Kasper & Alain ; Their Happy End

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Kasper
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Kasper & Alain ; Their Happy End

#1

Beitrag von Kasper » Do 14. Sep 2017, 01:32

Ende einer alten Playszene aus einem bereits geschlossenen, alten RPG.
Charaktere: Yuri Boris Koroljiow [Kasper], Alexander (Alec) H. Blackburn [Kurai]

Was bis her geschah~
Yuri arm. Alec reich. Besties. Alecs Eltern kacke. Alec schwul. Alecs Eltern homophob. Yuri schwul. Alec steht heimlich auf Yuri. Yuri heimlich auch auf Alec. DRAAAMAAA~


Yuri

Lächelnd beobachtete Yuri wie sich seine Eltern nach Alecs Outing gegenseitig ein High-Five gaben. Er war froh, seine Eltern zu haben. Und er war froh dass Alec wenigstens seine Eltern hatte, hoffte, dass seinem Freund bewusst war, dass er wenigstens einen Ort hatte, den er sein Zuhause nennen konnte, egal was war. So vergingen die nächsten Stunden mehr als entspannt und so, als hätte sich nie was verändert.
Nachdem sich die Runde langsam aufgelöst hatte, saßen Yuri und Alec gemeinsam in seinem Zimmer. Yuri saß vor seiner Spielkonsole und versuchte sich an seinem neuen Spiel, während Alec einen dummen Kommentar nach dem nächsten ließ. Ehrlich gesagt konnte sich Yuri kein angenehmeres Ende für diesen Tag vorstellen, überlegte er, während er die Kommentare seines besten Freundes zu seinem Spielstil beflissentlich ignorierte. Zumal er wusste, dass auch Alec es nicht besser konnte. Da sich Yuri mit dem Rücken an sein Bett gelehnt hatte, bemerkte er, dass sich Alec aufsetzte und drehte den Kopf nach hinten, noch während der Dunkelhaarige ihn an stupste und Aufmerksamkeit verlangte. „Und dafür hab ich jetzt aufgehört zu zocken?“, seufzte er gespielt genervt. „Maya ist bestimmt in ihrem Körbchen. Geh und hol dir Aufmerksamkeit und Zuneigung, ich bin beschäftigt.“ Für ein paar Sekunden drehte er sich wieder zum Fernseher und spielte weiter. Dann lachte er leise, schaltete sowohl die Konsole und den Fernseher aus und schmiss sich neben Alec auf das, inzwischen ausgeklappte und vernünftig bezogene, Schlafsofa. Neben ihm liegend stützte Yuri seinen Kopf auf einen Arm, damit er Alec ansehen konnte. Einen kurzen Moment schaute er seinen besten Freund stumm an. Für einen Moment konnte er gar nicht anders, als furchtbar sentimental zu werden. Vielleicht durch den Anblick seines Freundes im Halbdunkel seines Zimmers, das nur von einer Straßenlaterne, die von draußen durch den Schneesturm zum Fenster reinschien, erleuchtet war, vielleicht dadurch, dass sie vorhin keine Zeit gehabt hatten richtig zu reden und jetzt zum ersten Mal seit zwei, drei Stunden wieder komplett alleine waren. Vielleicht lag es aber auch einfach daran, dass Yuris Herz bei der Nähe zu Alec, wie mittlerweile fast ganz normal, höher schlug. Wirklich zuordnen konnte er es jedenfalls nicht. Vielleicht spielte auch einfach alles zusammen. „ Weißt du was?“, begann er. „Ich bin richtig stolz auf dich, mein Großer. Scheiß egal, wie lange du gebraucht hast, endlich ist es raus.“ Stolz lächelnd ließ er sich von der Seite auf seinen besten Freund fallen und umarmte ihn fest. Wirklich in Worte fassen, konnte er es gar nicht, wie froh er für Alec war, dachte er, das Gesicht an Alecs Hals. Wenn er sich vorstellte, wie lange Alec sich hatte verstellen müssen und nie der sein konnte, der er wirklich war. Dass diese Angst, die seine Eltern ihm als Kind schon antrainiert hatten, sogar so weit ging, dass er selbst Angst hatte, vor seinen Freunden nicht er selbst und ehrlich zu sein. Er löste sich wieder von ihm und klopfte Alec stolz auf die Brust. „Du wirst schon sehen, es wird sich schon alles zum Guten wenden. Und wenn nicht, dann wohnst du eben ab jetzt hier. Einer mehr, der mit Maya Gassi gehen kann.“, scherzte er, um von seiner eigenen Unsicherheit abzulenken, welche gerade in ihm Aufstieg, als er sich der Nähe zwischen ihnen wieder einmal schmerzhaft bewusst wurde. Hatte das vorhin nicht schon gereicht? Musste es denn unbedingt so schwierig sein?! Jetzt wo Alec es ihm sowieso schon um einiges leichter gemacht hatte? „Alec, ich…“, begann er, brach dann aber ab und schaute weg. Yuri, du Pussy. Hörte er nur eine Stimme in seinem Kopf, die verdächtig nach einer Mischung aus Alex und Faye klang. Er atmete einmal tief durch und schaute dann wieder zu Alec. „Scheiße ey… Wie wär’s? Wenn ich jetzt Scheiße baue, darfst du mich treten. Deal?“, grinste er und, während sein Herz in den Kolibri-Gang schaltete, wurde er immer unsicherer. Schon darauf vorbereitet im nächsten Moment die Knie seines besten Freundes im Magen zu spüren, schaffte er es doch irgendwie den Mut aufzubringen, den Abstand zwischen ihren Lippen, der bereits sowieso nur noch aus einigen Zentimetern bestand, zu schließen und Alec einen eher vorsichtigen, fragenden Kuss zu geben. Wäre er nicht gerade damit beschäftigt viel zu aufgeregt zu sein, wäre Yuri in diesem Moment wohl vor Glück geplatzt. Ein wenig dadurch bestärkt, dass er keinen Tritt abbekommen hatte, löste er sich wieder ein Stück von Alec und sah ihn an. „Genug Aufmerksamkeit und Zuneigung?“, fragte er dann, noch immer nervös. Vielleicht hatte er Alec auch einfach nur viel zu sehr überrumpelt und er hatte gar nicht sein Bein hochbekommen. Vielleicht hatte er den Tritt ja doch mehr als verdient?
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Re: Kasper & Alain ; Their Happy End

