Privat RPG: Kratos und Alain | Rising Storm

Hier ist Platz für Crossovers, kleine RPGs und nicht beendete Szenen.
Antworten
Benutzeravatar

Topic author
Alain
Fährtenleser
Beiträge: 117
Registriert: Mi 6. Sep 2017, 11:43
Wohnort: Shimada-mada Anwesen
Avatar: Raquel Cornejo
RPG Leiter: Ja
Bevorzugte Sprache: Beides
Kontaktdaten:

Privat RPG: Kratos und Alain | Rising Storm

#1

Beitrag von Alain » Mi 13. Sep 2017, 22:55

Setting: In einer dystopischen Zukunft ist die Zombieapokalypse ausgebrochen. Nur noch wenige Städte existieren und die Regierung innerhalb ihrer Mauern versucht alles auszurotten, was sich außerhalb befindet -- das gilt für die Infizierten, aber genauso für die Rebellen. Um die Rebellen zu besiegen und die Städte zu schützen, wurde das Super Soldier Program ins Leben gerufen, bei dem Wissenschaftler Menschen zu Cyborgs "umbauen", um sie leistungsfähiger, gehorsamer und gefährlicher zu machen.

Charaktere: Cato, ein 19-Jähriger Cyborg, der Sohn des Präsidenten. Er floh vor kurzem aus der Stadt, zu den Rebellen.
Jaylen, ebenfalls ein Cyborg, wesentlich älter als Cato, war einer der ersten Menschen, die durch das Super Soldier Program zu Cyborgs gemacht wurden.


Cato - Lager der Krähen | Alleine bei der Nachtwache

Er hatte kein Auge zu bekommen in dieser Nacht. Warum also hätte er sich nicht als Wache melden sollen? Blood, der Anführer der Krähen, den Cato für sehr einschüchternd hielt, hatte ihn zwar misstrauisch beäugt - es war wohl keine Aufgabe, für die sich oft Leute freiwillig meldeten - doch schließlich hatte er zugestimmt. Aber der Soldat, den er abgelöst hatte, wirkte dankbar und sehr erleichert. Cato lächelte hinter seiner Maske freundlich, doch natürlich sah der Andere das nicht.
Als er alleine war, löste er die Maske aus ihren Verankerungen und legte sie neben sich auf den Boden. Kalte Luft strich ihm durch Gesicht und Haare und für einen Moment schloss er zufrieden die Augen. Es war eine Wohltat, nach der Hitze des Tages, und der stickigen Luft in der Kanalisation, die sicher nicht dafür gemacht worden war, von hunderten Leuten gleichzeitig geatmet zu werden.
Zur Zeit herrschte eine strenge Abriegelung, seit das letzte Lager gefunden worden war, was Cato nicht mitbekommen hatte. Zu dem Zeitpunkt war er noch nicht bei den Rebellen gewesen. Jedenfalls durften jetzt nur noch die Kundschafter, Jäger und Wachen an die Oberfläche. Wahrscheinlich war es tatsächlich sicherer so.
Das bedeutete, dass es sehr still um ihn war und er die sich nähernden Schritte natürlich sofort wahrnahm. Er dreckte sich um und blickte Jaylen entgegen, der selbstbewusst auf ihn zu schritt. Unwillkürlich tastete Cato nach seiner Maske, schaffte es aber nicht, sie aufzusetzen, ehe der andere Rebell ihn erreicht hatte. Und so ließ er seine Hand wieder sinken, es hatte ja doch keinen Sinn. "Was machst du hier draußen?", fragte er den Älteren leise, mit einem leicht besorgten Blick.
Don't dare let her tremble alone,
For the Witcher, heartless, cold, paid in coin of gold,
He comes, he'll go, leave naught behind,
But heartache and woe.

~
Ava.
Benutzeravatar

Kratos
Weiser
Beiträge: 474
Registriert: Mi 6. Sep 2017, 03:28
Wohnort: Vorhof der Hölle
Avatar: Mir
RPG Leiter: Ja
Bevorzugte Sprache: Deutsch
Kontaktdaten:

