konnte sie so etwas einfach nicht ignorieren.
„Frohes Neues“, antwortete sie nun trotzdem in einem möglichst fröhlichen Tonfall. Es würde wohl niemandem helfen, wenn sie ein Drama veranstalten würde.
Als Manu seinen Hunger offenbarte und meinte, er würde sich zu ihr setzen, wenn er sich etwas Trockenes angezogen hatte, nickte sie als Zeichen, dass das in Ordnung war. Während er in seinem Zimmer verschwand, biss sie wieder in ihr Toast und kaute schweigend.
Es dauerte allerdings gar nicht lange, bis ihr Mitbewohner zurückkam und sich wie versprochen an den Tisch setzte. Bei seinem Kommentar, sie würde besser aussehen, als er sich fühlte, lächelte sie und strich sich verlegen eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Schließlich war das irgendwie ein Kompliment und so etwas war sie nicht gewohnt.
„Du wirkst aber eigentlich recht munter. Zumindest liegst du gerade nicht komatös in deinem Bett“, meinte sie, um ihre Verlegenheit zu überspielen.
Als nächstes fragte er jedoch, wie ihr Abend gewesen war, worauf sie ein wenig den Mundwinkel verzog. Ihre beiden Mitbewohner waren nicht zu Hause gewesen und großartig andere Freunde hatte sie nicht. Also waren ihre Eltern zu Besuch gewesen, hatten die Wohnung aber schon in der Nacht wieder verlassen.
„Naja, wie eine Silvesterfeier eben so ist, wenn die Eltern zu Besuch sind. Party bis zum Umfallen“, sagte sie trocken. Prinzipiell war es ja nicht schlimm, einen Abend mit ihren Eltern zu verbringen. Doch das neue Jahr hätte sie am liebsten dann doch mit Freunden gefeiert.
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Emmanuel Lesse - seine WG mit Justice Price

#7

Beitrag von Kratos » So 29. Okt 2017, 20:17

Offenbar hatte sein Kommentar sie unvorbereitet getroffen. Manu wusste nicht ganz, ob er das gut fand, oder ihm es eher unangenehm war.
Wahrscheinlich war es eher die Tatsache, dass ihm wieder einmal klar wurde, wie verletzlich sie doch eigentlich war. Und mit dem Thema Silverster hatte er wohl direkt noch ein Thema angeschnitten, mit dem man sie leicht verletzen konnte. Er war nicht da gewesen, Viv auch nicht ... wahrscheinlich hätte einer von ihnen da bleiben und mit ihr feiern sollen. Das schlechte Gewissen drückte stärker als der nachlassende Alkohol auf seinen Magen. "Naja", erwiderte er, "komatös nicht, ich hatte ja auch 'ne Weile und viel frische Luft zum Ausnüchtern."
Wäre es taktlos, sie darauf anzusprechen, wie unglücklich sie gerade wirkte? Er war sich nicht ganz sicher, aber er ging davon aus. Jus war alt genug, um selbst zu wissen, wie sie sich fühlte, und er war clever genug, um nicht in alten Wunden herumzustochern. Zumindest hoffte er das.
"Naja, deine Eltern siehst du ja auch nicht so oft", erwiderte er, in der Hoffnung, das richtige zu sagen.
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Re: Puls der Zeit - Play