#2

Beitrag von Grim » Do 14. Sep 2017, 01:33

Alec (Alexander)

Alec konnte noch immer nicht ganz begreifen, womit er eine so wunderbare Familie verdient hatte. Diese wundervollen Menschen, die ihn einfach so akzeptierten, wie er war und sich noch für ihn freuten, dass er sich endlich getraut hatte, auch genau so zu sein. Er war so gerührt, dass er für ein paar Momente nicht sprechen konnte. Das legte sich allerdings und bald war es wieder ein ganz normales Weihnachtsessen mit den Menschen, die ihm am wichtigsten waren. Nur Alex fehlte.
Die Zeit verging wie im Flug und bald schon fand Alec sich in Yuris Zimmer wieder, noch immer glücklich lächelnd und zum ersten Mal seit sehr langer Zeit, völlig gelöst und entspannt. So ein Abend mit Yuris Familie wirkte sich therapeutisch aus, das hätte Alec jedem geschworen.
"Ey," beschwerte er sich leise, als Yuri sich, nach seiner offensichtlichen Forderung nach Aufmerksamkeit, wieder dem Fernseher zuwandte. Wie unhöflich. Eindeutig kein Brite. "Immer diese Russen," murmelte Alec gespielt verstimmt und grinste dann breit, als Yuri sich doch wieder zu ihm drehte.
Die nächsten Worte seines besten Freundes ließen ihn allerdings wieder glücklich lächeln. Er nickte nur dankbar. Da war es wieder, dieses schwere Gefühl auf seiner Brust, das verhinderte, dass er sprach. Es stieg langsam in seinen Hals und Alec musste ein paar Mal heftig blinzeln, um nicht zu weinen. Er war nicht unglücklich. Er war so weit von Unglück entfernt, wie es nur möglich war. Aber diese bestätigenden Worte von Yuri zu hören, bedeutete ihm einfach viel mehr, als er je aussprechen könnte. Weil Yuri ihm mehr bedeutete, als er in Worte fassen konnte. Das komplette Oxford Dictionary hätte dafür nicht gereicht und ihm kaum genug positive Adjektive anbieten können.
Die plötzliche Nähe zu Yuri machte alles nur noch besser. Alec spürte eine vertraute Hitze auf seinen Wangen und war dankbar dafür, dass das Licht der Straßenlaterne so einen starken Orangestich hatte, dass man es wahrscheinlich nicht sehen würde. Er wüsste nicht, wie er das erklären sollte. Aber es passierte in letzter Zeit einfach immer häufiger, wenn Yuri ihm näher kam. Und es fühlte sich nicht schlecht oder falsch an. Es war ein euphorisches Gefühl, leicht und ein wenig flattrig, und höchst verwirrend.
Alec hob leicht eine Augenbraue, als Yuri begann, unsicher herumzudrucksen, unterbrach ihn aber nicht. Er wusste selbst am besten, wie schwer es manchmal sein konnte, bestimmte Dinge auszusprechen. Allerdings konnte er sich nicht vorstellen, was Yuri in dieser Situation Dummes hätte tun können. Es schien alles irgendwie perfekt.
Und verdammt noch mal wie perfekt es weiterging. Alecs Herz schien beinah zu explodieren, als er Yuris Lippen auf seinen spürte und für einen Moment wusste er nicht, damit umzugehen. Doch treten würde er ihn ganz sicher nicht. Nein, das hier war keine Dummheit, das war genau das, was er sich nie zu tun getraut hatte, oder hätte, aber immer hatte tun wollen.
Wie von selbst schlossen sich seine Augen, seine Hand fand ihren Weg in Yuris weiche Haare und strich sie sanft auf seinen Gesicht, während Alec den Kuss vorsichtig erwiderte.
Viel zu schnell löste Yuri sich wieder von ihm, sodass Alec auf seine Frage hin nur den Kopf schüttelte und ihn wieder zu sich zog, ihn noch einmal küsste, ein wenig mutiger diesmal, aber immer noch nicht überschwänglich. Er konnte es nach wie vor nicht glauben. Dass das wirklich passierte, war wahrscheinlich das beste Weihnachtsgeschenk, dass es auf dieser Welt geben konnte. Als er sich diesmal von Yuri löste, lehnte Alec sich nicht direkt zurück, sondern ließ seine Stirn noch eine kleine Weile gegen Yuris ruhen, so nah, dass er seinen Atem spüren konnte. "Du bist echt mutiger als ich," murmelte Alec mit einem leicht nervösen Lächeln, ehe er hinzusetzte: "Ich hätte mich das nie getraut."
»Never forget, Caragor Nr. 3, 2k18«
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Don't dare let her tremble alone,
For the Witcher, heartless, cold, paid in coin of gold,
He comes, he'll go, leave naught behind,
But heartache and woe.

~
Ava.
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