Bücherchallenge

Re: Privat RPG: Kratos und Alain | Rising Storm

#2

Beitrag von Kratos » Mi 27. Sep 2017, 00:20

Jaylen - Lager der Krähen -> zu Cato

Morgen würde es wieder Ärger mit Blood geben. Aber Jaylen war das mittlerweile so gewohnt, dass er eigentlich nicht mehr wirklich darauf achtete. Der Anführer der Krähen mochte ein gefährlicher Mann sein - doch sie beide glichen sich darin. Und auch Blood hatte aufgegeben, seinen umtriebigen Charakter zu kontrollieren. Wenn man Jaylen einpferchte, wurde er nur noch launischer, noch angriffslustiger. Und vor allem wurde er leichtsinniger. Niemand hatte etwas davon.
Deshalb war es ihm egal, als er nun die Absperrung hinter sich zuzog, und ohne ein Geräusch zu machen, das Gewehr schulterte, und auf den einsamen Wachtposten zuging. Leise. Nicht lautlos, aber leise genug. Trotzdem drehte der Junge auf Posten sich um. Es war Cato. Im Halbdunkel konnte Jaylen nur erkennen, dass er seine alberne Maske nicht trug, jedoch keinen Grund dafür, warum dies so war. Neugier wurde in ihm wach, und er schritt etwas schneller aus, erreichte ihn, bevor er seine Maske aufsetzen konnte.
Er musterte ihn. Offensichtlich, und penibel. Sicher, sein Gesicht war nicht wunderschön, es war durchzogen von feinen Narben, die ihm schwachen Licht schimmerten, aber kein Grund für eine Maske. Er sah nun nicht aus, wie Mensch gewordenes Schaschlik. Eher war es seine eigene Eitelkeit, oder mangelndes Selbstvertrauen, das ihn dazu zwang, sich zu verstecken. Jaylen schnaubte leise. Er machte sich schwächer, als er war. Verletzlicher, als er sein müsste. Er selbst hatte keine Ahnung mehr, wie er in dem Alter gewesen war. Seine Operationen, und der Einsatz des Computers, hatten bei ihm noch große Nebenwirkungen gehabt; seine Kindheit und Jugend war verschwunden, beinahe gänzlich. Das, was er wusste, hatte er aus Aufzeichnungen erfahren. Über seine Persönlichkeit wusste er wenig - wahrscheinlich glich er seinem alten Selbst sowieso nicht wirklich.
"Ich beschütze dich vor den Ratten, damit sie dir keine Angst machen", sagte er und ließ sich im Schneidersitz neben ihm nieder. Das Gewehr legte er auf die Knie, eine Hand auf dem Halfter, die andere auf dem Lauf, und starrte ins Dunkel.
„You‘re one insult away from starting a war.“

Aufgrund privater Umstände kommt es aktuell bei Postings zu Verzögerungen - ich bitte um Entschuldigung.
Benutzeravatar

Topic author
Alain
Fährtenleser
Beiträge: 117
Registriert: Mi 6. Sep 2017, 11:43
Wohnort: Shimada-mada Anwesen
Avatar: Raquel Cornejo
RPG Leiter: Ja
Bevorzugte Sprache: Beides
Kontaktdaten:

Re: Privat RPG: Kratos und Alain | Rising Storm

#3

Beitrag von Alain » Mi 27. Sep 2017, 01:10

Cato - Lager der Krähen | Bei Jaylen

Cato wandte den Blick von Jaylen ab. Für seinen Geschmack musterte er sein Gesicht deutlich zu offensichtlich und der Anflug von Verurteilung in seinen Augen, war wie ein zusätzlicher Schlag ins Gesicht. Es schien allerdings einen anderen Grund als die Narben zu haben. Da Jaylen sich ohnehin immer darüber ausließ, dass Catos Gesicht gar nicht so schlimm aussehen konnte, dass er tatsächlich eine Maske benötigen würde, tippte er mal darauf, dass Jaylen sich einfach in seiner Vermutung bestätigt sah und ihn für seine Schwäche, Eitelkeit oder wie immer er es nennen mochte, verabscheute.
Aber gut, Verachtung war er gewohnt. Es war auch nicht so, als würde er viel Anderes verdienen. Ob er sich hier besser, verstandener und aufgenommener fühlte, als in der Stadt? Nein. Auch hier misstrauten ihm die Menschen, gingen ihm aus dem Weg. Genau genommen vermisste er sein Zuhause und ertappte sich von Zeit zu Zeit dabei, wie er sich wünschte, er hätte nie nach Tristan gesucht, oder ihn nie gefunden. Das war seinem Bruder gegenüber natürlich unfair und er fühlte sich unglaublich schlecht deswegen und er verstand ja auch, dass Tristan sich hier wohlfühlte. Er konnte mit Caspian zusammen sein, ohne den missbilligenden Blick ihres Vaters auf sich, er konnte das tun, was seiner Ideologie entsprach. Er war frei. Er, ja. Aber sein kleiner Bruder nicht. Er fühlte sich mehr eingesperrt denn je.
Lena fehlte ihm. Lena und ihre endlosen Geschichten, ihre Witze, ihr Lachen. Rain und sein missgelauntes Gegrummel am Montagmorgen in der Zentrale, vor dem ersten Kaffee und auch nach dem siebten noch, seine ruppige Art, unter der sich echte Zuneigung und Aufmerksamkeit verbarg. Alex und seine väterliche Fürsorge, wie er Lena und ihn zum Frühstücken zwang, seine kleinen Sticheleien mit Rain. Seine Familie fehlte ihm.
Und doch gab es für ihn keinen Weg zurück. Cato seufzte. "Na wenn du meinst," antwortete er lustlos auf Jaylens sarkastischen Kommentar. Es sollte nicht sein Problem sein, wenn er für den Verstoß gegen die Regeln Probleme mit Blood bekam. Aber wer wusste schon, ob Blood Jaylen nicht vielleicht sogar geschickt hatte, weil er Cato am Ende doch nicht vertraute. Im Grunde war es egal. "Dann pass auf, dass sie dich nicht beißen. Am Ende wirst du noch selbst zu einer," setzte er nach einer kurzen Pause hinzu.
Don't dare let her tremble alone,
For the Witcher, heartless, cold, paid in coin of gold,
He comes, he'll go, leave naught behind,
But heartache and woe.