#8

Beitrag von BrokenHabit » Fr 3. Nov 2017, 10:28

Justice Price || ihre WG
Bei Emmanuel Lesse

„Ja gut, das stimmt wohl“, meinte sie nickend auf seinen Kommentar hin, dass er ja Zeit und frische Luft zum Ausnüchtern gehabt hatte. Zwar kannte sie sich gar nicht mit dem Zustand des betrunken seins aus und wusste somit auch relativ wenig über das Ausnüchtern, doch selbst sie hatte gehört, dass frische Luft angeblich gut war. Allerdings hatte sie auch nicht vor, das auszuprobieren, um den Wahrheitsgehalt dieser Aussage zu testen.
Bei seinem nächsten Satz huschte ein kleines trauriges Lächeln über ihr Gesicht. Es stimmte, seit sie ausgezogen war, sah sie ihre Eltern nicht mehr ganz so oft, aber ehrlich gesagt hatte sie auch nicht das Bedürfnis, sie öfter zu sehen. Demnach war das für sie kein großer Trost dafür, dass letzte Nacht keine Freunde bei ihr gewesen waren.
„Ja, ich sollte wohl froh sein, dass sie die Zeit finden, mich an Silvester zu besuchen“, sagte sie trotzdem. Überzeugt war sie von dieser Aussage allerdings nicht. Und es erinnerte sie daran, dass selbst ihre Eltern mehr Optionen gehabt hatten, den Abend zu verbringen. Dabei hieß es doch von Studenten, sie wären ein so partyfreudiges Völkchen und würden sich kaum eine Gelegenheit entgehen lassen.
Justice schluckte, in der Hoffnung, sie würde damit den Kloß in ihrem Hals loswerden. Dann aß sie langsam das letzte Stück von ihrem Toast, wobei sie den Blick auf die Tischplatte gerichtet hielt.
Es würde sie nicht wundern, wenn Manu sein Frühstück nun beenden und in sein Zimmer gehen würde. Wer wollte schon bei ihr sein, wenn sie in so einer Stimmung war? Vermutlich würde sie sich damit sogar selbst auf die Nerven gehen.
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Emmanuel Lesse - seine WG mit Justice Price

#9

Beitrag von Kratos » So 19. Nov 2017, 12:00

Er hatte es nicht geschafft, sie aufzumuntern. Natürlich nicht. Er konnte den Kloß in ihrem Hals förmlich spüren, und grinste schief. Beinahe schuldbewusst.
"Hey", sagte er. "Es ist vielleicht nicht Silvester, aber gerade ist es so ruhig draußen, wie sonst wahrscheinlich nie in Berlin - willst du'n bisschen raus?"
Natürlich hatte er kein Bedürfnis, noch einmal in diese nasskalte Neujahrsluft zu treten, aber wenn es Justice aufmunterte, wäre es das wert. Immerhin war es zum Teil seine Schuld, dass es ihr jetzt so schlecht ging, und das konnte er sich nicht gut mit ansehen.
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Re: Puls der Zeit - Play

#10

Beitrag von BrokenHabit » So 3. Dez 2017, 18:35

Justice Price || ihre WG
Bei Emmanuel Lesse

Bei seinen Worten blickte sie überrascht auf in sein grinsendes Gesicht.
Er hatte vorgeschlagen, dass sie gemeinsam rausgehen könnten, doch sie verstanden nicht so recht, warum. Eigentlich hatte sie eher das Bedürfnis, sich in ihr warmes Bett zu kuscheln und sich selbst zu bemitleiden. Draußen hingegen war es kalt und unschön, denn Berlin war eine Großstadt und sie mochte keine Großstädte. Außerdem müsste sie dafür duschen.
Auf der anderen Seite kam es nicht so häufig vor, dass jemand etwas mit ihr unternehmen wollte und die Frage, ob sie ein bisschen raus wolle, erinnerte sie an ihre Kindheit auf dem Dorf, wo es in ihrer Nachbarschaft üblich gewesen war, bei den anderen Kindern zu klingeln und sie nach draußen zu locken. Früher, als man noch nicht gehänselt wurde, weil man nicht so aussah, wie es die anderen gerne hätten.
„Und dann?“, fragte sie also zögerlich und warf einen Blick aus dem Fenster. Es wirkte grau und nass, also nicht gerade wie das perfekte Wetter, um durch den Park zu schlendern oder dergleichen. Was hatte Manu also vor? Oder hatte er selbst keine Idee und eigentlich gar keine Lust, etwas mit ihr zu machen? Er war doch bestimmt müde nach der letzten Nacht.
Wieder wanderte ihr Blick nach unten und blieb an ihrem Glas hängen, an dem sie sich mit beiden Händen festhielt.
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