~
Ava.
Benutzeravatar

Kratos
Weiser
Beiträge: 474
Registriert: Mi 6. Sep 2017, 03:28
Wohnort: Vorhof der Hölle
Avatar: Mir
RPG Leiter: Ja
Bevorzugte Sprache: Deutsch
Kontaktdaten:

Bücherchallenge

Re: Privat RPG: Kratos und Alain | Rising Storm

#4

Beitrag von Kratos » Mi 27. Sep 2017, 01:18

Jaylen | Lager der Krähen - bei Cato

Der Versuch des Kleinen zu kontern, war beinahe niedlich. Er grunzte etwas unbestimmtes, das beinahe so etwas wie ein Lachen sein könnte. "Keine Sorge, die haben zu viel Angst vor mir."
Er streichelte über den Schaft seines Gewehrs, mit einer beinahe liebevollen Geste. Eigentlich brauchte er es ja gar nicht mehr. Dank des Super Soldier Programms hatte er seine Waffe immer dabei - aber es fühlte sich einfach besser an, sich auf dieses einschüchternde Ding auf seinem Schoß zu verlassen, als nur auf seinen Arm. "Außerdem wird man hier draußen allein schnell verrückt", setzte er hinzu. Und ich hasse es in den Tunneln. Aber das sagte er nicht laut.
„You‘re one insult away from starting a war.“

Aufgrund privater Umstände kommt es aktuell bei Postings zu Verzögerungen - ich bitte um Entschuldigung.
Benutzeravatar

Topic author
Alain
Fährtenleser
Beiträge: 117
Registriert: Mi 6. Sep 2017, 11:43
Wohnort: Shimada-mada Anwesen
Avatar: Raquel Cornejo
RPG Leiter: Ja
Bevorzugte Sprache: Beides
Kontaktdaten:

Re: Privat RPG: Kratos und Alain | Rising Storm

#5

Beitrag von Alain » Do 28. Sep 2017, 17:32

Cato - Lager der Krähen | Bei Jaylen

Was auch immer in diesem Mann vorgehen mochte, falls überhaupt etwas in ihm vorging und er nicht genau diese miesgelaunte, ruppige Art hatte, die er so gern spazieren trug, Cato konnte es nicht bestimmen. Und wahrscheinlich wollte er das auch gar nicht. Wenn Jaylens Gedanken so deprimierend waren, wie seine Gesellschaft, dann war es ohnehin besser, sie nicht zu kennen.
Cato schnaubte leicht und antwortete: "Da drinnen nicht weniger" mit einem Nicken Richtung Tunneleingang.
Das sollte also Freiheit sein? Es fühlte sich ganz und gar nicht danach an. Immer auf der Hut sein zu müssen, immer Angst zu haben, vor Infizierten, vor Soldaten, vor den eigenen Leuten, eigentlich vor allem. Wenn das Freiheit war, hätte er doch gerne seinen Käfig zurück.
Don't dare let her tremble alone,
For the Witcher, heartless, cold, paid in coin of gold,
He comes, he'll go, leave naught behind,
But heartache and woe.

~
Ava.
Benutzeravatar

Kratos
Weiser
Beiträge: 474
Registriert: Mi 6. Sep 2017, 03:28
Wohnort: Vorhof der Hölle
Avatar: Mir
RPG Leiter: Ja
Bevorzugte Sprache: Deutsch
Kontaktdaten:

Bücherchallenge

Re: Privat RPG: Kratos und Alain | Rising Storm

#6

Beitrag von Kratos » So 19. Nov 2017, 12:11

Jaylen - Lager der Krähen | bei Cato

Er nickte knapp, sagte jedoch nichts. Die Tunnel waren der Hauptgrund, weshalb Jaylen dieser Tage so extrem mies gelaunt war. Er wollte den Himmel über sich - oder zumindest das endlose Grau einer vergifteten Atmosphäre - keinen Beton, der ihn einengte und seinen Blick brach, wenn er den Kopf in den Nacken legte.
"Wird besser werden", sagte er nur, und starrte ins dunstige Nichts, das sich vor ihnen ausbreitete.
„You‘re one insult away from starting a war.“

Aufgrund privater Umstände kommt es aktuell bei Postings zu Verzögerungen - ich bitte um Entschuldigung.
Antworten